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Verschollenes französisches U-Boot nach über 50 Jahren gefunden | BR24

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Verschollenes französisches U-Boot nach über 50 Jahren gefunden (Symbolbild)

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    Verschollenes französisches U-Boot nach über 50 Jahren gefunden

    Das französische U-Boot "Minerve" war am 27. Januar 1968 mit 52 Besatzungsmitgliedern an Bord im Mittelmeer verschwunden. Das Wrack wurde nun in einer Tiefe von rund 2400 Metern etwa 45 Kilometer vor der südfranzösischen Hafenstadt Toulon entdeckt.

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    Die französische Marine hat ein seit mehr als 50 Jahren verschollenes U-Boot wiedergefunden. Die "Minerve" war am 27. Januar 1968 mit 52 Besatzungsmitgliedern an Bord im Mittelmeer verschwunden. "Wir haben die 'Minerve' gefunden. Es ist ein Erfolg, eine Erleichterung und eine technische Leistung", teilte Verteidigungsministerin Florence Parly am Montag mit. Das Wrack sei in einer Tiefe von rund 2400 Metern etwa 45 Kilometer vor der südfranzösischen Hafenstadt Toulon entdeckt worden.

    U-Boot "Minerve": Angehörige forderten Wiederaufnahme der Suche

    Vor dem Heimathafen in Toulon hatte es damals auch den letzten Funkkontakt mit dem U-Boot gegeben. Trotz Suchaktionen konnte die "Minerve" damals nicht gefunden werden. Erst Anfang des Jahres hatte die Ministerin auf Drängen Angehöriger angekündigt, die Suche nach dem U-Boot wieder aufzunehmen.

    US-amerikanische Spezialfirma findet gesunkenes U-Boot

    An der Aktion war nun auch die US-amerikanische Firma "Ocean Infinity" beteiligt. Das Unternehmen, das sich auf die Erkundung des Meeresbodens spezialisiert hat, konnte die "Minerve" schließlich orten. Ein Schiff von Ocean Infinity hatte Ende vergangenen Jahres bereits das verschollene argentinische U-Boot "ARA San Juan" im Südatlantik ausfindig gemacht.

    Gedenkveranstaltung für Besatzungsmitglieder der "Minerve"

    Spezialisten, darunter Experten des Französischen Forschungsinstituts für die Nutzung der Meere, hatten bei der Suche nach der "Minerve" zunächst das Suchgebiet eingegrenzt. Parly bedankte sich für den Einsatz der zahlreichen Experten, die dabei geholfen haben, das Wrack zu finden. Die Ministerin ordnete am Montag eine Gedenkveranstaltung für die 52 gestorbenen Besatzungsmitglieder auf hoher See an. Die Familien wüssten nun endlich, wo ihre Lieben begraben sind.