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Mit Hund Gassi gehen soll Pflicht werden

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Mit Hund Gassi gehen soll Pflicht werden

Über acht Millionen Hunde leben in deutschen Haushalten. Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner will die Vierbeiner nun besser schützen - und zwar mit ziemlich detaillierten Vorgaben. Strengere Vorgaben soll es für Züchter und Tiertransporte geben.

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Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) will Hunden ausreichend Auslauf und Betreuung garantieren sowie strengere Regeln für Tiertransporte und Hundezüchter erlassen. Eine Verordnung dafür solle möglichst in den ersten Monaten des kommenden Jahres verkündet werden, teilte ihr Ministerium mit - bisher liegt ein Entwurf vor, der nun mit den Ländern und Fachverbänden abgestimmt werden soll.

"Einem Hund ist mindestens zweimal täglich für insgesamt mindestens eine Stunde Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers zu gewähren", heißt es in dem Entwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Der Text sieht zudem vor, dass man Hunde künftig nicht mehr den ganzen Tag alleine lassen darf. Eine Betreuungsperson soll sich der Verordnung zufolge "mehrmals täglich" um das Tier kümmern.

"Haustiere sind keine Kuscheltiere – ihre Bedürfnisse müssen berücksichtigt werden", sagte Klöckner der Deutschen Presse-Agentur dazu auf Nachfrage. Hunde müssten genug Bewegung bekommen und dürften nicht zu lang alleingelassen werden.

Umweltreize sind gefragt

Als Begründung nennt der Entwurf zudem "neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Bedürfnisse von Hunden". Den Tieren soll ein "ausreichendes Maß an Bewegung und Kontakt mit Umweltreizen" ermöglicht werden. Auf die Frage, wie die Regeln insbesondere bei privaten Hundebesitzern kontrolliert werden sollen, sagte eine Sprecherin der Ministerin, dafür seien die Behörden der Länder zuständig. Diese würden aber sicherlich nicht bei jedem Hundebesitzer klingeln und fragen, ob er schon mit dem Hund draußen war. Es gehe vor allem um die Zwingerhaltung von Hunden, die untersagt werden soll.

Verboten werden sollen zudem Ausstellungen mit Hunden, die derart überzüchtet wurden, dass sie Qualen leiden und sich nicht mehr artgerecht verhalten können, oder denen Körperteile wie Ohren und Rute "tierschutzwidrig vollständig oder teilweise amputiert" wurden.

Strengere Vorgaben für Züchter und Tiertransporte

Strengere Vorgaben gibt es nach den Plänen der Bundesregierung auch für Hundezüchter. Sie sollen nur noch maximal drei Hündinnen mit Welpen gleichzeitig betreuen dürfen. Mindestens vier Stunden täglich sollen sich private und professionelle Hundezüchter künftig um Welpen kümmern müssen, damit diese sich ausreichend an Menschen gewöhnen.

Für Nutztiere sieht die neue Verordnung vor, Transporte innerhalb von Deutschland viereinhalb Stunden nicht mehr übersteigen dürfen, "wenn nicht sichergestellt ist, dass zu jedem Zeitpunkt während der Beförderung in dem Bereich, in dem sich die Tiere während des Transportes aufhalten, eine Temperatur von nicht mehr als 30 Grad herrscht". Gerade im Sommer bei hohen Temperaturen solle vermieden werden, "dass den Tieren durch Hitze vermeidbare Leiden zugefügt werden", sagte Klöckner. "Deshalb setze ich hier strengere Regeln für Transporte durch, die über das EU-Recht hinausgehen."

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