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Verkehrsminister wollen höhere Strafen für Raser | BR24

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    Verkehrsminister wollen höhere Strafen für Raser

    Raser, Drängler und sogenannte Auto-Poser sollen künftig härter bestraft werden. Auch für andere Verstöße "mit einem besonderen Gefährdungspotenzial" sollen laut einem Beschlussvorschlag der Verkehrsministerkonferenz höhere Bußgelder verhängt werden.

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    Die Verkehrsministerkonferenz findet diesen Donnerstag und Freitag in Saarbrücken statt. Laut einem Beschlussvorschlag planen die Verkehrsminister höhere Strafen für Verstöße mit "mit einem besonderen Gefährdungspotential". Zu den Verstößen würde nicht nur das Verhalten von Rasern gehören, sondern auch Trunkenheitsfahrten, Handy-Telefonate am Steuer oder das sogenannte Autoposing. Die schärferen Sanktionen sollen eine "abschreckende Wirkung" erzielen, um die Sicherheit im Verkehr auf deutschen Straßen zu verbessern.

    Länderarbeitsgruppe soll Maßnahmen beschleunigen

    Die Minister wollen laut Vorlage eine Länderarbeitsgruppe auf den Weg bringen, die gefährliches Verhalten im Straßenverkehr identifizieren und Sanktionserhöhungen vorschlagen soll. Die Minister hatten den Bund bereits zu einem Maßnahmenkatalog für eine Reform des Bußgeldkatalogs aufgefordert. Die Arbeitsgruppe soll nun dazu beitragen, "schnellstmöglich zu handeln", heißt es aus internen Kreisen. Ziel sei es, die Zahl der Verkehrstoten bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren.

    Höhere Strafen für sogenanntes Autoposing

    Die Arbeitsgruppe wird sich auch mit dem sogenannten Autoposing beschäftigen. Dabei gehe es um "das Zur-Schau-Stellen PS-starker Fahrzeuge", das "unnütze Hin- und Herfahren" sowie "technische Maßnahmen im Bereich Tuning". Wer mit durchdrehenden Reifen stark beschleunigt oder bewusst mit quietschenden Reifen bremst, soll laut Medienberichten in Zukunft mit einem Bußgeld von mindestens 100 Euro bestraft werden. Bisher gelten solche Delikte nur als Lärmbelästigung, wofür lediglich zehn Euro Strafe fällig sind. Was als Konsequenz an Delikten darunter falle - darüber müsse man sich noch einigen, heißt es. Fakt sei aber, dass die Protz-Fahrer in manchen Städten ein Problem seien, beispielsweise in Mannheim.

    Der formale Beschluss des Vorschlags wird bei der Konferenz erwartet. Es gebe keinen Zweifel daran, dass er so komme, heißt es.