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Vergleich mit Sowjetunion: Hunt soll sich entschuldigen | BR24

© dpa-Bildfunk/Stefan Rousseau

Jeremy Hunt, Außenminister von Großbritannien

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    Vergleich mit Sowjetunion: Hunt soll sich entschuldigen

    Führende EU-Abgeordnete fordern vom britischen Außenminister Jeremy Hunt eine Entschuldigung für seinen Vergleich der EU mit der Sowjetunion. Die britische Premierministerin Theresa May hat sich von umstrittenen Äußerung distanziert.

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    Führende Europaabgeordnete fordern Abbitte vom britischen Außenminister Jeremy Hunt für seinen Vergleich der Europäischen Union mit der Sowjetunion. "Herr Hunt, ich glaube, Sie sollten sich entschuldigen", sagte der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber, am Dienstag in Straßburg. Ähnlich äußerten sich der Brexit-Beauftragte des Parlaments, Guy Verhofstadt, sowie Sozialdemokraten, Grüne und Linke.

    Hunt: EU soll aus der Geschichte der Sowjetunion lernen

    Außenminister Jeremy Hunt hatte am Sonntag gesagt, die EU müsse aus der Geschichte der Sowjetunion lernen: "Wenn Sie die EU in ein Gefängnis verwandeln, wird der Wunsch, da rauszukommen, nicht schwinden, sondern wachsen." Premierministerin Theresa May hat sich inzwischen von dem umstrittenen Vergleich distanziert.

    Keine Verlängerung des Brexit-Verfahrens erwünscht

    Großbritannien will die EU Ende März 2019 verlassen. In der Debatte des Europaparlaments wies Verhofstadt die Idee einer Verlängerung des Verfahrens scharf zurück, die der ehemalige britische Außenminister Boris Johnson aufgebracht hatte. "Wir werden eine Ausweitung dieser Prozedur niemals zustimmen", sagte der Liberale. Die Verunsicherung müsse ein Ende finden.

    EU-Abgeordnete frustriert über Brexit-Verhandlungen

    Etliche Abgeordnete äußerten sich frustriert und pessimistisch über den Stand der Verhandlungen mit London. Die Linken-Fraktionschefin Gabriele Zimmer meinte, ein Scheitern werde immer wahrscheinlicher. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte nichts zum Verhandlungsstand, bekräftigte aber: "Wir wollen einen Deal." Wer glaube, ein Bruch ohne Vertrag wäre besser, sei sich der vielen damit verbundenen Probleme nicht bewusst.

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    • BR24 Redaktion
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