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Vergewaltigungsfall in Mülheim: Stadt prüft Rückführung | BR24

© dpa-Bildfunk/Caroline Seidel

Das Ortsschild von Mülheim an der Ruhr

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    Vergewaltigungsfall in Mülheim: Stadt prüft Rückführung

    Nach der Vergewaltigung einer 18-jährigen Frau durch fünf Kinder und Jugendliche in Mülheim an der Ruhr prüft die Stadt eine Rückführung der betroffenen Familien in ihr Herkunftsland Bulgarien.

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    Drei 14-Jährige und zwei Zwölfjährige - allesamt bulgarischer Nationalität - stehen im Verdacht, am Freitagabend eine 18-Jährige in einem Waldstück vergewaltigt zu haben.

    Prüfung der Rückführung der Familien der Täter nach Bulgarien

    Der Mülheimer Stadtsprecher Volker Wiebels sagte am Donnerstag auf Anfrage, man wolle ausloten, ob die Freizügigkeit der Familien der fünf Verdächtigen eingeschränkt werden könne. Bulgarien gehört zur Europäischen Union.

    Nach EU-Recht sei eine Rückführung aus Deutschland im Grundsatz möglich, wenn "jemand keine Arbeit hat, keine Arbeit sucht und auch nicht nachweisen kann, dass er eine sucht", schilderte Wiebels. Die "Neue Westfälische" hatte zuerst über die Prüfung berichtet.

    Dem Sprecher zufolge dürfte ein solches Verfahren ohnhin langwierig sein. Es gebe auch Widerspruchsmöglichkeiten. Man nehme den aktuellen Verdachtsfall zum Anlass, um die rechtlichen Optionen für eine Rückführung auszuloten. "Die Aussicht auf Erfolg ist relativ." Von drei Familien sei bekannt, dass sie über ein Erwerbseinkommen verfügten, hier komme eine Rückführung nicht infrage.

    Diskussion um Strafmündigkeit minderjähriger Täter

    Einer der 14-Jährigen sitzt derzeit wegen Wiederholungsgefahr in Untersuchungshaft. Die Zwölfjährigen sind strafunmündig. Der bundesweit schockierende Fall hatte auch eine Debatte über die Senkung des Strafmündigkeitsalters von 14 auf zwölf Jahre ausgelöst.

    Die NRW-Landesregierung und Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hatten sich dagegen ausgesprochen.  

    Familien stehen unter Aufsicht des Jugendamts

    Grundsätzlich stehe auch im Raum, die Kinder aus den Familien zu nehmen, berichtete die "Neue Westfälische" in einer Vorabmeldung vom Donnerstag. Stadtsprecher Volker Wiebels sagte der Zeitung. "Wir begleiten mittlerweile alle Familien in einem sehr engen Kontakt durch das Jugendamt".

    Den Mitarbeitern des Jugendamts stünden "viele Instrumente zur Verfügung". "Sie müssen aber genau prüfen, welche jetzt zur Anwendung kommen", fügte Wiebels hinzu.