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Bundesamt für Verfassungsschutz

Die Behörde plane, die Zahl ihrer Mitarbeiter bis 2021 um 2.900 auf rund 6.000 erhöhen, berichtet das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Informationen aus dem Innenministerium.

Islamismus-Abteilung soll personell aufgerüstet werden

Der aktuell mit Rücktrittsforderungen konfrontierte Verfassungsschutzpräsident Maaßen wolle seine Behörde damit strukturell an den Bundesnachrichtendienst angleichen, heißt es. Der Auslandsgeheimdienst BND hat derzeit etwa 6.500 Mitarbeiter. Laut dem Bericht sollen mehrere Abteilungen des Verfassungsschutzes gestärkt werden - darunter die für Spionageabwehr und Islamismus.

Ministerium: Planungen sind Verschlusssache

Das Ministerium wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Ein Sprecher verwies darauf, dass die Haushalts- und Wirtschaftsplanungen des Bundesamtes als Verschlusssache eingestuft seien. Nach dem jüngsten Verfassungsschutzbericht hatte die Behörde 2017 rund 3.200 Mitarbeiter.

Die große Koalition hatte sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf verständigt, dass die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern insgesamt 15.000 neue Stellen bekommen sollen. Die konkrete Verteilung der 7.500 Stellen für die Bundesbehörden stehe noch nicht fest, erklärte die Bundesregierung im Juli auf eine entsprechende Anfrage der Grünen im Bundestag.

Maaßen steht zur Zeit wegen seiner umstrittenen Aussagen zu den fremdenfeindlichen Vorfällen in Chemnitz in der Kritik. Die SPD fordert seine Ablösung, Bundesinnenminister Horst Seehofer hält dagegen an ihm fest.