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Vereinte Nationen: USA treten offiziell aus WHO aus | BR24

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    Vereinte Nationen: USA treten offiziell aus WHO aus

    Lange angekündigt, nun offiziell: Die USA verlassen die Weltgesundheitsorganisation WHO. US-Präsident Trump hatte ihr schwere Versäumnisse in der Corona-Pandemie vorgeworfen. Seine Entscheidung sorgte für weltweite Kritik.

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    Die USA haben ihren Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) offiziell gemacht. UN-Generalsekretär António Guterres sei entsprechend informiert worden, sagte sein Sprecher Stephane Dujarric in New York. Der Austritt solle demnach am 6. Juli 2021 in Kraft treten. Guterres prüfe derzeit gemeinsam mit der WHO, ob die Konditionen für einen solchen Austritt vorlägen.

    Der US-Kongress war zuvor über den offiziellen Austritt informiert worden, wie der führende Demokrat im Auswärtigen Ausschuss des Senats, Bob Menendez, auf Twitter mitteilte.

    Trump erhebt schwere Vorwürfe

    Die Entscheidung von Trump, die Zusammenarbeit mitten in der Pandemie zu beenden, hatte weltweit Kritik ausgelöst. Trump macht der WHO schwere Vorwürfe im Umgang mit der Pandemie: Er beschuldigt die UN-Sonderorganisation, zu spät über die Gefahr des Coronavirus informiert zu haben und unter der Kontrolle der Regierung in Peking zu stehen.

    Alles Wissenswerte zum Coronavirus finden Sie hier.

    Mehrfach verwies er darauf, dass die USA mehr Geld an die Organisation zahlten als China. Er machte die in Genf ansässige Organisation mitverantwortlich für die hohe Anzahl der Toten. Die WHO habe sich zudem notwendigen Reformen verschlossen. Der US-Präsident beschuldigt zudem China, die weltweite Verbreitung des Coronavirus nicht verhindert zu haben, und droht mit Konsequenzen.

    Zahlungen bereits vor Wochen eingefroren

    Trump hatte die WHO-Beiträge bereits im April eingefroren und damit international Kritik auf sich gezogen. Die USA waren bislang wichtigster Geldgeber. In diesem Jahr sollten die Beiträge eigentlich knapp 116 Millionen Dollar betragen.

    Trump steht in der Corona-Krise selbst schwer unter Druck. Er hatte die Gefahr lange heruntergespielt. Kritiker werfen ihm vor, mit seinem Feldzug gegen die WHO und China von eigenen Versäumnissen ablenken zu wollen. Insgesamt sind in den USA nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mehr als 130.000 Menschen infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, fast drei Millionen Infektionen wurden bereits nachgewiesen.

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