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Der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke

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    Verdi-Chef Werneke wirft Politik Doppelzüngigkeit vor

    Vor der dritten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst kritisiert Verdi-Chef Frank Werneke die Weigerung der Politik, dem Gesundheitspersonal mindestens 300 Euro pro Monat mehr zu bezahlen.

    Von
    Bernhard AmannBernhard Amann
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    Verdi-Chef Frank Werneke hat die Haltung der Politik im Tarifstreit mit deutlichen Worten kritisiert. "Das hat auch eine gewisse Doppelzüngigkeit der Politik, die da zum Ausdruck kommt. Und das macht die Menschen wütend", sagte Werneke mit Blick auf die Weigerung der Arbeitgeber, den Beschäftigten im öffentlichen Dienst mindestens 300 Euro pro Monate mehr zu bezahlen.

    "Es geht darum, die Tätigkeit attraktiv zu halten, auch Respekt zu zeigen, eine Anerkennung zu zeigen, für die herausragenden Leistungen, die nicht nur in der Corona-Pandemie geleistet wird." Verdi-Chef Frank Werneke

    Werneke begrüßt Anhebung des Mindestlohns

    Deshalb wolle die Gewerkschaft eine finanzielle Aufwertung durchsetzen, "indem wir sagen, wir wollen für die Beschäftigten in dem Bereich mindestens 300 Euro durchsetzen." Dies stoße aber bei den Ländern auf Widerstand.

    Die Pläne der neuen Ampel-Koalition, den Mindestlohn auf zwölf Euro anzuheben, begrüßt der Verdi-Chef dagegen. Insgesamt beklagt Werneke aber, dass beim Koalitionsvertrag die Finanzierung nicht geklärt sei.

    Gewerkschaft: Mitarbeiter von mehreren Unikliniken streiken

    Mitarbeiter mehrerer Krankenhäuser haben indes in München für Warnstreiks ihre Arbeit niedergelegt. Zudem streiken Beschäftigte an den Unikliniken Erlangen und Würzburg, teilte ein Sprecher von Verdi am Donnerstagmorgen mit. Wie viele Beschäftigte beteiligt sind, war zunächst unbekannt.

    Mit Warnstreiks im Öffentlichen Dienst wollen die Beschäftigten in den aktuellen Tarifverhandlungen Druck auf die Arbeitgeber machen. Gerade im Gesundheitswesen habe der Unmut der Beschäftigten einen Höhepunkt erreicht, hieß es dazu von der Gewerkschaft. Am Wochenende steht die dritte Verhandlungsrunde im Öffentlichen Dienst der Länder in Potsdam an.

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