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Verdachtsmeldungen zu Geldwäsche und Terrorfinanzierung steigen | BR24

© MEV/Creativstudio

Geldscheine hängen an einer Wäscheleine

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    Verdachtsmeldungen zu Geldwäsche und Terrorfinanzierung steigen

    Zunahme beim Verdacht auf dunkle Finanzströme - die beim Zoll angesiedelte Meldestelle für Geldwäsche und Terrorfinanzierung hat im vergangenen Jahr erneut deutlich mehr Hinweise erhalten.

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    Die Zahl der Verdachtsmeldungen zu Geldwäsche und Terrorfinanzierung sei im Vergleich zu 2017 um rund ein Drittel auf 77.252 angestiegen, wie aus der am Dienstag in Köln vorgestellten Jahresbilanz der Financial Intelligence Unit (FIU) hervorging. In zehn Jahren verelffachte sich das Meldungsaufkommen.

    Gründe für die massive Erhöhung der Verdachtsfälle

    Hintergrund des starken Anstiegs sind demnach rechtliche Änderungen und eine zunehmende Sensibilisierung von Dienstleistern insbesondere im Finanzsektor. So wurde durch Verschärfungen die Zahl der Firmen und Dienstleister, die Verdachtsmeldungen abgeben müssen, über die Jahre deutlich erhöht. Inzwischen sind etwa auch Autohändler und Juweliere dazu verpflichtet. An die Stelle der Verdachtsanzeige trat außerdem eine automatisierte gesetzliche Verpflichtung zu Meldungen.

    Anzahl der tatsächlichen Straftaten ist ungewiss

    Wie viele Straftaten sich hinter den Verdachtsmeldungen verbargen, ist aber unklar. Die FIU ist keine Strafverfolgungsbehörde, sondern fungiert als eine nationale Zentralstelle für die Sammlung und erste Analyse von Verdachtsmeldungen. Die Informationen werden dort nach Priorität kategorisiert und an Ermittlungsbehörden weitergegeben.

    Finanzsektor meldet den Großteil des Verdachts auf Geldwäsche und Terrorfinanzierung

    Mit mehr als 98 Prozent kamen fast alle Verdachtsmeldungen auch 2018 aus dem Finanzsektor. Die Zahl der Meldungen aus anderen Wirtschaftsbereichen stieg im Vorjahresvergleich zwar von 398 auf 597 zwar deutlich an, war nach Einschätzung der FIU aber immer noch gering. Sie kündigte weitere Anstrengungen an, um die Unternehmen und Dienstleister in diesen Sektoren stärker zu sensibilisieren.