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Venedig steht nach Unwetter teilweise unter Wasser | BR24

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Nach starken Regenfällen sind Teile Venedigs überflutet. Auch in den Markusdom ist wieder Wasser eingedrungen.

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Venedig steht nach Unwetter teilweise unter Wasser

Venedig wird erneut von einem Hochwasser heimgesucht. Auch der Markusplatz ist überschwemmt. Ungeklärt ist, warum diesmal die Fluttore zum Schutz der Stadt nicht zum Einsatz kamen.

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Von
  • BR24 Redaktion

Starke Regenfälle und steigende Pegel haben im italienischen Venedig Teile der Stadt überflutet. Auch der berühmte Markusplatz stand am Dienstag unter Wasser. Der höchste Gezeitenpegel wurde für den späten Nachmittag bei 145 Zentimetern erwartet, wie der Bürgermeister der Stadt, Luigi Brugnaro, auf Twitter schrieb.

Das System "Mose" sei nicht aktiv, teilte er weiter mit. "Mose" ist ein System aus Fluttoren, die die Stadt vor Sturmfluten schützen sollen.

Rote Hochwasser-Stufe in Venedig

Mit diesem Pegel war nach offiziellen Angaben die rote Stufe für die Stadt mit rund 260.000 Einwohnern erreicht. Einer Vorhersage zufolge erwarteten die Behörden für Donnerstag und Freitag erneut Höchststände von bis zu 135 Zentimetern über dem Normalwert.

Warum das "Mose"-System nicht aktiv war, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Am Sonntag hatte Brugnaro noch den Erfolg der Fluttore gelobt.

So dramatisch wie im vergangenen Jahr ist die Lage aber aktuell nicht: Im November 2019 erreichte ein Hochwasser in Venedig 1,87 Meter, die höchste Marke seit 1966. Das Meer drang in die Krypta des Markusdoms ein und verursachte statische Probleme. Zudem richtete das Salzwasser gravierende Schäden an Mosaiken und Mauerwerk der kunsthistorisch bedeutenden Basilika an.

Regen und Schnee in Italien seit dem Wochenende

Seit dem vergangenen Wochenende regnet und schneit es heftig in Teilen Italiens. Betroffen ist vor allem der Nordosten des Landes, zu dem auch Venedig gehört. Starke Schneefälle hatten etwa in Südtirol den Straßen und Schienenverkehr zeitweise zum Erliegen gebracht. Weiter südlich sorgten Regenfälle für Überschwemmungen. Mindestens zwei Menschen starben im Zusammenhang mit den Unwettern.

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