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Venedig rüstet sich gegen neues Hochwasser | BR24

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Seit Tagen kämpfen die Menschen in Venedig mit den Überschwemmungen. Auch am Wochenende können sie nicht durchatmen. Die Regierung in Rom verhängte den Notstand für die Region.

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Venedig rüstet sich gegen neues Hochwasser

Gerade erst ist der Markusplatz in Venedig wieder für Touristen freigegeben worden, da drohen neue Pegelhöchststände in der Lagunenstadt. Für kommende Woche sind weitere Regenfälle angesagt.

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Nach kurzer Entspannung bereitet sich die Lagunenstadt Venedig auf die dritte schwere Überschwemmung innerhalb einer Woche vor. Für Sonntag hat das Gezeitenbüro der Kommune erneut die höchste Warnstufe ausgerufen. Erwartet wird ein Pegelstand von 160 Zentimetern für Sonntagmittag. Damit würde der Großteil von Venedig unter Wasser stehen. Museen und Schulen bleiben bis auf Weiteres geschlossen.

Bürgermeister Luigi Brugnaro schätzt den bisher durch das Hochwasser entstandenden Schaden auf mindestens eine Milliarde Euro und ruft die Menschen schon jetzt zum Spenden auf: "Venedig ist ein Kulturerbe für jeden, einzigartig in der Welt", so Brugnaro.

Nach historischem Hochwasser droht erneut ein Pegel von 160 cm

Der Kulturbeauftragte des Vatikans, Kardinal Gianfranco Ravasi, vergleicht die Zerstörung in Venedig mit dem Brand der historischen Kathedrale Notre-Dame in Paris. Am Dienstag war der Pegel in der Unesco-Welterbestadt auf bis zu 187 Zentimeter angestiegen. Es waren die schwersten Überschwemmungen in Venedig seit mehr als 50 Jahren.

Zwar durften Touristen am Samstag zwischenzeitlich den Markusplatz wieder betreten, aber der Wetterbericht für kommende Woche sagt mehr Regenwetter vorher. Nicht nur in Venedig fürchten sich die Bürger vor einem erneuten Landunter. Ganz Italien leidet unter der Schlechtwetterfront. In Südtirol waren durch starken Schneefall am Freitag mehrere Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Es kam zu großflächigen Stromausfällen. Die Brenner-Zugstrecke war vorübergehend wegen eines Lawinenabgangs gesperrt.