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Vatikan-Sprecher verurteilt Zeitpunkt des Coming-outs | BR24

© dpa/Ettore Ferrari

Vatikansprecher Federico Lombardi

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    Vatikan-Sprecher verurteilt Zeitpunkt des Coming-outs

    Der Vatikansprecher Federico Lombardi bezeichnete die Entscheidung des polnischen Priesters, seine Homosexualität kurz vor der Familiensynode öffentlich zu machen, als "gravierend und unverantwortlich". Der Theologe werde seine Ämter aufgeben müssen.

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    Lombardi wertete den Schritt des Theologen Krzystof Charamasa, der zugleich für die Internationale Theologenkommission des Vatikan tätig ist, als Versuch, Druck auf die am Sonntag beginnende Bischofssynode über Ehe und Familie auszuüben. Der Umgang der Kirche mit Homosexuellen und wiederverheirateten Geschiedenen gehört zu den umstrittenen Themen der Bischofssynode im Vatikan, die morgen beginnt und bis zum 25. Oktober dauern soll.

    Charamasa hatte zuvor in polnischen Medien seine Homosexualität offenbart und erklärt, er lebe in einer Partnerschaft. Homosexualität sei zwar nicht von der derzeitigen katholischen Lehre anerkannt, in der theologischen Forschung jedoch präsent, sagte er.

    Erst Outing, dann Kündigung

    Der Geistliche Kryzstof Charamsa könne nicht mehr im Vatikan oder an den päpstlichen Universitäten tätig sein, erklärte der Vatikansprecher. Trotz seiner Entlassung bleibt Charamsa vorerst Priester. Lombardi deutete an, dass weitere Maßnahmen gegen den Geistlichen folgen könnten. 
    Von
    • B5-TechA
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