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Bildrechte: dpa Themendienst Foto: Florian Schuh

Auskratzen einer Vanilleschote

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    Vanille so teuer wie Silber

    Wer für das Oster-Festmahl eine Speise mit Vanille bereiten will, könnte sich beim Einkaufen die Augen reiben. Eine einzige Schote kostet im Laden drei Euro und mehr. Denn echte Vanille ist mittlerweile so teuer wie Silber. Von Ralf Schmidberger

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    Vanille gilt als die "Königin der Gewürze" und hat jetzt auch einen edlen Preis. Wurden die Schoten vor ein paar Jahren noch für weniger als 20 Dollar pro Kilo gehandelt, liegen die Notierungen nun bei knapp 600 Dollar - also auf dem Niveau von einem Kilo Silber.

    Wirbelsturm "Enawo" zerstörte die Pflanzen

    Die Gründe: Wegen der lange Zeit niedrigen Preise, haben die Bauern in den Hauptanbaugebieten Madagaskar, Indonesien und Tahiti weniger dieser speziellen Orchideenpflanzen angebaut. Dann haben mehrere Stürme zu Missernten geführt. Den jüngsten Preisschub gab es nach einem Zyklon auf Madagaskar im März, bei dem ein Drittel der Ernte zerstört wurde.

    Engpässe wegen schlechter Ernten

    Nach Angaben des Hamburger Handelshauses Aust&Hachmann wird es in diesem Jahr nur 1.500 Tonnen Vanille geben - der weltweite Verbrauch ist fast doppelt so hoch. Sinkende Preise seien frühestens im nächsten Jahr zu erwarten. Dass die feine Zutat für Kuchen und Desserts so teuer ist, spüren neben den Hobbyköchen auch die Eisdielen und Konditoreien. Doch weil Vanille so aromatisch ist und man in der Regel wenig davon braucht, komme es dadurch nur selten zu Preiserhöhungen bei Eis und Torten, so die jeweiligen Verbände.