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Väter zwischen Kind und Karriere | BR24

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Vater und Sohn

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Väter zwischen Kind und Karriere

Mütter, die nach der Geburt ein Jahr und länger zuhause bleiben – normal. Aber Väter? Länger als zwei Monate? Eher die Ausnahme. Mehr dazu im Rahmen der Themenwoche miteinander leben - Schwerpunkt Familie. Von: Lisa Schurr & Kristina Weber

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Als sich am Abend bei Familie Kaiser-Veit der Schlüssel im Schloss dreht, ist die zehn Monate alte Lucia ganz aufgeregt. Ihre Mutter kommt von ihrem ersten Arbeitstag zurück. Bisher war sie für Lucia zuständig, an diesem Tag hat Vater Marcus Kind und Haushalt übernommen. "Habt ihr mich vermisst?", will Marianne Veit wissen, und "hat alles geklappt?"

Rollentausch – selten praktiziert

Marcus Kaiser ist IT-Berater und für mindestens vier Monate Vollzeitvater. Eine Ausnahme. Denn kaum ein Mann entscheidet sich für eine längere Pause vom Job. Die meisten Väter nehmen mit zwei Monaten Elternzeit gerade mal das notwendige Minimum, damit der Staat 14 statt zwölf Monate Elterngeld bezahlt. Marcus Kaiser verdient mehr als seine Freundin. Bleibt er zuhause, muss die junge Familie mit weniger Geld auskommen. Trotzdem haben sie sich so entschieden.

Angst vor dem Karriereknick

Tatsächlich ist die Angst vor dem Karriereknick einer der Gründe, warum viele Männer nicht länger bei den Kindern bleiben. Nicht ganz unbegründet: In einer Umfrage unter Vätern, die nach der Elternzeit zurückgekehrt sind, sprachen 19 Prozent von verschlechterten Aufstiegsmöglichkeiten. Aber: Erst wenn ein Vater mehr als zwei Monate zuhause bleibt, verbringt er auch später wesentlich mehr Zeit mit dem Kind und empfindet die Beziehung zu ihm als wertvoller.

Voraussetzung für eine gleichberechtigte Rollenverteilung ist, dass Frauen genügend verdienen und Aufstiegsmöglichkeiten in ihrem Beruf haben. Nur dann haben Väter die Möglichkeit, für einen längeren Zeitraum die Ernährer-Rolle aufzugeben.