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Ute Vogt: Demokraten ziehen gegen rechte Gewalt an einem Strang | BR24

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Ute Vogt, SPD: Die Sicherheitsbehörden haben zu lange nichts getan

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Ute Vogt: Demokraten ziehen gegen rechte Gewalt an einem Strang

Die innenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Ute Vogt räumte im Interview mit der Bayern 2-radioWelt ein, dass Politik und Sicherheitsbehörden die Gefahr des rechten Terrors lange zu wenig ernst genommen haben.

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Die innenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Ute Vogt räumte im Vorfeld der Sondersitzung, in der sich der Bundestagsinnenausschuss mit den Anschlägen in Halle und Hanau beschäftigt ein, dass Politik und Sicherheitsbehörden die Gefahr des rechten Terrors lange zu wenig ernst genommen haben.

"Es war in der Tat so, dass gerade die Sicherheitsbehörden selbst nach dem NSU-Untersuchungsausschuss aus meiner Sicht noch nicht so viel Gas gegeben haben, wie jetzt dann spätestens nach dem Mord an Herrn Lübcke. Da hat man gemerkt, dass auch auf der konservativen Seite der Regierung sich richtig was getan hat. Und inzwischen ziehen da alle an einem Strang. Und vor allem haben unsere Sicherheitsbehörden jetzt das rechte Auge auch richtig weit offen." Ute Vogt, SPD-Bundestagsfraktion

Halle und Hanau: Auch die Gesellschaft ist in der Pflicht

Um künftig rechtsextreme und rassistische Anschläge wie in Halle oder Hanau zu verhindern, sieht Ute Vogt nicht nur Politik und Sicherheitsbehörden in der Pflicht, sondern auch die Gesellschaft: "Dass wir ein gesellschaftliches Klima schaffen, in dem nicht Täter glauben, sie handeln im Sinne der schweigenden Mehrheit."

"Die schweigende Mehrheit muss jetzt sehr laut werden und sagen: 'Wir wollen in einem anständigen Deutschland leben, in dem man respektvoll mit allen Menschen, egal welcher Herkunft, umgeht.'" Ute Vogt, SPD-Bundestagsfraktion
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Eine Woche ist der rassistisch motivierte Anschlag von Hanau jetzt her. Heute Vormittag befasste sich der Innenausschuss des Bundestags mit der Frage, wie es soweit kommen konnte.