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USA verhängen Sanktionen gegen Russland

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USA verhängen im Fall Nawalny Sanktionen gegen Russland

Die USA verhängen wegen des Giftanschlags auf den Kreml-Kritiker Nawalny und wegen dessen Inhaftierung Sanktionen gegen hochrangige Russen. US-Nachrichtendiente machen den russischen Geheimdienst für den Mordanschlag auf Nawalny verantwortlich.

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  • BR24 Redaktion

Die USA verhängen wegen des Giftanschlags auf den Kreml-Kritiker Nawalny und wegen dessen Inhaftierung Sanktionen gegen hochrangige russische Regierungsvertreter. Die US-Nachrichtendienste seien mit hoher Sicherheit zu dem Schluss gekommen, dass Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes FSB den Anschlag mit einem Nervengift aus der Nowitschok-Gruppe verübt hätten, sagte ein US-Regierungsvertreter am Dienstag. Es sind die ersten US-Sanktionen gegen Russland unter dem neuen Präsidenten Joe Biden. Biden hatte einen härteren Kurs gegenüber Moskau angekündigt.

Verhängt werden den Angaben zufolge Sanktionen gegen "sieben hochrangige russische Regierungsvertreter". Außerdem sollen Exportbeschränkungen gegen Russland erlassen werden. Details sollten später bekanntgegeben werden.

Die Sanktionen gegen Russland seien "in enger Abstimmung" mit der Europäischen Union verhängt worden, sagte der US-Regierungsvertreter. Es handle sich um ein "klares Signal" an die Adresse Moskaus. Der Regierungsvertreter rief Russland zudem auf, Nawalny "umgehend" freizulassen.

Zuerst "Mordversuch"an Nawalny, jetzt Straflager

Nawalny war im August auf einem innerrussischen Flug kollabiert. Zunächst wurde er im sibirischen Omsk behandelt, dann aber in die Berliner Charité verlegt. Dort wurde eine Vergiftung mit einem Nervengift aus der sogenannten Nowitschok-Gruppe festgestellt. Bei seiner Rückkehr in seine Heimat im Januar wurde er festgenommen, weil er während seiner Abwesenheit gegen Bewährungsauflagen verstoßen haben soll.

Inzwischen wurde der 44-Jährige zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Er sitzt Medienberichten zufolge in einem Straflager in der Nähe von Moskau. Die Bundesregierung und andere westliche Staaten sprechen von einem Mordversuch. Die russische Führung weist jede Verwicklung in den Fall zurück und sieht eine Vergiftung nicht als bewiesen an.

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