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USA verbietet ihren Bürgern die Einreise nach Nordkorea | BR24

© pa/Ulrich Baumgarten

Mann neben Nordkorea-Flaggen

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    USA verbietet ihren Bürgern die Einreise nach Nordkorea

    Einen Monat nach dem Tod des in Nordkorea inhaftierten US-Studenten Otto Warmbier, verbieten die Vereinigten Staaten ihren Bürgern nach Nordkorea zu reisen. Das Verbot soll ab nächsten Donnerstag gelten.

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    Nach einer Übergangsfrist von 30 Tagen werde "der Ausweis von jedem US-Bürger, der nach Nordkorea reist, für ungültig erklärt". Das gab das in China ansässige Reisebüro Young Pioneer Tours bekannt.

    Auf seiner Webseite hieß es, das Reisebüro sei darüber informiert worden, dass die US-Regierung seinen Bürgern Reisen nach Nordkorea nicht mehr gestatte. Auch Warmbier nutzte die Reiseagentur Young Pioneer Tours. Nach dessen Tod hat das Reisebüro Besuche für US-Touristen in Nordkorea aus dem Programm genommen.

    US-Reisewarnungen

    Das US-Außenministerium hat US-Bürger schon länger vor Reisen nach Nordkorea gewarnt. Sie laufen demnach Gefahr, festgenommen und für lange Zeit inhaftiert zu werden.

    Der im Juni verstorbene 22-jährige Student Warmbier war im März 2016 wegen Diebstahls eines Propaganda-Posters zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden und kurz danach ins Koma gefallen. Wenige Tage vor seinem Tod war er "aus humanitären Gründen" freigelassen worden und verstarb in den USA. Die genaue Ursache ist noch immer unklar.

    Nordkoreas Initiative für mehr Tourismus

    Erste vor kurzem hat Nordkoreas Tourismusbehörde eine Webseite mit Reiseangeboten für ausländische Besucher veröffentlicht. Darin wirbt die "DPR Korea Tour Site" unter anderem für beliebte Strände und Touren für Reisende auf der Suche nach ungewöhnlichen Zielen.

    Von
    • Alexandra Späth
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