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US-Klimabeauftragter John Kerry

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    USA und China verkünden gemeinsamen Kampf gegen Klimakrise

    Der US-Klimabeauftragte John Kerry ist das erste Mitglied der Regierung Biden, das China besucht hat. Seine Reise fand wenige Tage vor einem von den USA organisierten virtuellen Klimagipfel statt. Ein zentrales Thema war die Kohlestromproduktion.

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    • BR24 Redaktion

    Ungeachtet ihrer politischen Spannungen wollen die USA und China gemeinsam gegen den Klimawandel kämpfen. Die Klimakrise müsse mit der "gebotenen Ernsthaftigkeit und Dringlichkeit angegangen werden", erklärten der US-Klimabeauftragte John Kerry und sein chinesischer Amtskollege Xie Zhenhua in Shanghai.

    Teilnahme von Xi noch offen

    Die jetzige Erklärung beider Staaten ließ jedoch offen, ob Chinas Staatschef Xi Jinping an dem von den USA organisierten virtuellen Klimagipfel teilnimmt. US-Präsident Joe Biden hat ihn für den 22. und 23. April einberufen. Im November soll dann im schottischen Glasgow die 26. UN-Klimakonferenz stattfinden.

    Kerry entschuldigte sich für die US-Klimapolitik unter Ex-Präsidenten Donald Trump. "Die USA sind in den letzten vier Jahren unter der Nicht-Führung von Präsident Trump zu einem Abtrünnigen geworden", sagte Kerry. "Aber jetzt sind wir zurück und präsentieren eine sehr aggressive Reihe von Initiativen, um zu versuchen, verlorene Zeit auszugleichen." Es sei die Pflicht der USA gewesen, ins Pariser Klimaschutzabkommen zurückzukehren. Die USA würden ihren Beitrag leisten, um das Ziel einer Erderwärmung von 1,5 Grad möglichst einzuhalten.

    USA will mit China in Sachen Klimaschutz zusammenarbeiten

    Kerry betonte seine Hoffnung, dass beide Länder trotz politischer Spannungen zusammenarbeiten könnten. Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt sind zusammen für fast die Hälfte der weltweit ausgestoßenen Treibhausgase verantwortlich. Sie kündigten an, "ihre jeweiligen Maßnahmen" zum Klimaschutz zu verstärken und an "multilateralen Prozessen" wie dem Pariser Klimaschutzabkommen mitzuarbeiten.

    Sowohl Peking als auch Washington wollen demnach bis zum UN-Klimagipfel in Glasgow langfristige Strategien zur Erreichung von CO2-Neutralität ausarbeiten. Kurzfristige Maßnahmen könnten der Erklärung zufolge etwa "internationale Investments" zur Unterstützung nachhaltiger Energieproduktion in Entwicklungsländern betreffen sowie einen Ausstieg aus der Produktion und dem Verbrauch von Fluorkohlenwasserstoffen, die etwa in Klimaanlagen und Kühlgeräten verwendet werden.

    "Natürlich trifft jedes Land seine eigenen Entscheidungen. Wir wollen niemanden drängen, wir setzen auf Kooperation." John Kerry, US-Klimabeauftragter

    In China habe er "ausführlich" über das Thema der Energiegewinnung aus Kohle gesprochen, berichtete Kerry weiter. China hat derzeit rund die Hälfte des weltweiten Anteils an der Kohlestromproduktion. Er wolle aber keine Schuldigen suchen, betonte der US-Beauftragte. "Wir haben zu viel auf Kohle gesetzt, andere Länder setzen zu viel auf Kohle, aber China ist der allergrößte Nutzer von Kohleenergie weltweit." China müsse "sich bewegen".

    Klimaerwärmung ist in den USA Chefsache

    US-Präsident Biden hat den Kampf gegen die Erderwärmung zu einem seiner Hauptanliegen gemacht. Sein Vorgänger Donald Trump hatte die USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 geführt und die Vereinigten Staaten damit bei der Klimapolitik international zum Außenseiter gemacht. Biden kehrte nach seinem Amtsantritt im Januar umgehend wieder zu der Vereinbarung zurück.

    Die gemeinsame Erklärung beschreibt mehrere mögliche Wege für Kooperationen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt.

    Der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau forderte von Biden angesichts des geplanten Gipfels eine "ernsthafte" Verpflichtung auf den Klimaschutz. Die USA müssten nach "Jahren der Abwesenheit" den Klimaschutz wieder "ernsthaft" verfolgen, sagte Trudeau der Nachrichtenagentur AFP.

    Obwohl die Beziehungen zwischen China und Kanada seit Jahren angespannt sind, wies Trudeau darauf hin, dass die Regierung in Peking die Notwendigkeit zur Begrenzung der Umweltverschmutzung ernst nehme. "Sie investieren massiv in Innovationen - ob nun bei der Solar-Energie, elektrisch betriebenen Autos oder der Batterie-Technologie."

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