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USA legen UN-Resolution für Venezuela vor | BR24

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Die USA haben nach Angaben von Diplomaten im UN-Sicherheitsrat einen Entwurf für eine Resolution vorgelegt. Diese setzt sich für Neuwahlen und internationale Hilfslieferungen in Venezuela ein. Präsident Maduro sucht Unterstützer im eigenen Land.

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USA legen UN-Resolution für Venezuela vor

Die USA haben nach Angaben von Diplomaten im UN-Sicherheitsrat einen Entwurf für eine Resolution vorgelegt. Diese setzt sich für Neuwahlen und internationale Hilfslieferungen in Venezuela ein.

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Die USA haben im UN-Sicherheitsrat eine diplomatische Initiative zum Machtkampf in Venezuela gestartet. Nach Angaben von Diplomaten legte die US-Regierung einen Entwurf für eine Resolution vor, die sich für Neuwahlen und internationale Hilfslieferungen in das südamerikanische Krisenland einsetzen soll.

Russland steht auf Seiten von Maduro

Russland sprach sich demnach bereits gegen den Entwurf aus und kündigte ein Veto an. In Venezuela herrscht seit Wochen ein erbitterter Machtkampf zwischen Staatschef Maduro und dem oppositionellen Parlamentspräsidenten Guaidó, der sich im Januar zum Übergangspräsidenten ausgerufen hatte. Mittlerweile haben sich rund 40 Länder hinter Guaidó gestellt, unter ihnen die USA, Deutschland und weitere EU-Staaten. Russland ist ein wichtiger Verbündeter Maduros.

Armeeoffizier stellt sich gegen Maduro

Oberst Rubén Paz Jiménez gab in einem gestern veröffentlichten Video bekannt, dass er den Parlamentspräsidenten Juan Guaidó als Übergangspräsidenten anerkenne. "90 Prozent der Streitkräfte sind unzufrieden", sagte er in dem Video. Die Soldaten würden "benutzt", um Maduros Regierung an der Macht zu halten.

Bevölkerung leidet unter Unruhen

In Venezuela herrscht seit Wochen ein erbitterter Machtkampf zwischen Maduro und dem oppositionellen Parlamentspräsidenten Juan Guaidó, der sich im Januar zum Übergangspräsidenten ausgerufen hatte. Maduro kann sich bisher auf die Unterstützung des venezolanischen Militärs verlassen. Vor einer Woche hatte mit dem Luftwaffengeneral Francisco Yánez der bislang ranghöchste Militärvertreter die Seiten gewechselt.

Aus "Angst" seien bisher keine weiteren hochrangigen Militärs dem Beispiel von Luftwaffengeneral Yánez gefolgt. Guaidó sagte, Offiziere der Nationalgarde, die "Unzufriedenheit" geäußert hätten, seien sogar "gefoltert" worden. Guaidó hatte zudem an das Militär appelliert, Hilfslieferungen aus den USA ins Land zu lassen.

Bevölkerung erhält keine Hilfslieferungen

Die Lastwagen mit Nahrungsmitteln und Medikamenten hängen seit Tagen an der Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela fest. Der Militär und Arzt Paz Jiménez schloss sich diesem Aufruf an. Als Mediziner sei er sich über die "problematische" Gesundheitslage in Venezuela im Klaren, sagte er. Er forderte daher alle Soldaten auf, die Einfuhr der Hilfe zu ermöglichen.