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US-Wahl-Ticker: Trump beansprucht Wahlsieg erneut für sich | BR24

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Donald Trump beansprucht Wahlsieg erneut für sich

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US-Wahl-Ticker: Trump beansprucht Wahlsieg erneut für sich

Trump erklärt sich ungeachtet der Berechnungen der US-Sender und Datenanbieter erneut zum Wahlsieger. "Ich habe die Wahl gewonnen, 71.000.000 legale Stimmen erhalten", schreibt er auf Twitter, ohne einen Beleg zu liefern. Mehr im US-Wahl-Ticker.

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Alle aktuellen Informationen zur US-Wahl finden Sie in unserem aktuellen Ticker zur Wahl hier. Der unten stehende Artikel hier ist veraltet wird nicht mehr aktualisiert.

    Das Wichtigste zur US-Wahl in Kürze:

  • von der Leyen freut sich auf Zusammenarbeit mit Biden
  • Steinmeier: Bidens Sieg biete Chance zu Erneuerung der Beziehung zu den USA
  • Iran hofft auf Politikwechsel in den USA
  • Biden kündigt Plan gegen Corona-Pandemie an
  • Mehrere US-Medien rufen Joe Biden nach Wahlsieg in Pennsylvania als 46. Präsidenten aus.
  • Alles Wissenswerte, weitere Artikel und Hintergründe zur US-Wahl

Sonntag, 08. November 2020

23.08 Uhr: Trump beansprucht Wahlsieg erneut für sich

Trump erklärt sich ungeachtet der Berechnungen der US-Sender und Datenanbieter erneut zum Wahlsieger. "Ich habe die Wahl gewonnen, 71.000.000 legale Stimmen erhalten", schreibt er auf Twitter. "Schlimme Dinge sind passiert, die unsere Beobachter nicht sehen durften", erklärt er weiter, ohne einen Beleg zu liefern. "Das ist noch nie passiert."

23.01 Uhr: EU-Spitzen rufen USA zu engerer transatlantischer Zusammenarbeit auf

Die Spitzen der EU haben dem US-Demokraten Joe Biden zu seinem Wahlsieg gratuliert und ihn zu einer engeren transatlantischen Partnerschaft aufgerufen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schrieb am Samstag in einer im Onlinedienst Twitter verbreiteten Mitteilung: "Die EU-Kommission steht bereit, die Zusammenarbeit mit der neuen Regierung und dem neuen Kongress zu intensivieren", um Herausforderungen wie die Corona-Pandemie, den Klimawandel, die digitale Transformation, Sicherheit und das multilaterale System anzugehen.

Auch EU-Parlamentspräsident David Sassoli übermittelte Biden seine "besten Wünsche". Er plädierte für eine "Wiederbelebung der transatlantischen Beziehungen, die imstande ist, die vielen Herausforderungen, die diese Zeiten an uns richten, zu bewältigen". Nicht nur die Corona-Pandemie erfordere eine stärkere Zusammenarbeit, auch Klimawandel oder digitale Transformation.

EU-Ratspräsident Charles Michel war zurückhaltender. Er erklärte, die EU habe die jüngsten Entwicklungen zur US-Wahl zur Kenntnis genommen. "Auf dieser Basis gratuliert die EU" Biden und Harris dazu, "dass sie genug Stimmen erreicht haben". Auch er hob die Bedeutung einer starken transatlantischen Partnerschaft hervor: "Die EU ist bereit, sich für eine robuste transatlantische Partnerschaft einzusetzen."

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell sprach von einem "fantastischen Tag für die USA und Europa". Und er fügte hinzu: "Wir freuen uns, mit der neuen Regierung zusammenzuarbeiten, um unsere Partnerschaft neu aufzubauen.

22.57 Uhr: Australiens Premier Morrison wünscht Joe Biden viel Erfolg

Australiens Premierminister Scott Morrison hat dem gewählten amerikanischen Präsidenten Joe Biden und Vize-Präsidentin Kamala Harris viel Erfolg bei ihrer Aufgabe gewünscht. "Die australisch-amerikanische Allianz ist tief und dauerhaft und baut auf gemeinsamen Werten auf", schrieb der 52-Jährige am Samstag auf Twitter. "Ich freue mich darauf, eng mit Ihnen zusammenzuarbeiten, wenn wir uns gemeinsam den vielen Herausforderungen der Welt stellen."

22.43 Uhr: Trumps Sprecherin sieht Freudenfeiern für Biden als Corona-Risiko

Kayleigh McEnany, die Sprecherin des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump, hat eine dicht gedrängte Siegesfeier von Anhängern Bidens als Corona-Infektionsrisiko bezeichnet. Auf ihrem privaten Account verbreitete sie auf Twitter ein Video der jubelnden Menschenmenge vor dem Weißen Haus in Washington und schrieb: "Wo ist Joe Biden und ruft dazu auf, die massiven Super-Spreader-Events, die in seinem Namen abgehalten werden, zu beenden?"

Das Video, ursprünglich von der CNN-Korrespondentin Caitlan Collins veröffentlicht, zeigt Hunderte jubelnde Menschen an der Nordseite des Weißen Hauses. Die meisten Anwesenden dort tragen einem Reporter der Nachrichtenagentur dpa zufolge jedoch Masken, um das Corona-Infektionsrisiko zu reduzieren. Der Demokrat Joe Biden hatte Trump häufig dafür kritisiert, trotz der Pandemie große Veranstaltungen abzuhalten, bei denen viele Anwesende keine Masken trugen. Selbst im Weißen Haus, also in geschlossenen Räumen, gab es mehrere Auftritte mit zahlreichen Gästen.

22.35 Uhr: Nato-Chef Stoltenberg will eng mit Biden zusammenarbeiten

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hofft nach dem Sieg von Joe Biden bei der US-Präsidentenwahl, die Beziehungen zwischen Nordamerika und Europa weiter verbessern zu können. "Die Führung der USA ist in einer unberechenbaren Welt so wichtig wie eh und je, und ich freue mich auf eine sehr enge Zusammenarbeit mit dem designierten Präsidenten Biden, der designierten Vizepräsidentin Kamala Harris und der neuen Regierung, um das Band zwischen Nordamerika und Europa weiter zu stärken", sagte Stoltenberg einer Mitteilung zufolge. Eine starke Nato sei dabei gut für Nordamerika und gut für Europa.

22.29 Uhr: Glückwunsche an Joe Biden aus Ägypten, dem Libanon und Libyen

Der ägyptische und der libanesische Präsident haben Joe Biden zu seinem Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl gratuliert. Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi freue sich "auf die gemeinsame Zusammenarbeit und die Arbeit zur Verbesserung der strategischen Beziehungen" zwischen den beiden Ländern, meldete ein ägyptischer Fernsehsender unter Berufung auf einen Sprecher des Präsidenten. Die US-Regierung und Ägypten pflegten unter Donald Trump gute Kontakte.

In seiner Glückwunschnachricht an Biden äußerte der libanesische Präsident Michel Aoun die Hoffnung, dass mit dem neu gewählten US-Präsidenten "Gleichgewicht in den libanesisch-amerikanischen Beziehungen" zurückkehre, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA.

Auch der Ministerpräsident der international anerkannten libyschen Regierung, Fajis al-Sarradsch, sendete ein Glückwunschtelegramm an Biden. Al-Sarradsch freut sich seinem Sprecher zufolge darauf, "mit ihm zusammenzuarbeiten, um einen zivildemokratischen Staat in Libyen zu erreichen". In Libyen herrscht seit Jahren ein Bürgerkrieg.

22.23 Uhr: Irlands Premier freut sich auf Bidens Heimkehr

Irlands Premierminister Micheál Martin hat Joe Biden, dessen Ururgroßvater aus dem Inselstaat in die USA auswanderte, zum Sieg bei der US-Präsidentenwahl gratuliert. "Joe Biden war sein ganzes Leben lang ein wahrer Freund dieser Nation, und ich freue mich darauf, in den kommenden Jahren mit ihm zusammenzuarbeiten", twitterte Martin. "Ich freue mich auch sehr darauf, ihn wieder zu Hause willkommen zu heißen, wenn es die Umstände erlauben!"

Im westirischen Ort Ballina, in dem Bidens Ururgroßvater Patrick Blewitt 1832 zur Welt kam, feierten Anwohner trotz coronabedingter Pubschließungen den Wahlsieg. Menschen sangen und jubelten vor einem vor einigen Wochen auf dem Marktplatz errichteten Wandgemälde Bidens.

21.35 Uhr: Das ist der aktuelle Stand

Nach seinem Wahlsieg im Bundesstaat Pennsylvania hat Joe Biden mit 273 Wahlmänner-Stimmen die benötigte Mehrheit erreicht. Mehrere US-Medien riefen den Demokraten daraufhin als 46. Präsidenten der USA aus. Biden erzielte in Pennsylvania 49,6 Prozent und einen Vorsprung von 34.414 Stimmen vor Trump mit 49,1 Prozent.

Laut der Nachrichtenagentur AP und der New York Times hat Biden ebenfalls den Staat Nevada für sich entschieden. Er gewann dort mit 49,9 Prozent vor Trump mit 47,9 Prozent.

In weiteren Bundesstaaten geht die Auszählung der Stimmen weiter:

Georgia (16 Wahlleute): Biden führt CNN und New York Times zufolge mit 49,45 Prozent, dicht gefolgt von Trump mit 49,3 Prozent. Ausgezählt sind etwa 98 Prozent der Stimmen. Da der Abstand nur bei einigen Tausend Stimmen liegt, ist Staatssekretär Brad Raffensberger zufolge eine Neuauszählung wahrscheinlich. Dies geht aber erst nach Bestätigung des Wahlergebnisses. Damit wird bis spätestens 20. November gerechnet. Seit Bill Clinton im Jahr 1992 hat kein Demokrat mehr in Georgia gewonnen.

North Carolina (15 Wahlleute): Hier führt Trump (50,0 Prozent) vor Biden (48,6 Prozent). 98 Prozent der Stimmen sind ausgezählt. Trump führt mit rund 76.700 Stimmen Vorsprung. Mit einem endgültigen Ergebnis ist nicht vor nächster Woche zu rechnen. Briefwahlzettel mit einem Poststempel bis zum Wahltag dürfen gezählt werden, sofern sie bis zum 12. November eingehen.

Arizona (11 Wahlleute): Biden kommt dort derzeit auf 49,53 Prozent und Trump auf 48,91 Prozent - das entspricht einem Vorsprung von rund 20.573 Stimmen. Ausgezählt sind laut New York Times 97 Prozent der Wahlzettel, es fehlen noch 173.000. Darunter sind mehr als 40.000 provisorische Wahlzettel. Bei ihnen muss zunächst überprüft werden, ob eine Wahlberechtigung vorliegt und die Stimmen zugelassen werden können. Mit einer Auszählung dieser Zettel sei nicht vor Mittwoch zu rechnen, sagte Staatssekretärin Katie Hobbs CNN. Der US-amerikanische TV-Sender Fox News und die Nachrichtenagentur AP sehen Biden bereits als Gewinner Arizonas, laut CNN ist das Rennen aber noch nicht entschieden.

Alaska (3 Wahlleute): Hier ist ein Sieg Trumps zu erwarten. Trump liegt mit 62,9 Prozent vor Biden mit 33 Prozent. 56 Prozent der Stimmen sind bisher ausgezählt.

Dieser Eintrag wird laufend aktualisiert.

So steht es bei der US-Wahl

Wer erobert welchen Bundesstaat? Das Wahltool unserer Kollegen von tagesschau.de sorgt für den Überblick.

21.21 Uhr: US-Amerikaner feiern Bidens Sieg

Es wird getanzt, getrunken und geweint: Vier Tage Warten auf das Ergebnis, nun können die Anhänger des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden feiern - und das tun sie. In Washington vor dem Weißen Haus, in New York auf dem Times Square oder in Pennsylvania. Die Niederlage von Donald Trump ist für viele eine Erleichterung.

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Vier Tage Warten auf das Ergebnis, nun können die Anhänger des demokratischen Präsidentschaftskandidaten feiern: Joe Biden hat die Mehrheit errungen, US-Präsident Donald Trump erleidet eine Niederlage.

21.05 Uhr: US-Wahlkampfteam sammelt weiter Spenden

Trotz der Wahlniederlage von US-Präsident Donald Trump ruft das Wahlkampfteam des Republikaners Anhänger weiter zu Spenden für Prozesse gegen die Ergebnisse auf. Aus dem Kleingedruckten dieser Spendenaufrufe geht allerdings hervor, dass mit den Geldern auch Wahlkampfschulden abbezahlt werden sollen.

Trump hat die Nachricht über Bidens Sieg bei einem Besuch seines Golfclubs in Virgina ereilt. Er machte sofort deutlich, dass er sich in die Niederlage nicht fügen will. Er erklärte: "Die einfache Tatsache ist, dass diese Wahl noch lange nicht vorbei ist."

  • Lesen Sie hier den Artikel "Trump will Bidens Sieg nicht anerkennen"

20.45 Uhr: Jill Biden verspricht: Joe wird "Präsident aller Familien" sein

Die Frau von Joe Biden hat den Amerikanern versprochen, dass ihr Mann sich für alle Familien im Land einsetzen werde. Jill Biden veröffentlichte ein Foto auf Twitter, das sie und ihren Mann in einem Wohnzimmer zeigt. Biden trägt eine Schirmmütze mit der Aufschrift "We just did" (etwa: Wir haben es geschafft.).

Die beiden halten ein Schild in die Kamera, auf dem geschrieben steht: "Dr. & Vize-Präsident Biden leben hier." Das nun überflüssige Wort "Vize" verdeckt die 69-jährige Jill Biden mit ihrer Hand.

  • Zum Artikel: "We did it, Joe!" - künftige Vizepräsidentin Harris ruft Biden an

20.39 Uhr: US-Senator Romney gratuliert Biden

Der republikanische US-Senator Mitt Romney hat dem Demokraten Joe Biden zum Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl gratuliert - und ist damit der erste Parlamentarier aus dem politischen Lager von Amtsinhaber Donald Trump, der Bidens Wahlsieg anerkennt.

"Ann und ich gratulieren dem gewählten Präsidenten Joe Biden und der gewählten Vize-Präsidentin Kamala Harris", schrieb Romney - auch im Namen seiner Frau - bei Twitter. "Wir haben beide als Menschen mit gutem Willen und bewundernswertem Charakter kennengelernt", so Romney.

20.25 Uhr: Glückwünsche aus Österreich

Österreichs politische Spitze freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem gewählten US-Präsidenten Joe Biden. "Große Aufgaben unserer Zeit, wie die Bekämpfung der Klimakrise oder der Corona-Pandemie können wir als internationale Staatengemeinschaft nur gemeinsam lösen", teilte Bundespräsident Alexander Van der Bellen auf Twitter mit. Er freue sich, die USA wieder im Pariser Klimaabkommen begrüßen zu können. "Europa steht bereit." 

Auch Bundeskanzler Sebastian Kurz gratulierte Biden. "Europa und die USA verbindet ein Wertesystem, für das wir gemeinsam einstehen", so Kurz auf Twitter.

19.51 Uhr: Hillary Clinton spricht von einer "Absage an Trump"

Die frühere US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton sieht den Sieg von Joe Biden als Absage an den Amtsinhaber Donald Trump. "Die Wähler haben gesprochen, und sie haben Joe Biden und Kamala Harris zu unserem nächsten Präsidenten und Vizepräsidenten gewählt", schrieb die Demokratin auf Twitter. Es sei ein Kandidatenpaar, das Geschichte schreibe, "eine Absage an Trump" und ein neues Kapitel für Amerika.

Die Frau des früheren US-Präsidenten Bill Clinton unterlag bei der Präsidentenwahl 2016 dem Republikaner Trump.

Bill Clinton und Jimmy Carter gratulieren

Bill Clinton hat die Wahlentscheidung als einen Sieg der Demokratie bezeichnet. "Amerika hat gesprochen und die Demokratie hat gewonnen", schrieb der Demokrat am Samstag auf Twitter. Biden und Harris würden dem Land dienen und die Menschen zusammenbringen, schrieb er weiter. Clinton war von 1993 bis 2001 US-Präsident.

Gratulationen auch vom früheren US-Präsidenten Jimmy Carter. Er freue sich darauf, "die positiven Veränderungen zu sehen, die sie unserem Land bringen werden", erklärte der Demokrat am Samstag in einer bei Twitter veröffentlichten Stellungnahme. Der 96-jährige war von 1977 bis 1981 US-Präsident.

19.47 Uhr: Bundespräsident Steinmeier hofft auf mehr Verlässlichkeit nach Bidens Sieg

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in einem Gratulationsschreiben an den gewählten US-Präsidenten Joe Biden seine Hoffnung auf mehr Verlässlichkeit und Vernunft in der Zusammenarbeit mit den USA zum Ausdruck gebracht.

"Mit Ihrer Präsidentschaft verbinden sich die Hoffnungen unzähliger Menschen, weit über die Grenzen Ihres Landes hinaus, auch in Deutschland. Es ist die Hoffnung auf eine neue Gemeinsamkeit. Es ist die Hoffnung auf Verlässlichkeit, Vernunft und die beharrliche Arbeit an Lösungen in einer unruhigen Welt", heißt es in dem Schreiben.

19.37 Uhr: Obama freut sich mit Biden und Harris

"Herzlichen Glückwunsch an meine Freunde, Joe Biden und Kamala Harris", schreibt der ehemalige US-Präsident Barack Obama bei Twitter. "Ich könnte nicht stolzer sein", so Obama.

Biden habe, "was es braucht, Präsident zu sein, und verhält sich schon so", fügte Obama hinzu. Wenn Biden ins Weiße Haus einziehe, sehe er sich einer Reihe außerordentlicher Herausforderungen gegenüber, wie sie noch keinen neugewählten Präsidenten erwartet hätten.

Mit Blick auf die Spaltung der Nation, die bei der Wahl zutage trat, erklärte Obama, er wisse, dass Biden als Präsident das Wohl aller Amerikaner im Herzen trage - egal, ob er von ihnen gewählt wurde oder nicht. "Ich ermuntere jeden Amerikaner, ihm eine Chance zu geben und ihn zu unterstützen."

19.35 Uhr: Gratulationen auch von Macron und Johnson

Nach dem Wahlsieg von Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl in den USA haben die Regierungen in Frankreich und Großbritannien eine enge Zusammenarbeit angeboten.

Der französische Präsident Emmanuel Macron gratulierte Biden und seiner künftigen Vize-Präsidentin Kamala Harris und schrieb bei Twitter: "Wir haben viel zu tun, um die Herausforderungen von heute in Angriff zu nehmen."

Auch der britische Regierungschef Boris Johnson, der zu Trump ein eher gutes Verhältnis hatte, gratulierte Biden zu seiner Wahl und der ersten US-Vize-Präsidentin Harris zu "ihrem historischen Erfolg". Die USA seien der "wichtigste Verbündete" Großbritanniens.

19.20 Uhr: Biden gewinnt auch in Nevada

Der Demokrat Joe Biden hat nach Zählung der Nachrichtenagentur AP auch in Nevada gewonnen. Er gewann dort mit 49,9 Prozent vor Trump mit 47,9 Prozent.

In weiteren Bundesstaaten wie Georgia oder Arizona geht die Auszählung der Stimmen weiter.

19.13 Uhr: Ende eines "bizarren Schauspiels" - Bayerns Ministerpräsident Söder erleichtert nach Bidens Sieg

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich nach dem Wahlsieg von Joe Biden in den USA erleichtert gezeigt und dem Demokraten gratuliert. "Yes he can!", schrieb der CSU-Chef bei Twitter. Sein Vertrauen in die amerikanische Demokratie sei nun wieder gestärkt: "Jetzt sollte das bizarre Schauspiel der letzten Tage ein Ende finden."

  • Hier lesen Sie den Artikel "Bayerns Ministerpräsident Söder gratuliert Biden: "Yes he can!""

19.09 Uhr: Kanzlerin Merkel gratuliert Biden

Bundeskanzlerin Angela Merkel gratuliert Biden und betont die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen.

"Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Präsident Biden", twittert Regierungssprecher Steffen Seibert als Merkels Reaktion. "Unsere transatlantische Freundschaft ist unersetzlich, wenn wir die großen Herausforderungen dieser Zeit bewältigen wollen."

19.04 Uhr: Jubelnde Biden-Anhänger auf Amerikas Straßen

Kurz nachdem mehrere US-Medien den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden zum Sieger der Wahl in den USA erklärt haben, ist in vielen Großstädten großer Jubel ausgebrochen.

Auf den Straßen New Yorks klatschten, schrien und jubelten die Menschen. Hunderte strömten Samstagmittag (Ortszeit) zum Times Square und feierten - oder zum Weißen Haus in Washington. Auch in Pennsylvania tanzten und sangen Bidens Anhängerinnen und Anhänger ausgelassen.

18.59 Uhr: Biden will Rede an die Nation halten

"President-elect" Joe Biden will sich einem Mitarbeiter zufolge nach 20.00 Uhr (Ortszeit US-Ostküste; 02.00 Uhr MEZ in Deutschland) mit einer Rede in Wilmington, Delaware an die Nation wenden.

Unmittelbar nach seinem Sieg hat Biden seine Landsleute aufgerufen, die Grabenkämpfe zu überwinden und gemeinsam die anstehenden Aufgaben anzugehen.

"Ich fühle mich geehrt und demütig angesichts des Vertrauens, welches das amerikanische Volk in mich und die gewählte Vize-Präsidentin Harris gesetzt hat. Trotz nie dagewesener Hindernisse hat eine Rekordzahl an Amerikanern gewählt. Dies hat einmal mehr bewiesen, dass die Demokratie tief im Herzen Amerikas schlägt." Joe Biden

18.26 Uhr: Bidens Vize Harris: "Es geht um die Seele Amerika"

ie gewählte US-Vizepräsidentin Kamala Harris hat den Amerikanern versprochen, sich mit Joe Biden in den Dienst des Landes stellen zu wollen. "Bei dieser Wahl geht es um so viel mehr als um Joe Biden und mich. Es geht um die Seele Amerikas und unsere Bereitschaft, dafür zu kämpfen", schrieb Harris am Samstag auf Twitter, nachdem die Nachrichtenagentur AP und mehrere US-Sender Joe Bidens Sieg über den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump ausgerufen hatten.

"Wir haben eine Menge Arbeit vor uns. Lasst uns anfangen." Noch nie zuvor war eine Schwarze und Frau in den USA im Amt des Vizepräsidenten.

18.24 Uhr: Kanadas Premierminister Trudeau gratuliert Joe Biden zum Wahlsieg

Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat Joe Biden und Kamala Harris zum Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl gratuliert. "Glückwunsch", schrieb Trudeau am Samstag per Kurznachrichtendienst Twitter an die beiden gerichtet. "Unsere beiden Länder sind enge Freunde, Partner und Verbündete. Wir teilen eine Beziehung, die einzigartig auf der Weltbühne ist. Ich freue mich wirklich sehr darauf, mit euch beiden zusammenzuarbeiten und darauf aufzubauen."

Die Beziehung zwischen Kanadas liberalem Premierminister Trudeau und dem Republikaner Trump galt stets als angespannt.

18.14 Uhr: Auch Trump-freundlicher Sender Fox erklärt Biden zum Wahlsieger

Neben anderen US-Medien hat auch der Trump-freundliche TV-Sender Fox Joe Biden zum Sieger der US-Präsidentenwahl erklärt. "Joe Biden gewählter 46. Präsident", titelte der Sender am Samstag auf einem Banner. Fox gilt als "Haus und Hof"-Kanal von Präsident Donald Trump. Dieser nennt einige der Moderatoren seine "Freunde".

18.08 Uhr: Maas freut sich auf Zusammenarbeit mit neuer US-Regierung

Nach dem Sieg von Joe Biden bei der US-Präsidentenwahl hat Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) für einen Neustart der schwer angeschlagenen Beziehungen zu den USA geworben. "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der nächsten US-Regierung", schrieb er am Samstag auf Twitter. "Wir wollen in unsere Zusammenarbeit investieren, für einen transatlantischen Neuanfang, einen New Deal."

Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) äußerte sich ähnlich: "Jetzt gibt es die Chance, ein neues und spannendes Kapitel in den transatlantischen Beziehungen aufzuschlagen. Die USA bleiben der wichtigste und engste Partner Europas. Es gibt viel zu tun. Auf gute Zusammenarbeit!"

17.58 Uhr: Biden: "Werde Präsident aller Amerikaner sein"

Nachdem zahlreiche US-Medien übereinstimmend Joe Biden als 46. Präsidenten der USA ausgerufen hatten, äußerte sich der Demokrat auf Twitter. Biden erklärte dort, er sei geehrt. "Vor uns liegt harte Arbeit", schreibt er weiter. "Aber ich verspreche Ihnen Folgendes: Ich werde ein Präsident für alle Amerikaner sein."

  • "Biden holt Pennsylvania und gewinnt US-Wahl", lesen Sie hier den Artikel

17.53 Uhr: Trump will Niederlage nicht eingestehen

US-Präsident Donald Trump will seine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl nicht eingestehen. Kurz nach Bekanntgabe des Wahlsiegs von Joe Biden durch die Nachrichtenagentur AP und andere US-Medien kündigte Trump an, rechtlich dagegen vorzugehen. Sein Wahlkampfteam wolle sicherstellen, dass die Wahlgesetze eingehalten wurden und der rechtmäßige Sieger ins Weiße Haus einzieht, hieß es in einer Mitteilung Trumps. Trump hatte mehrfach gesagt, dass es bei der Wahl und der Auszählung zu Betrug gekommen sei. Beweise dafür blieb er schuldig.

17.30 Uhr: CNN: Biden holt sich Stimmsieg in Pennsylvania

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat bei der US-Wahl nach übereinstimmenden Prognosen von Medien im Schlüsselstaat Pennsylvania gesiegt. Das ging am Samstag aus übereinstimmenden Vorhersagen der Nachrichtenagentur AP und des TV-Senders CNN hervor. Mehrere US-Medien riefen daraufhin den Demokraten als neuen Präsidenten aus.

17.02 Uhr: Trump erklärt sich auf Twitter zum Sieger

US-Präsident Donald Trump sieht sich ungeachtet des wachsenden Vorsprungs seines Herausforderers Joe Biden weiterhin als klarer Wahlsieger. "Ich habe diese Wahl gewonnen, und zwar mit großem Vorsprung", schrieb Trump am Samstag in Großbuchstaben auf Twitter. Twitter versah die Botschaft umgehend mit einem Warnhinweis. Darin wird darauf verwiesen, dass zum Zeitpunkt der Nachricht womöglich noch kein Sieger ausgerufen worden sei.

Tatsächlich stand ein Gewinner auch vier Tage nach der Wahl noch nicht fest. Biden liegt aber deutlich vorn. Trump führt das auf "massiven Betrug" zurück, hat für seine Vorwürfe aber keinerlei Beweise vorgelegt.

16.22 Uhr: Kräfteverhältnis im US-Senat wird erst im Januar entschieden

Die Entscheidung über die genauen Mehrheitsverhältnisse im US-Senat und damit möglicherweise auch darüber, wer die Kongresskammer kontrolliert, wird erst in zwei Monaten fallen. In den Wahlen um beide Senatssitze aus dem Staat Georgia ist eine Stichwahl am 5. Januar nötig, wie nach einer langen Auszählung in der Nacht zum Samstag klar wurde. Bei einem Stand von 48 zu 48 Sitzen für jede der beiden Parteien gab es auch in zwei weiteren Senatsrennen noch keinen Sieger, in North Carolina und Alaska.

16.15 Uhr: OSZE-Wahlbeobachter wegen Entwicklung bei US-Präsidentschaftswahl besorgt

Der deutsche Chef der internationalen OSZE-Wahlbeobachtermission für die US-Präsidentenwahl, Michael Link, sieht die Entwicklung mit "allergrößter Sorge". Es beginne nun eine kritische Phase, in der das Ergebnis bekanntgegeben werde, sagt Link in einem Interview mit der Funke Mediengruppe. "Der amerikanische Präsident hat eine große Verantwortung dafür, ob es in den Vereinigten Staaten ruhig bleibt. Ich weiß nicht, ob ihm das klar ist", sagt der FDP-Bundestagsabgeordnete mit Blick auf das Verhalten von Amtsinhaber Donald Trump. Er könne nur hoffen, dass Trump Berater habe, "die ihm deutlich sagen, wenn er verloren hat".

15.50 Uhr: Trump kündigt Pressekonferenz seiner Anwälte an

Trump kündigt für 17.30 Uhr MEZ in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania eine Pressekonferenz seiner Anwälte an. "Große Pressekonferenz heute in Philadelphia", schreibt er auf Twitter.

15.25 Uhr: Twitter kennzeichnet erneut Tweets von Trump mit Warnhinweis

Erneut hat der Nachrichtendienst Twitter mehrere Tweets des US-Präsidenten Trump mit Warnhinweisen versehen. Seit mehreren Tagen prangert Trump dort Unregelmäßigkeiten bei den Stimmauszählungen an, spricht sogar von Wahlbetrug. So schrieb der Amtsinhaber in seinem aktuellsten Post, dass tausende Wahlstimmen am Donnerstag illegal eingegangen sind. Twitter markierte das als "umstritten" und "möglicherweise irreführend". Auch CNN berichtete davon.

14.40 Uhr: Bundesfinanzminister Scholz sieht mit Biden Rückkehr zum Multilateralismus

Bundesfinazminister und SPD_Kandidat Olaf Scholz würde eine Präsidentschaft von Demokrat Joe Biden begrüßen. Wie er in einem Interview mit der "Financial Times" erklärte, gebe es mit Biden eine gute Möglichkeit, zum Multilateralismus zurückzukehren. "Wir haben so viele Herausforderungen vor uns, aber wir können damit sehr viel erfolgreicher umgehen mit einem Präsidenten Biden", sagte Scholz der Zeitung.

14.25 Uhr: Republikanischer Senator Romney kritisiert US-Präsident Trump

Nur wenige Mitglieder der republikanischen Partei stellten sich bislang gegen die bisher unbegründeten Anschuldigungen des Präsidenten. Darunter auch Senator Mitt Romney aus Utah, so die Nachrichtenagentur AFP. Demnach habe der ehemalige Präsidentschaftsbewerber erklärt, Trumps Vorwürfe schadeten "der Sache der Freiheit hier und in der ganzen Welt." Der Amtsinhaber entfache "rücksichtslos zerstörerische und gefährliche Leidenschaften".

11.21 Uhr: Iran hofft bei Biden-Wahlsieg auf Rückkehr der USA zum Atomdeal

Der Iran hofft, dass die USA im Fall eines Wahlsiegs des Demokraten Joe Biden zum Wiener Atomabkommen zurückkehren und die geltenden Sanktionen aufheben. Wie Präsident Hassan Ruhani am Samstag erklärte, hoffe man, dass bei einer neuen Regierung in den USA "diese zu ihren internationalen Verpflichtungen zurückkehren." Die Sanktionen der vergangenen drei Jahre sollten dann umgehend aufgehoben werden, so der Präsident im iranischen Staatsfernsehen. Die iranischen Medien verfolgen daher seit Dienstag die US-Wahl und berichten im Minutentakt. Beobachtern zufolge war die Berichterstattung über eine US-Wahl im Iran noch nie so intensiv wie diesmal.

09.45 Uhr: Bidens Vorsprung in Georgia wächst leicht

Im wichtigen Bundesstaat Georgia ist der Vorsprung von Joe Biden im Rennen um das Weiße Haus noch ein Stück größer geworden. Zum Stand 10.45 Uhr MEZ am Samstag lag der Demokrat um 7.248 Stimmen vor Amtsinhaber Donald Trump, wie der TV-Sender CNN unter Berufung auf Zahlen der Wahlbehörde berichtete. Es war ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zu den 4.430 Stimmen Vorsprung wenige Stunden zuvor. Angesichts des engen Rennens ist in Georgia eine Neuauszählung sehr wahrscheinlich.

08:05 Biden bereitet sich auf das Weiße Haus vor

US-Demokrat Joe Biden rechnet offenbar damit, der nächste Präsident der Vereinigten Staaten zu werden. Er und seine Vizekandidatin Kamala Harris hätten diese Woche Sitzungen zum Kampf gegen die Corona-Pandemie und deren Negativfolgen für die Wirtschaft abgehalten, sagte er in Wilmington in Delaware. Seine Zuversicht gründe sich auf Zahlen, die ihnen eine klare und überzeugende Geschichte erzählten. Biden kann seinen Vorsprung in Pennsylvania, Nevada und Georgia stetig ausbauen. Der Demokrat hat nach Zählung der Nachrichtenagentur AP aktuell 264 Stimmen in dem Gremium, das letztlich den Präsidenten wählt. Er braucht mindestens 270 Stimmen. Amtsinhaber Donald Trump hat 214. Trump gibt sich kämpferisch. Biden solle sich hüten, den Sieg für sich zu beanspruchen, schrieb der US-Präsident auf Twitter. Das könne er selbst nämlich genausogut.

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Drei Tage nach der US-Präsidentschaftswahl zeigt sich der Kandidaten der Demokraten zuversichtlich, auf dem Weg zum Sieg zu sein. Er vermied es jedoch, sich schon zum Sieger zu erklären.

06.10 Uhr: Biden gibt sich siegessicher

Biden zeigte bei seinem Auftritt in der Nacht zum Samstag wenig Zweifel an seinem Sieg. "Wir werden dieses Rennen mit einer klaren Mehrheit und der Nation hinter uns gewinnen", sagte er in seinem Wohnort Wilmington.

Das zeigen auch die aktuellen Zahlen aus den Bundesstaaten Pennsylvania, Georgia, Arizona und Nevada. Dort liegt er in Führung. Zugleich betonte Biden, dass er sich noch nicht zum Sieger erklären werde. Amtsinhaber Donald Trump hatte bereits den Sieg für sich reklamiert und ohne Beleg behauptet, dass die Demokraten versuchten, ihm die Präsidentschaft durch Betrug zu stehlen.

Vor seinem wahrscheinlichen Sieg bei der Wahl in den USA hat der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden die Amerikaner zur Einheit aufgerufen. "Wir mögen Gegner sein, aber wir sind keine Feinde", betonte Biden, während noch die letzten Stimmen nach der Präsidentenwahl ausgezählt wurden. Es sei an der Zeit, den Zorn abzulegen und gemeinsam als eine Nation zu heilen. Biden liegt in wichtigen Bundesstaaten vorn und ist damit auf dem Weg zum Sieg.

05.45 Uhr: Trumps Stabschef mit Corona infiziert

Der Stabschef des Weißen Hauses, Mark Meadows, hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Zwei ranghohe Regierungsvertreter bestätigten am Freitag, dass Meadows positiv getestet worden sei. Der Stabschef war im Wahlkampfendspurt mit Präsident Donald Trump im Land unterwegs gewesen.

Öffentlich wurde Meadows zuletzt in der Nacht zum Mittwoch ohne Maske gesehen, als Trump fälschlicherweise den Wahlsieg für sich beanspruchte, obwohl die Stimmenauszählung noch läuft. Als der Präsident selbst vor mehr als einem Monat an Covid-19 erkrankte, gehörte Meadows zu den engsten Vertrauten seiner Entourage. Doch wurde der Stabschef täglich getestet und behielt sein Arbeitspensum bei.

4.54 Uhr: Biden kündigt Maßnahmen gegen Corona an

Biden hielt eine erste Ansprache nach der Wahl. Er kündigt dabei an, ab seinem ersten Amtstag einen Plan zur Kontrolle der Coronavirus-Epidemie umsetzen zu wollen. "Wir können in den kommenden Monaten viele Leben retten", sagt er. Nach seiner Darstellung verlangsamt sich die wirtschaftliche Erholung in den USA. Jeder solle wissen, "dass wir ab Tag eins unseren Plan umsetzen werden, dieses Virus unter Kontrolle zu bringen", sagte Biden am späten Freitagabend in seiner Heimatstadt Wilmington im Bundesstaat Delaware.

Samstag 07.11. 2020

23.46 Uhr: Wahl-Aufsichtsbehörde weist Fälschungsvorwürfe zurück

Die für die Sicherheit der US-Wahl zuständige Behörde hat Fälschungsvorwürfe zurückgewiesen. Dass diese Vorwürfe in weiten Teilen von US-Präsident Donald Trump kommen, ließ sie dabei unerwähnt. Die lokalen Wahlbüros verfügten über Aufklärungsmöglichkeiten, die es "extrem schwierig" machten, Wahlbetrug mit gefälschten Stimmzetteln zu begehen, erklärte die Behörde für Cybersicherheit und Infrastruktur-Sicherheit (Cisa) in einer Mitteilung.

Cisa arbeitete bisher weitgehend im Hintergrund, ist daher vielen im Land kaum ein Begriff, obwohl ihr bei der Wahl eine Schlüsselrolle zukommt. Ziel der 2018 als Teil des Heimatschutzministeriums geschaffenen Behörde ist es, Cyberattacken wie Hacking und andere mögliche Bedrohungen abzuwenden, während Abstimmungen und Auszählungen von einem Kontrollraum im Hauptquartier der Behörde nahe Washington beobachtet werden.

23.14 Uhr: Biden baut Vorsprung in Georgia aus

In Georgia baut Trump-Herausforderer Joe Biden laut CNN und New York Times seinen Vorsprung auf 4.267 Stimmen aus. Er liegt demnach bei 49,4 Prozent und Trump bei 49,3 Prozent. Biden hatte am Vormittag (MEZ) Amtsinhaber Trump überholt.

22.28 Uhr: Republikaner stellen beim Supreme Court Eilantrag auf separate Aufbewahrung der Briefwahlstimmen

Die erst nach dem Wahltag eingegangenen Briefwahlstimmen sollen separat aufbewahrt werden. Das wollen die Republikaner in Pennsylvania mit einem Eilantrag beim Supreme Court erreichen. In dem umkämpften Bundesstaat hat der Demokrat Joe Biden erst vor wenigen Stunden Amtsinhaber Donald Trump überholt.

Dieser Antrag ist Teil einer juristischen Strategie der Republikaner - mit dem Ziel, die Auszählung der nach dem Wahltag eingetroffenen Briefwahlstimmen zu verhindern. In Pennsylvania werden Briefwahlstimmen noch bis heute angenommen. Vor der Wahl hatte der Supreme Court es abgelehnt, diese Regelung zu kippen.

22.03 Uhr: Republikaner wollen 60 Millionen Dollar für Klagen bereitstellen

Insidern zufolge will das Nationale Komitee der Republikaner mindestens 60 Millionen Dollar für Klagen von Trump gegen die Wahlergebnisse aufbringen. Das meldete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei mit dem Vorgang vertrauten Personen.

21.13 Uhr: Georgia versucht Wähler mit fehlerhaften Stimmzetteln ausfindig zu machen

In Georgia gibt es die Möglichkeit, aus formalen Gründen abgelehnte Wahlzettel nachträglich zu korrigieren. Somit könnten die Wählerinnen und Wähler auch jetzt noch aktiv in den Wahlprozess eingreifen. Republikaner und Demokraten versuchen noch, alle Wähler mit fehlerhaften Stimmzetteln ausfindig zu machen.

In Georgia ist die Abstimmung besonders eng: Mit jeweils 49,4 Prozent der Stimmen liegen die Konkurrenten Trump und Biden hier annähernd gleichauf. Joe Biden hat jedoch mit aktuell rund 1.600 Stimmen einen knappen Vorsprung.

20.33 Uhr: Trump will weiterkämpfen

Donald Trump zeigt sich trotz schwindender Siegeschancen kämpferisch. Er kündigte an, weiter juristisch vorzugehen, "um zu garantieren, dass das amerikanische Volk Vertrauen in unsere Regierung hat", erklärt er in einer Mitteilung aus dem Weißen Haus. "Ich werde niemals aufgeben, für euch und unsere Nation zu kämpfen."

Erneut erhob Trump den Vorwurf, es würden "illegale Stimmen" gezählt. Er habe von Anfang an gesagt, dass nur "legale Stimmen" für das Ergebnis berücksichtigt werden dürften. "Aber wir sind bei diesem grundlegenden Prinzip auf Widerstand von Seiten der Demokraten gestoßen", erklärte Trump weiter in der Mitteilung.

19.47 Uhr: Biden kündigt Statement an

Joe Biden will sich in der "Prime Time", also am Abend mit einer Ansprache an die Nation wenden. Wo der 77-Jährige die Rede halten und wie er sich äußern wolle, gab Bidens Team nicht bekannt. Biden hat in seinen bisherigen Statements zu Geduld angesichts der laufenden Auszählung aufgerufen.

19.31 Uhr: Auszählung in Philadelphia könnte noch Tage dauern

Die Wahlleitung in Philadelphia erklärt, dass die endgültige Auszählung im umkämpften Bundesstaat Pennsylvania noch Tage dauern könnte. 96 Prozent der Stimmen seien bisher ausgezählt, 40.000 Stimmen seien jedoch noch ungezählt. Viele davon müssen geprüft werden, weil es "provisional ballots" seien. Dies sind Stimmen, die unter Vorbehalt am Wahltag abgegeben wurden. Ein häufiges Beispiel sind Umzüge von Wählerinnen und Wählern, die noch nicht im Wählerverzeichnis vermerkt wurden, oder ein Briefwahlantrag einer Wählerin, der aber angeblich nicht zugestellt wurde. Dies muss dann geprüft werden, bevor die Stimme gewertet - oder eben nicht gewertet - wird. Philadelphia gilt als Demokraten-Hochburg. Doch auch hier liefern sich Biden mit 49,5 Prozent und Trump mit 49,3 Prozent ein Kopf an Kopf Rennen.

18.41 Uhr: Bidens Wahlkampfteam erwägt Donald Trump notfalls aus dem Weißen Haus zu "eskortieren"

Für den Fall, dass Amtsinhaber Donald Trump einen Sieg Bidens nicht eingestehen könnte, hat das Wahlkampfteam von Joe Biden die erzwungene Entfernung von Amtsinhaber Donald Trump aus dem Weißen Haus ins Spiel gebracht. "Die Regierung der Vereinigten Staaten ist durchaus in der Lage, Eindringlinge aus dem Weißen Haus zu eskortieren", sagte Sprecher Andrew Bates Medienberichten zufolge.

18.16 Uhr: Ergebnis in Georgia wohl erst am Wochenende

In Georgia rechnet man damit, dass das Ergebnis erst am Wochenende vorgelegt werden kann, obwohl hier schon mehr als 99 Prozent der Stimmen ausgezählt wurden. Schuld daran seien die hohen Anforderungen an die Prüfung der Wahlzettel und der Auszählung, sagte der Vertreter der Wahlbehörde, Gabriel Sterling. Trump und Biden liegen in Georgia nahezu gleichauf (jeweils 49,4 Prozent). Biden führt seit dem Vormittag (MEZ), derzeit mit 1.584 Stimmen. Rund 4.000 Stimmen müssen noch ausgezählt werden.

18.03 Uhr: Twitter löscht Konto von Ex-Trump-Berater Bannon

Der Kurzbotschaftendienst Twitter hat das Konto des ehemaligen Trump-Chefstrategen, Steve Bannon, Gewaltaufrufen gelöscht. Der 66-Jährige hatte öffentlich zur Hinrichtung des US-Virologen Anthony Fauci sowie des FBI-Direktors Christopher Wray aufgerufen. Auch Youtube entfernte ein Video von Bannon mit Gewaltaufrufen gegen die Staatsbediensteten.

16.58 Uhr: Wählerstimmen in US-Bundesstaat Georgia werden neu ausgezählt

Im US-Bundesstaat Georgia werden die Stimmen nach der Präsidentschaftswahl wegen des extrem knappen Ausgangs neu ausgezählt. "Mit so einer geringen Differenz wird es in Georgia eine Neuauszählung geben", sagte Wahlleiter Brad Raffensperger am Freitag in Georgias Hauptstadt Atlanta. Zuletzt hatte Präsidentschaftskandidat Joe Biden in dem konservativen Südstaat mit hauchdünner Mehrheit vor Amtsinhaber Donald Trump gelegen.

16.16 Uhr: Republikaner kritisieren Trump: Keine Belege für Wahlbetrug

Gegen die Wahlfälschungs-Behauptungen von US-Präsident Donald Trump regt sich vermehrt Widerstand in der eigenen Partei. Es gebe schlicht keine ihm bekannten Belege für Korruption oder Betrug im Zusammenhang mit der Wahl, sagte der republikanische Senator Pat Toomey aus dem entscheidenden US-Staat Pennsylvania, in dem Herausforderer Joe Biden am Freitagmorgen (Ortszeit) bei der Stimmauszählung die Führung übernommen hatte.

Die Worte des Präsidenten nannte Toomey gegenüber dem Rundfunksender CBS "sehr verstörend". Die Sender ABC, CBS und NBC hatten am Donnerstagabend die Übertragung einer Pressekonferenz von Trump im Weißen Haus vorzeitig abgebrochen, nachdem dieser zum wiederholten Mal - ohne Beweise zu liefern - von Manipulationen bei der Wahl und der Auszählung gesprochen hatte.

Er habe Trump gewählt, erklärte Toomey. Er habe den Präsidenten unterstützt. "Ich möchte, dass der nächste Präsident die Person ist, die rechtmäßig das Electoral College gewinnt und ich werde akzeptieren, wer auch immer es sein wird", erklärte er.

Weitere Republikaner kritisierten Trump in ähnlicher Weise. Der Gouverneur des Staats Maryland, Larry Hogan, erklärte, es gebe keine Rechtfertigung für die Kommentare Trumps in der Pressekonferenz am Donnerstag, die den demokratischen Prozess untergrüben.

15.59 Uhr: Deutsche US-Wahlbeobachterin: Keine Anzeichen für Unregelmäßigkeiten

Die Bundestagsabgeordnete Katja Keul (Grüne) hat nach ihrem Einsatz als Wahlbeobachterin in den USA ein positives Fazit gezogen. Sie habe insgesamt einen "sehr ruhigen, friedlichen Wahlablauf" beobachten können. Das gelte auch für die Auszählung der Briefwahlstimmen. Es gebe keinerlei Anhaltspunkte für irgendwelche Unregelmäßigkeiten.

Keul war für die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zum zweiten Mal als Wahlbeobachterin in den USA im Einsatz. Sie nahm die Wahl im Bundesstaat Michigan unter die Lupe - keine Selbstverständlichkeit, denn nicht jeder US-Staat lässt die OSZE-Beobachter zu.

Sie habe ein extrem gespaltenes Land erlebt, was sich auch an der hohen Wahlbeteiligung in diesem Jahr zeige.

15.25 Uhr: Edison Research - Biden gewinnt Wisconsin

Der Datendienstleister Edison Research erklärt Biden zum Sieger im Bundesstaat Wisconson mit zehn Wahlleuten. Dies gelte, obwohl in Wisconson eine Neuauszählung möglich sei. Bidens Vorsprung sei aber so groß, dass eine Neuauszählung nichts ändern würde.

Alle großen TV-Sender hatten Wisconsin aber bereits am Mittwoch Biden zugesprochen und die zehn Wahlleute in ihre Berechnungen eingepreist.

15.20 Uhr: Auszählungen in Nevada und Arizona weiter sehr langsam

Bei der Präsidentenwahl in den USA kommt die Auszählung der Stimmen in den Bundesstaaten Nevada und Arizona weiter nur langsam voran. Joe Biden lag zuletzt in beiden Rennen knapp vor Amtsinhaber Donald Trump, doch die Stimmen gingen am Freitag nur in kleinen Tranchen ein. Im Laufe des Tages wird mit neuen Ergebnissen gerechnet.

14.08 Uhr: Pennsylvania vor Veröffentlichung neuer Zahlen

Die Auszählung der Wahlstimmen im Schlüsselstaat Pennsylvania ist am Donnerstag und in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) zügig vorangekommen. Weitere Auswertungen aus verschiedenen Countys vor allem aus der Region Philadelphia werden in Kürze erwartet. Die städtischen Regionen gelten als Hochburgen der Demokratischen Partei von Herausforderer Joe Biden.

13.05 Uhr: Die Regelungen für Neuauszählungen

In einigen Staaten können aufgrund knapper Ausgänge Neuauszählungen beantragt werden. In Georgia kann eine Neuauszählung beantragt werden, sollte der Unterscheid am Ende weniger als 0,5 Prozentpunkte betragen. In Arizona muss automatisch neu ausgezählt werden bei einem Unterschied von weniger als 0,1 Prozentpunkten, in Pennsylvania bei 0,5 Prozentpunkten oder weniger. Auch in Nevada kann eine Neuauszählung bei einem "Tied Race" (nicht näher definiert, praktisch gleichauf) beantragt werden.

12.45 Uhr: Merkel schweigt weiter zur US-Präsidentschaftswahl

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich weiterhin nicht zur US-Präsidentschaftswahl äußern. Regierungssprecher Steffen Seibert verwies am Freitagmittag darauf, dass es weiterhin kein Endergebnis gebe und die Auszählung der Stimmen in mehreren Bundesstaaten noch laufe. Diese Auszählungen gelte es abzuwarten. "Und das tut die Bundeskanzlerin, das tut die Bundesregierung."

11.39 Uhr: Laschet hat Sorge über Amtsübergabe "in Würde"

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sich besorgt gezeigt, ob im Fall einer Wahlniederlage für US-Präsident Donald Trump eine geordnete "demokratische Übergabe" gelingt. Sollte dessen Herausforderer Joe Biden siegen, wäre eine Amtsübergabe "in Würde" wichtig, sagte der CDU-Politiker am Freitag dem Sender WDR 2.

10.26 Uhr: Trump schürt weiter Verschwörungsmythen

Während die Auszählungen in den USA weitergehen, haben Amtsinhaber Donald Trump und seine Unterstützer erneut Verschwörungsmythen angeheizt, wonach die Wahl manipuliert sei. Beweise für diese Behauptungen gibt es nicht. Verschiedene US-Fernsehsender unterbrachen ein Statement Trumps und verwiesen auf die Irreführung seiner Aussagen.

09.41 Uhr: Trump-Antrag auf Auszählungsstopp in Pennsylvania abgelehnt

Ein US-Bundesrichter hat den Antrag von Trumps Wahlkampfteam auf Stopp der Auszählung in Pennsylvania abgelehnt. Der Klage werde nicht stattgegeben, erklärt Richter Paul Diamond in einer kurzen Mitteilung. Trump wollte erzwingen, dass die Auszählung nur dann fortgesetzt werden kann, wenn Beobachter der Republikaner beiwohnen. Allerdings haben die Republikaner nach einem Gerichtsbeschluss bereits Zugang zu dem Wahlzentrum in Philadelphia. Trumps Team vertritt aber die Ansicht, dass die Arbeit der Beobachter behindert werde.

09.35 Uhr: Biden erhält mehr Schutz vom Secret Service

Laut einem Bericht der "Washington Post" entsendet der Secret Service zusätzliche Mitarbeiter zum Schutz des US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden in den Bundesstaat Delaware.

Biden werde sich mindestens noch einen weiteren Tag in der Stadt Wilmington aufhalten und möglicherweise bereits am Freitag eine große Rede halten, berichtete die "Washington Post" in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) unter Berufung auf zwei ungenannte Quellen.

08.55 Uhr: Mehr als 120.000 neue Corona-Fälle in den USA

Die USA haben am zweiten Tag in Folge eine Höchstzahl neuer Corona-Fälle verzeichnet. Am Donnerstag (Ortszeit) wurden 121.888 Neuinfektionen bekannt, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorging. Erst am Vortag war mit 102.831 Fällen erstmals die Marke von 100.000 neu registrierten Infektionen innerhalb eines Tages überschritten worden. Am Donnerstag kamen den Zahlen zufolge 1.210 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus hinzu.

Insgesamt haben sich in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 9,6 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Nahezu 235.000 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Auch wegen der Pandemie hatten sich so viele Menschen wie noch nie bei der Präsidentschaftswahl für die Briefwahl entschieden.

08.30 Uhr: Angriff auf Wahlzentrum in Philadelphia vereitelt

In Philadelphia hat es Polizeiangaben zufolge offenbar den Versuch gegeben, das Wahlzentrum zu stürmen. Die Polizei der größten Stadt im Bundesstaat Pennsylvania habe einen Tipp bekommen, wonach sich ein Fahrzeug mit bewaffneten Personen vom Staat Virginia aus auf den Weg gemacht habe, um das Convention Center anzugreifen, sagte ein Polizeivertreter. Eine Person sei festgenommen sowie das Fahrzeug und eine Waffe sichergestellt worden. Weitere Angaben wurden zunächst nicht gemacht. Die Nachrichtenagentur AFP spricht von zwei festgenommenen Personen.

08:15 Uhr: Auch junge Politiker erringen Ämter in den USA

Während die Welt gebannt auf das Duell zweier älterer Herren blickt (Biden ist 77, Trump 74), haben auch junge Menschen bei den US-Wahlen Abstimmungen für sich entschieden. Etwa der 25-Jährige Madison Cawthorn aus North Carolina. Der Republikaner ist nun der jüngste Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus. Dort trifft er unter anderen auf Alexandria Ocasio-Cortez aus New York, die mit 31 Jahren die Wiederwahl schaffte. Sie gilt als Hoffnungsträgerin der Demokraten.

Das und mehr erfahren Sie auch in einem aktuellen Beitrag auf dem TikTok-Kanal von BR24. Dort versuchen wir vor allem jungen Menschen aktuelle Ereignisse näher zu bringen. Wir freuen uns aber natürlich über Zuschauer jeden Alters.

06.52 Uhr: US-Post registriert in Pennsylvania weitere 1.700 Stimmen

Der US Postal Service teilt mit, am Donnerstag rund 1.700 Wahlzettel in Pennsylvania erhalten zu haben. Die meisten Stimmen gingen in Philadelphia ein, gefolgt von Pittsburgh. Die Wahlzettel würden nun den Wahlleitern zugeteilt. Die Frist für eingehende Wahlzettel, die in dem umkämpften Staat noch berücksichtigt werden, läuft am Freitagabend ab.

06.02 Uhr: Facebook entfernt Protest-Gruppe

Facebook hat eine große Gruppe verboten, deren Mitglieder nach der US-Wahl zu einem Auszählungsstopp aufgerufen haben. "In Übereinstimmung mit den außergewöhnlichen Maßnahmen, die wir in dieser Zeit erhöhter Spannung ergreifen, haben wir die Gruppe "Stop the Steal" entfernt, die Veranstaltungen in der realen Welt geschaffen hat", teilte Facebook mit. "Die Gruppe war um die Delegitimierung des Wahlprozesses herum organisiert und wir sahen besorgniserregende Aufrufe zu Gewalt von einigen Mitgliedern der Gruppe."

"Stop the Steal" ("Stoppt den Diebstahl") ist einer der Aufrufe von Präsident Donald Trump, der ohne Grundlage behauptet, die Demokraten würden ihm die Wahl "stehlen". Die Gruppe hatte mehr als 350.000 Mitglieder, bevor Facebook sie entfernte, es war jedoch nur eine von mehreren Gruppen.

05.52 Uhr: Weiter keine Entscheidung im Wahl-Krimi

Auch fast drei Tage nach der US-Präsidentschaftswahl steht noch kein Ergebnis fest. Bis Freitagmorgen (MEZ) konnten weder Amtsinhaber Donald Trump noch Herausforderer Joe Biden die nötigen 270 Stimmen von Wahlleuten auf sich vereinen. In den wichtigen Staaten Pennsylvania, Georgia, Nevada und North Carolina wurde noch gezählt.

In Georgia war es extrem knapp: Es mussten noch Zehntausende Stimmen gezählt werden, viele in Bezirken, in denen Biden voraussichtlich führte. Laut Daten der Nachrichtenagentur AP betrug Trumps Vorsprung zu Biden lediglich 1.775 Stimmen.

Auch in Pennsylvania waren Hunderttausende Stimmen noch nicht ausgezählt. Trumps Vorsprung schrumpfte dort bis zum späten Donnerstagabend (Ortszeit) laut AP auf etwas mehr als 24.000 Stimmen.

Auch in Arizona wurde noch gezählt. Die Nachrichtenagentur AP hatte den Staat bereits Biden zugeschlagen, einige andere US-Medien sahen den Staat noch als unentschieden. Das Trump-Lager ging noch von einem Sieg dort aus. Biden und Trump liegen dem Datenanbieter Edison Research zufolge inzwischen in Georgia (16 Wahlleute) faktisch gleichauf: Nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen kommen beide demnach auf 49,4 Prozent.

03.45 Uhr: Trump-Sohn ruft Vater zu "totalem Krieg" auf

Präsidentensohn Donald Trump Jr. hat seinen Vater aufgerufen, einen "totalen Krieg" rund um die Wahl zu eröffnen. Das Beste für Amerikas Zukunft wäre, wenn Trump in den Krieg zieht, um "all den Betrug und Schummeleien" offenzulegen, schrieb Trump Jr. bei Twitter. Dazu gehörten die Stimmen von Wählern, die tot seien oder nicht mehr im jeweiligen Bundesstaat lebten. "Es ist an der Zeit, dieses Schlamassel zu bereinigen und nicht mehr wie eine Bananenrepublik auszusehen."

Twitter verbarg die Kurzbotschaft hinter dem Warnhinweis, dass der Inhalt "umstritten und möglicherweise irreführend" sei. Bisher wurden keine nennenswerten Fälle von Wahlbetrug in den USA bekannt.

02.45 Uhr: Republikaner kritisieren Trump

Nach der Pressekonferenz im Weißen Haus haben mehrere Republikaner die Aussagen von US-Präsident Trump kritisiert. Der republikanische Gouverneur von Maryland, Larry Hogan, schrieb auf Twitter, es gebe keine Rechtfertigung für die Äußerungen des Präsidenten, die den demokratischen Prozess untergruben. "Amerika zählt die Stimmen und wir müssen die Ergebnisse respektieren, wie wir es immer getan haben. Keine Wahl oder Person ist wichtiger als unsere Demokratie."

In einem Interview mit dem Sender PBS warf Hogan Trump und dessen Lager außerdem vor, mit Warnungen vor der Briefwahl den Boden für das jetzige Vorgehen - das Anzweifeln der Ergebnisse - bereitet zu haben.

Der Kongressabgeordnete Adam Kinzinger forderte, für Betrugsvorwürfe Beweise vorzulegen und sie vor Gericht zu präsentieren. "Hören Sie auf, entlarvte Falschinformationen zu verbreiten... Das wird langsam verrückt", schrieb er an Trump gewandt auf Twitter.

Der Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, sagte, es sei grundsätzlich nicht ungewöhnlich, dass sich jemand zum Sieger einer Wahl ausrufe, wie Trump das - wenn auch vorschnell - getan hatte. Aber: "Zu behaupten, die Wahl gewonnen zu haben, ist etwas anderes, als die Auszählung zu beenden."

Auch Senatorin Lisa Murkowski aus Alaska mahnte, dass "alle geduldig sein" müssten, während Ergebnisse eintrudelten. Es sei wichtig, den Beamten der Wahlbehörden Zeit zu geben, ihre Arbeit zu machen. Es gelte, alle legal eingereichten Stimmen zuzulassen und zu zählen.

01.20 Uhr: Sorge um Sicherheit der Wahlhelfer wegen Drohungen

Wahlbehörden in einigen US-Staaten machen sich angesichts von Gewaltandrohungen und wütenden Protesten zunehmend Sorgen um ihr Personal. Joe Gloria, Vertreter der Wahlbehörde in Clark County im Staat Nevada, sagte, die Sicherheitsvorkehrungen rund um relevante Büros seien erhöht worden und Fahrzeuge, die zur Wahlbehörde kommen oder von dort wegfahren, würden registriert.

Die anhaltenden Betrugsvorwürfe seien eine massive Belastung, klagen Mitarbeiter in Wahlzentren. Die Justizministerin von Michigan, Dana Nessel, richtete via Twitter einen Appell an die Bevölkerung: Man solle aufhören, ihr Personal mit Anrufen zu belästigen und zu bedrohen, schrieb die Demokratin.

Gruppen von Trump-Anhängern haben sich vor Auszählzentren in Städten wie Phoenix, Detroit und Philadelphia versammelt und dabei die vom Amtsinhaber ausgegebene Parole "Stop the Count" skandiert.

01.04 Uhr: Trump wiederholt haltlose Betrugsvorwürfe

US-Präsident Trump hat abermals den Sieg bei der Präsidentschaftswahl für sich beansprucht und seine Vorwürfe eines Wahlbetrugs erneuert: Nach legalen Stimmen hätte er klar gewonnen, behauptete Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Zähle man jedoch auch die "unzulässigen" Stimmen, könnten die Demokraten die Wahl stehlen.

Vielerorts seien Beobachter bei der Auszählung nicht zugelassen - würde alles mit rechten Dingen zugehen, sei das doch anders, sagte Trump. Er kündigte "eine Menge Klagen" an: "Wir können nicht zulassen, dass eine Wahl auf diese Weise gestohlen wird.".

Den Wahlbeobachtern der OSZE zufolge gibt es keine Grundlage für die Betrugsvorwürfe des Präsidenten. Missions-Leiter Link sagte, man habe keinerlei Regelverstöße festgestellt. Mehrere US-Fernsehsender unterbrachen die Pressekonferenz - als erstes der Sender MSNBC, um nach eigenen Angaben die Falschaussagen des Präsidenten richtigzustellen.

Freitag, 06.11.2020

22.19 Uhr: Trumps Wahlkampfteam reicht neue Klage in Pennsylvania ein

Das Wahlkampfteam von Trump reicht eine weitere Klage ein. Es geht um die Möglichkeit, die Auszählung der Stimmen in Philadelphia zu beobachten. Die Stadt liegt in dem besonders umkämpften Bundesstaat Pennsylvania.

22.04 Uhr: Klage von Trump auch in Georgia abgewiesen

Richter in den US-Staaten Michigan und Georgia haben Klagen von Amtsinhaber Donald Trumps Wahlkampfteam abgewiesen. Mit ihren Entscheidungen unterliefen die Richter am Donnerstag eine juristische Strategie des Wahlkampfteams, die Integrität des Wahlprozesses in jenen Staaten anzuzweifeln, deren Wahlergebnis eine Niederlage Trumps im Präsidentschaftsrennen bedeuten könnte.

In Pennsylvania dagegen entschied ein Gericht, dass Wahlbeobachter der Republikaner näher an die Mitarbeiter herantreten dürfen, die die Briefwahlstimmen in der Großstadt Philadelphia bearbeiten. Bis Donnerstag wurden keine Vorfälle von Fehlverhalten bei der Stimmenauszählung gemeldet, trotz vieler öffentlicher Beschwerden Trumps.

22.00 Uhr: Das ist der aktuelle Stand

In einigen US-Staaten werden noch Stimmen ausgezählt, besonders Briefwahlstimmen, die erst am Wahltag eintrafen, sind vielerorts noch nicht berücksichtigt. Derzeit hat der Demokrat Joe Biden mit 253 Wahlleute-Stimmen die Nase vorn vor dem republikanischen Amtsinhaber Donald Trump (214). 270 Stimmen sind für die US-Präsidentschaft notwendig.

In Alaska (3 Wahlleute) ist ein Sieg Trumps zu erwarten. In anderen Staaten ist noch nicht absehbar, wer die Wahlleute-Stimmen auf sich vereinen kann.

Georgia (16 Wahlleute): Hier führt Trump (49,5 Prozent) vor Biden (49,2 Prozent). 98 Prozent der Stimmen sind ausgezählt. Trumps Vorsprung beträgt 13.000 Stimmen, allerdings fehlen noch Stimmen aus als mehrheitlich demokratisch geltenden Countys. Bislang fehlen noch 50.000 Stimmen.

Pennsylvania (20 Wahlleute): Hier führt Trump (50,1 Prozent) nach Auszählung von 92 Prozent der Stimmen vor Joe Biden (48,6 Prozent). Der Vorsprung schmilzt kontinuierlich, beträgt aber noch rund 100.000 Stimmen. Stimmen fehlen vor allem noch aus der Region um die Metropole Philadelphia, aus der sich die Demokraten satte Stimmgewinne erwarten.

North Carolina (15 Wahlleute): Hier führt Trump (50,0 Prozent) vor Biden (48,6 Prozent). 95 Prozent der Stimmen sind ausgezählt. Trump führt mit 77.000 Stimmen Vorsprung.

Arizona (11 Wahlleute): Hier führt Biden (50,5 Prozent) vor Trump (48,1 Prozent). 86 Prozent der Stimmen sind ausgezählt. Bidens Vorsprung schmolz zuletzt. Er führt aber noch mit 68.000 Stimmen. Der US-amerikanische TV-Sender Fox News und die Nachrichtenagentur AP sehen Biden bereits als Gewinner Arizonas, laut CNN ist das Rennen aber noch nicht entschieden. 450.000 Stimmen stehen nach CNN-Informationen noch aus. Die Behörden wollen um 01.00 Uhr MEZ (kommende Nacht) ein offizielles Update geben.

Nevada (6 Wahlleute): Biden (49,4 Prozent) führt hauchdünn vor Trump (48,5 Prozent). Bei 89 Prozent ausgezählter Stimmen hat Biden einen Vorsprung von 12.000 Wählerstimmen. Das Ergebnis könnte unter Umständen erst am Wochenende verkündet werden.

21.33 Uhr: Außenminister Maas: Trumps Verhalten widerspricht "demokratischer Kultur" der USA

Bundesaußenminister Heiko Maas hat US-Präsident Donald Trump erstmals offen für seine Bemühungen um einen Stopp der Stimmenauszählung nach der US-Wahl kritisiert. "Zu einem Zeitpunkt, als das Wahlergebnis noch schöner war für Herrn Trump, dann zu fordern, dass die Auszählung beendet wird, entspricht nicht ganz der demokratischen Kultur, die wir von den Vereinigten Staaten kennen", sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in der ARD. Er rief alle Beteiligten dazu auf, das Wahlergebnis anzuerkennen.

In der Wahlnacht hatte sich US-Präsident Trump im Weißen Haus während der laufenden Auszählung der Stimmen zum Sieger erklärt und angekündigt, die Auszählung durch das Oberste Gericht stoppen lassen zu wollen. Inzwischen hat er in mehreren Staaten rechtliche Schritte eingeleitet.

Die Bundesregierung als Ganzes hat sich dazu noch nicht positioniert. Regierungssprecher Steffen Seibert hatte am Mittwoch gesagt, solange es kein Endergebnis gebe, "verfolgt die Bundesregierung alles aufmerksam, aber sie kommentiert den Stand der Dinge nicht".

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich noch gar nicht zum Verhalten Trumps geäußert. Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hatte den US-Präsidenten dagegen bereits am Mittwoch zur Anerkennung des noch ausstehenden Wahlergebnisses aufgefordert. "Zur Demokratie gehört es, dass man das Wahlergebnis akzeptiert. Das sollte auch für amtierende Präsidenten so sein."

20.18 Uhr: US-Staat Pennsylvania erwartet Wahlergebnis noch am Donnerstag (Orstzeit)

In Pennsylvania kann nach Auskunft der zuständigen Behörde bis Donnerstagabend (Ortszeit) mit einem Ergebnis der Präsidentschaftswahl gerechnet werden. Zurzeit seien rund 550.000 Stimmzettel noch nicht ausgezählt, sagte Staatssekretärin Kathy Boockvar dem TV-Sender CNN. Sie sei zuversichtlich, dass die meisten dieser Stimmen am Donnerstag gezählt werden könnten.

Die meisten der noch ausstehenden Stimmen kommen nach Angaben der Staatssekretärin aus städtischen Gebieten, allein 100.000 aus dem Großraum der Millionenstadt Philadelphia, die als Hochburg der Demokratischen Partei gilt. Bei einem Auszählungsstand von 92 Prozent lag der republikanische Präsident Donald Trump mit 50,2 Prozent der Stimmen knapp vor dem demokratischen Herausforderer Joe Biden mit 48,5 Prozent.

19.45 Uhr: Trump scheitert mit Klage in Michigan

Eine Richterin in Michigan weist eine Klage der Anwälte von Präsident Donald Trump ab, mit der diese einen Stopp der Stimmen-Auszählung in dem Bundesstaat erreichen wollten. Der Staat wird nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen bereits Trumps Kontrahent Biden zugerechnet.

18.55 Uhr: Biden ruft Amerikaner zu Geduld auf

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat die Amerikaner angesichts einer noch andauernden Auszählung der Stimmen bei der US-Wahl zu Geduld aufgerufen. "Seid geduldig, Leute. Stimmen werden gezählt, und wir haben ein gutes Gefühl mit Blick darauf, wo wir stehen", schrieb Biden am Donnerstag auf Twitter. US-Präsident Donald Trump zweifelte dagegen über seinen Twitter-Kanal die Rechtmäßigkeit der Auszählung an und forderte ein Ende des "Wahlbetrugs". Allerdings gibt es darauf laut Verantwortlichen in den Bundesstaaten keine Hinweise.

18.15 Uhr: Biden baut Führung in Nevada aus

Lange gab es keine Neuigkeiten bei den Zahlen in Nevada. Nun gibt es ein Update: Demnach baut Herausforderer Biden seinen Vorsprung wieder aus. Aktuell liegen 12.000 Stimmen zwischen den beiden Kandidaten. Zuvor waren es rund 8.000 Stimmen.

18.08 Uhr: Auch in Pennsylvania wird Abstand geringer

Auch in Pennsylvania rücken Trump und Biden enger zusammen. Nach Auszählung von 92 Prozent der Stimmen kommt Trump laut Edison Research auf 50,3 Prozent und Biden auf 48,4 Prozent.

18.05 Uhr: Biden holt in Georgia auf

In Georgia holt Biden weiter auf: Nach Auszählung von 98 Prozent der Stimmen kommt der Demokrat laut Edison Research jetzt auf 49,2 Prozent. Auf Trump entfallen demnach 49,5 Prozent.

17.59 Uhr: Endergebnis könnte sich weiter verzögern

Das Endergebnis der Wahl könnte sich weiter verzögern. Bidens Wahlkampfmanagerin erklärte, bei der Auszählung in Nevada werde es frühestens am Freitag Klarheit geben. Zudem wurde die Auszählung der Briefwahl-Stimmen in Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania gestoppt.

17.55 Uhr: Trump behauptet: "Reichlich Beweise" für Wahlbetrug

Entgegen den Aussagen von Verantwortlichen für die US-Wahl sieht US-Präsident Donald Trump "reichlich Beweise" für Wahlbetrug. Auf Twitter schrieb Trump, dass sein Team wegen Wahlfälschung und Wahlbetrug auf staatlicher Ebene rechtliche Schritte in denjenigen Staaten einleiten werde, die sein Herausforderer Joe Biden "für sich beansprucht" habe. "WIR WERDEN GEWINNEN!", schrieb Trump. Twitter versah Trumps Tweet mit einem Warnhinweis.

17.51 Uhr: Weitere Verzögerung in Pennsylvania

Wegen einer juristischen Auseinandersetzung werden 29.000 Briefwahl-Stimmen in Allegheny County in Pennsylvania voraussichtlich erst morgen ausgezählt. Das berichtet der Fernsehsender CNN. Damit könnte sich auch das Ergebnis des Gesamtstaats weiter verzögern.

17.41 Uhr: Trump kündigt weitere juristische Schritte an

Trump kündigt an, in allen von Biden zuletzt gewonnenen Staaten Rechtsmittel einlegen zu wollen. Es gehe um Wahlbetrug und Verstöße gegen das Wahlrecht, schreibt Trump auf Twitter, ohne konkreter zu werden.

17.30 Uhr: Bidens Wahlkampfmanagerin - Sieg steht unmittelbar bevor

Auch Bidens Wahlkampfmanagerin gibt sich siegessicher: Der Wahlsieg stehe unmittelbar bevor, sagt Jen O'Malley Dillon. Biden habe bereits 254 Wahlleute gewonnen. Für den Sieg sind 270 erforderlich. Sie erwarte, dass Biden in Nevada gewinne. Und auch in Pennsylvania sehe es gut aus.

16.45 Uhr: Trumps Wahlkampfberater siegessicher

Trumps Wahlkampfberater Jason Miller gibt sich siegessicher. Spätestens am Freitagabend werde klar sein, dass Trump weitere vier Jahre im Amt bleiben werde, sagt Miller. Er gehe davon aus, dass es weitere juristische Schritte Trumps in Pennsylvania und auch in Nevada geben werde.

16.00 Uhr: Das steckt hinter den Trump-Klagen gegen die Auszählung

Während Biden auf dem Weg ist, die Präsidentschaftswahlen für sich zu entscheiden, klagt das Trump-Lager gegen die Auszählungen in mehreren Staaten. Wo und gegen was geklagt wird, und wie die Erfolgschancen aussehen. Hier geht's zur Analyse.

14.30 Uhr: Sichert sich Biden noch Pennsylvania?

Pennsylvanias Senator Bob Casey (Demokraten) geht im US-amerikanischen TV-Sender CNN davon aus, dass in seinem Staat nach Auszählung der noch fehlenden Stimmen Joe Biden das Rennen machen werde. Vor allem fehlten noch Stimmen aus der Region um Philadelphia, die in der Vergangenheit mit großen Vorsprung an die Demokraten gingen.

Laut den Behörden in Pennsylvania müssen noch 750.000 Stimmen ausgezählt werden. Noch führt Trump (50,7 Prozent) nach Auszählung rund 90 Prozent der Stimmen mit einigem Vorsprung vor Joe Biden (48,1 Prozent). Der Vorsprung schmolz zuletzt kontinuierlich, beträgt aber noch 164.000 Stimmen.

13.27 Uhr – T.C. Boyle: Trump will die amerikanische Demokratie zerstören

Der US-amerikanische Romanautor T.C. Boyle hat das Verhalten von US-Präsident Donald Trump nach den Präsidentschafts- und Kongresswahlen in scharfer Form kritisiert. Trump werde alles tun, um an der Macht zu bleiben, schreibt der 71-jährige Schriftsteller in einem Gastbeitrag für das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Trump beabsichtigt, unsere Demokratie zu zerstören, auf die eine oder andere Weise. Er will verzweifelt im Amt bleiben - nicht nur, um sein Ego und seine Brieftasche zu füttern, sondern um der zivil- und strafrechtlichen Verfolgung zu entgehen: wegen seiner Geschäftemachereien, Steuerbetrug und sexuellen Übergriffen."

12.45 Uhr: Warum AP Biden in Arizona vorn sieht

Die Nachrichtenagentur AP hat den demokratischen Herausforderer Joe Biden im Unterschied zu anderen US-Medien zum Sieger der Wahl in Arizona erklärt und ihm die elf Wahlleutestimmen dieses US-Staates zugeschlagen. Zu diesem Zeitpunkt am Mittwochmorgen (Ortszeit) führte Biden in Arizona mit beträchtlichem Abstand vor Präsident Donald Trump.

Dieser Vorsprung ist zwar geschrumpft, doch die Stimmen, die es noch zu zählen galt, reichen nach Berechnungen von AP nicht aus, damit Trump Biden noch überholen kann. Sie kamen unter anderem aus Maricopa County, wo Biden gut abgeschnitten hat. Außerdem fehlten noch Briefwahlstimmen, bei denen der Demokrat mit Rückenwind rechnen konnte.

11.13 Uhr – OSZE: Trump beschädigt demokratische Institutionen

US-Präsident Donald Trump hat laut einer internationalen Mission zur Wahlbeobachtung das öffentliche Vertrauen in demokratische Institutionen beschädigt. Trumps Behauptungen über systematische Unregelmäßigkeiten bei den US-Wahlen seien haltlos, erklärte Michael Georg Link, Leiter der Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Mittwoch in Washington.

10.45 Uhr: Irans Khamenei spottet über die USA

Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, hat sich spöttisch über die US-Präsidentschaftswahl geäußert. "Was für ein Spektakel!", schrieb Khamenei in der Nacht zum Donnerstag im Onlinedienst Twitter. Der amtierende Präsident Donald Trump spreche von der "betrügerischsten Wahl in der Geschichte der USA" und sein Herausforderer Joe Biden erkläre, Trump wolle die Wahl manipulieren. "So sehen Wahlen und die Demokratie in den USA aus", spottete Chamenei.

Khamenei ist als "Revolutionsführer" und geistliches Oberhaupt faktisch autokratischer Herrscher über Iran, er muss sich keinen Wahlen stellen. Daneben gibt es einen mehr oder weniger demokratisch gewählten Präsidenten - derzeit ist das Hassan Rouhani. Die nächsten Präsidentschaftswahlen in Iran finden am 18. Juni 2021 statt. Bei Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Iran kommt es regelmäßig zu Protesten, Kandidaten werden vorab ausgesiebt.

10.25 Uhr: Zahlreiche Proteste in USA

In den USA ist es in der Nacht zum Donnerstag wegen der unklaren Lage bei der Präsidentenwahl vielerorts zu Protesten gekommen. In Portland im Bundesstaat Oregon nahm die Polizei eigenen Angaben zufolge bei Demonstrationen zehn Personen fest und stellte waffentaugliches Material sicher. Gouverneurin Kate Brown aktivierte die Nationalgarde, um die "weitverbreitete Gewalt" einzudämmen. In New York City wurden bei Protesten nach Polizeiangaben 50 Personen festgenommen. Auch in Atlanta, Detroit und Oakland kam es zu Demonstrationen. Bei den meisten Kundgebungen forderten die Teilnehmer, dass die Auszählung der Stimmen in den noch offenen Bundesstaaten fortgesetzt wird.

09.55 Uhr: Weber fordert mehr Souveränität der EU

Angesichts des zunächst weiterhin ungewissen Wahlausgangs in den USA hat der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei im EU-Parlament für Geschlossenheit in Europa geworben. Europa müsse Souveränität und Autonomie entwickeln, sagte der EVP-Vorsitzende Manfred Weber (CSU) am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". "Wir müssen selbstbewusst sein und nicht immer nur nach Amerika blicken, sondern unser eigenes Schicksal selbst in die Hand nehmen."

05.43 Uhr: Demos vor Kopf-an-Kopf-Rennen in Arizona

In Arizona haben sich in der Nacht vor einem Wahllokal mehrere Anhänger von Präsident Donald Trump versammelt, einige von ihnen bewaffnet mit Gewehren und Pistolen. Anlass sind unbestätigte Gerüchte, wonach absichtlich Stimmen für Trump nicht ausgezählt werden. Die Menge vor dem Maricopa County Elections Department in Phoenix skandierte "Stoppt den Diebstahl" und "Zählt meine Stimme".

Der Ausgang der Abstimmung in Arizona könnte mit darüber entscheiden, ob am Ende Trump oder sein Herausforderer Joe Biden die Wahl gewinnt. Nach aktuellem Stand liegt Biden in Arizona hauchdünn vor Trump. Einige Medien haben Biden den Bundesstaat bereits zugesprochen, Trumps Wahlkampfstab besteht jedoch darauf, dass die Entscheidung noch nicht gefallen sei.

03.51 Uhr: Biden verspricht Wiedereintritt in Pariser Klimaschutzabkommen

Im Falle eines Wahlsiegs will Präsidentschaftskandidat Joe Biden schon am ersten Amtstag den Austritt der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen wieder rückgängig machen. Dies kündigte Biden auf Twitter an.

US-Präsident Donald Trump hatte den Austritt aus dem Abkommen im Juni 2017 beschlossen, fristgemäß konnten die USA diesen jedoch erst drei Jahre nach Inkrafttreten des Abkommens und somit erst im November 2019 beantragen. Erst nach einem weiteren Jahr war die Entscheidung am vergangenen Mittwoch (04.11.), also am Tag nach der US-Präsidentschaftswahl, in Kraft getreten. Mit Michigan und Wisconsin hatte sich Biden zuletzt einen Teil der sogenannten Blauen Mauer zurückgeholt, also einer Reihe von früheren demokratischen Hochburgen unter den Bundesstaaten, sodass ein Sieg für ihn derzeit wahrscheinlicher ist als für Trump.

03.40 Uhr: Nächstes Update zu Wahlergebnis in Nevada erst am Donnerstagabend

Der Bundesstaat Nevada, der die US-Präsidentenwahl entscheiden könnte, will erst am Donnerstagabend deutscher Zeit wieder frische Informationen zum Stand der Auszählung veröffentlichen. Die Behörden verwiesen darauf, dass noch rechtzeitig per Post verschickte Stimmzettel gültig seien, die bis zum späten Nachmittag am 10. November eintreffen. Updates zum Stand des Rennens solle es ab Donnerstag täglich um 9.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr MEZ) geben. Laut dem aktuellen Stand der Auszählung führt der demokratische Herausforderer Joe Biden in Nevada knapp vor Amtsinhaber Donald Trump mit 49,33 zu 48,69 Prozent.

02.23 Uhr: Auch in Pennsylvania schrumpft Trumps Vorsprung weiter

Im umkämpften Staat Pennsylvania büßt Trump weiter an Vorsprung gegenüber Herausforderer Biden ein. Als die Wahlhelfer am Morgen die Auszählung fortgeführt hatten, lag der Republikaner noch mit rund 600.000 Stimmen vorne - gegenwärtig sind es nur noch etwa 200.000. Es zeigt sich, dass die Briefwahl-Stimmen weiter mit großem Vorsprung an den Demokraten gehen.

02.16 Uhr: Umfrage: Viele Trump-Wähler misstrauen Stimmenauszählung

US-Präsident Donald Trump sät Zweifel an der Stimmenauszählung in besonders umkämpften Staaten - und macht damit offenbar Eindruck bei seinen Anhängern. Seine Unterstützer tendierten eher dazu, dem Auszählungsprozedere zu misstrauen, wie aus einer landesweiten Umfrage des Forschungszentrums Norc im Auftrag der Nachrichtenagentur AP hervorgeht, für die mehr als 133.000 Wähler und Nichtwähler befragt wurden. Demnach waren sich rund sechs von zehn Befragten mit Präferenz für Trump sicher, dass Stimmen fehlerfrei gezählt werden. Unter Biden-Wählern hatten fast acht von zehn Vertrauen in den Prozess. Vor allem Briefwahlstimmen sind Trump ein Dorn im Auge. Er sieht darin die Gefahr weit verbreiteten Betrugs, ohne dafür Belege zu nennen. Angesichts der Corona-Pandemie greifen in diesem Jahr besonders viele Wähler auf die Methode zurück - tendenziell eher Anhänger der Demokraten. Die Erfassung von Briefwahlstimmen dauert jedoch länger als bei Stimmen, die direkt in Wahllokalen abgegeben wurden.

02.10 Uhr: 149.000 Stimmen müssen in Georgia noch ausgezählt werden

CNN zitiert den Secretary of State in Georgia damit, dass noch 149.000 Stimmen aus Briefwahl und von Menschen, die vorab ihre Stimme abgegeben haben, ausgezählt werden müssen. Trumps Vorsprung schrumpft indes weiter: Aktuell sind es dort noch rund 45.000 Stimmen. Circa zwei Drittel der ausstehenden Stimmen müssten damit an Biden gehen, damit die Demokraten den Staat im Süden gewinnen. Menschen, die vorzeitig wählten oder die Briefwahl nutzen, stimmten auch in Georgia bisher mehrheitlich für Trumps Herausforderer.

01.56 Uhr: Trump-Unterstützer in Michigan fordern Auszählungsstopp

Dutzende Unterstützer von US-Präsident Donald Trump haben nach der US-Wahl einen Auszählungsstopp der Stimmen in Michigan gefordert. "Stoppt die Auszählung!" und "Stoppt die Abstimmung!", riefen wütende Protestierende am Mittwoch (Ortszeit) vor und im TCF Center in Detroit, wo Stimmen aus Michigan ausgezählt wurden, wie auf Videos von lokalen Medien zu sehen war. Polizisten hielten sie davon ab, in den Auszählungsbereich vorzudringen. Der Protest in Detroit begann kurz bevor die Nachrichtenagentur AP den Demokraten zum Sieger der Präsidentschaftswahl in Michigan erklärte. Der Staat war heiß umkämpft und bringt Biden einem Einzug ins Weiße Haus deutlich näher.

01.25 Uhr: Trump-Vorsprung in Georgia geht weiter zurück

Im Südstaat Georgia schmilzt Trumps Vorsprung vor Herausforderer Biden weiter. Laut CNN und New York Times sind es aktuell nur noch rund 47.000 Stimmen. Fünf Prozent der Stimmen sind noch nicht ausgezählt.

01.17 Uhr: Trump will auch Auszählung in Georgia anhalten lassen

Nach Michigan und Pennsylvania ist US-Präsident Donald Trump nun auch im umkämpften Georgia juristisch gegen das Abstimmungsprozedere vorgegangen. Sein Wahlkampfteam und die republikanische Partei des Südstaats baten am Mittwoch einen Richter, die Beschlagnahmung von Wahlzetteln anzuordnen, die am Wahltag am Dienstag nach 19.00 Uhr (Ortszeit) eingegangen worden sein sollen. Die Klage richtete sich zunächst gegen die zuständige Wahlbehörde in Chatham County, doch kündigte der Parteichef der Republikaner in Georgia, David Shafer, Klagen in einem Dutzend Bezirken an. Der Klageschrift zufolge bekam ein Wahlbeobachter der Republikaner mit, wie ein Wahlhelfer noch unbearbeitete Briefwahlunterlagen aus einem Hinterzimmer genommen und diese mit bearbeiteten per Brief eingereichten Wahlzetteln vermischt habe, die noch erfasst werden mussten. In Georgia müssen Stimmzettel am Wahltag vor 19.00 Uhr eingegangen sein, um berücksichtigt zu werden.

00.55 Uhr: Harter Kampf um Pennsylvania

Amtsinhaber Donald Trump liegt in Pennsylvania gegenwärtig weiter vorne, aber sein Vorsprung schmilzt. CNN geht davon aus, dass noch 1,1 Millionen Briefwahl-Stimmen ausgezählt werden müssen. Laut Berechnungen des Senders müsste Biden zwischen 68 und 70 Prozent dieser Stimmen holen, um den Staat für sich zu entscheiden. Trump müsste bei den verbliebenen Briefwahl-Stimmen mindestens zwischen 28 und 30 Prozent gewinnen, um einen Vorsprung zu halten. Briefwahl-Stimmen gingen bisher mehrheitlich an Biden. Der Amtsinhaber geht indes rechtlich gegen die Auszählung in dem Staat vor (siehe Eintrag um 00.20 Uhr).

00:34 Uhr: Biden in Arizona weiter vorn

Herausforderer Joe Biden liegt in Arizona gegenwärtig mit rund 100.000 Stimmen vor Amtsinhaber Donald Trump. Gestern wurde der Staat von Fox News bereits Biden zugeschrieben. Noch sind dort laut CNN-Informationen aber noch mehr als 600.000 Stimmen auszuzählen.

00.25 Uhr: Zwischenstand in Georgia

Donald Trump liegt in Georgia momentan in Front. Ungefähr 160.000 Stimmen müssen dort noch ausgezählt werden. Laut CNN-Berechnungen müsste Biden rund zwei Drittel der ausstehenden Stimmen holen, um den Staat zu gewinnen. Da es sich bei den verbliebenen hauptsächlich um Stimmen aus den urbanen Regionen handelt, hält der Sender auch dort einen Biden-Sieg für möglich. Der Staat im Süden des Landes hat 16 Stimmen im Wahlleute-Gremium, das den Präsidenten wählt.

00.20 Uhr: Trump ergreift weitere rechtliche Schritte in Pennsylvania

US-Präsident Donald Trump greift zu weiteren rechtlichen Schritten im Ringen um die Auszählung der Wählerstimmen im umkämpften Bundesstaat Pennsylvania. Trumps Wahlkampfteam forderte in einer am Mittwoch eingereichten Klage unter anderem, dort die weitere Auszählung der Stimmen auszusetzen, bis ihre Wahlbeobachter besseren Zugang dazu bekommen. Auch geht die Trump-Seite in einer weiteren Klage erneut dagegen vor, dass noch per Brief verschickte Stimmzettel gezählt werden sollen, die bis Freitagnachmittag bei der Wahlkommission eingehen.

00.10 Uhr: Warten auf möglicherweise wahlentscheidende Stimmen aus Nevada

In Nevada könnte die US-Präsidentschaftswahl in den kommenden Stunden entschieden werden. Der für Wahlen zuständige stellvertretende Innenminister Wayne Thorley schrieb in einer SMS an die Nachrichtenagentur AP, noch am Mittwoch (Ortszeit) sollten weitere Auszählungsdaten veröffentlicht werden. Allerdings war unklar, wie viele und ob sie ausreichen würden, um Joe Biden den Weg zum Sieg zu ebnen. Der Demokrat führte dort nach vorläufigen Ergebnissen vor Amtsinhaber Donald Trump. Zuvor hatte es geheißen, dass frühestens am Donnerstagmorgen neue Zahlen aus Nevada kommen würden.

05. November 2020

23.35 Uhr: Trump beansprucht Sieg in umkämpften Bundesstaaten für sich

Präsident Donald Trump will seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden bei der US-Wahl in vier umkämpften Bundesstaaten mit großem Vorsprung geschlagen haben. Er liege in Pennsylvania, Georgia, North Carolina deutlich vorne und in Michigan sei eine "große Anzahl" Stimmzettel heimlich weggeschmissen worden, schrieb Trump auf Twitter. Die Plattform versah Trumps Nachrichten umgehend mit Warnhinweisen. In Pennsylvania, Georgia und North Carolina dauerte die Auszählung am Mittwochabend (Ortszeit) noch an.

22.25 Uhr: Biden gewinnt in Michigan

Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden gewinnt in Michigan. Dies berichteten US-Medien und das ARD-Büro Washington. Der Bundesstaat mit seinen 16 Wahlleuten gilt als einer der entscheidenden für den Ausgang der Präsidentenwahl.

22.19 Uhr: Biden geht von Wahlsieg aus

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden geht von einem Sieg bei der US-Wahl aus. "Jetzt, nach einer langen Nacht des Zählens ist es klar, dass wir genug Staaten gewinnen, um 270 Wahlstimmen zu erreichen, die erforderlich sind, um die Präsidentschaft zu gewinnen", sagte Biden in Wilmington (Delaware). Er betonte dabei, dass er den Sieg noch nicht offiziell für sich reklamieren wolle. Doch sein Team glaube, dass er die Abstimmung gewonnen habe.

22.13 Uhr: Trump klagt gegen Stimmauszählung in Pennsylvania

US-Präsident Donald Trump greift zu weiteren rechtlichen Schritten im Ringen um die Auszählung der Wählerstimmen im umkämpften Bundesstaat Pennsylvania. Trumps Wahlkampfteam forderte in einer am Mittwoch eingereichten Klage unter anderem, dort die weitere Auszählung der Stimmen auszusetzen, bis ihre Wahlbeobachter besseren Zugang dazu bekommen. Auch geht die Trump-Seite in einer weiteren Klage erneut dagegen vor, dass noch per Brief verschickte Stimmzettel gezählt werden sollen, die bis Freitagnachmittag bei der Wahlkommission eingehen.

21.40: OSZE-Wahlbeobachter kritisieren Trump nach Wahl scharf

Die internationalen Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) fordern, dass alle abgegebenen Stimmen der Präsidentschaftswahl ausgezählt werden. "Niemand sollte das Recht der Bürger zu wählen einschränken", sagt der Leiter der OSZE-Mission, der FDP-Bundestagsabgeordnete Michael Link. Die Wahlbeobachter werfen in ihrer vorläufigen Beurteilung der Wahl US-Präsident Donald Trump vor, mit öffentlichen Äußerungen das Vertrauen in den demokratischen Wahlprozess geschwächt zu haben. Die OSZE-Mission will ihre Arbeit bis zum Ende des Wahlprozesses fortsetzen. Die Organisation überwacht und beurteilt in vielen Staaten, ob bei Wahlen demokratische Standards eingehalten werden.

21.38 Uhr: Biden erhält mehr Stimmen als Obama 2008

Bei den absoluten Stimmen für die Präsidentschaftswahl in den USA hat der demokratische Kandidat Joe Biden den bisherigen Höchstwert übertroffen, den Barack Obama bei der Wahl 2008 aufgestellt hat. Nach Erhebungen der Nachrichtenagentur AP, der "New York Times" und weiterer Medien kam Obamas ehemaliger Vizepräsident auf mehr als 70 Millionen Stimmen. Für Obama stimmten bei seiner ersten Wahl 2008 rund 69,5 Millionen Amerikaner.

20.54 Uhr: Scholz fordert Trump zur Anerkennung des Wahlergebnisses auf

Vizekanzler Olaf Scholz hat US-Präsident Donald Trump zur Anerkennung des noch ausstehenden Ergebnisses der Präsidentenwahl aufgefordert. "Es muss jetzt ausgezählt werden, nach Verfahren, die vorher festgelegt worden sind. Und zur Demokratie gehört es, dass man das Wahlergebnis akzeptiert. Das sollte auch für amtierende Präsidenten so sein", sagte der SPD-Kanzlerkandidat in der ARD.

In der Wahlnacht hatte sich US-Präsident Trump im Weißen Haus während der laufenden Auszählung zum Sieger erklärt und angekündigt, seinen Anspruch vor das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten zu bringen. Bei der Stimmenauszählung zeichneten sich am Mittwoch aber leichte Vorteile für den demokratischen Herausforderer Joe Biden ab.

20.19 Uhr: Demokrat Biden siegt im US-Bundesstaat Wisconsin

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat den umkämpften Bundesstaat Wisconsin gewonnen und sich damit zehn Wahlleute gesichert. Das meldeten die Nachrichtenagentur AP und die dpa auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen.

20.10 Uhr: Trump klagt gegen weitere Stimmauszählung in Michigan

Das Wahlkampfteam von Amtsinhaber Donald Trump will die Stimmauszählung in Michigan gerichtlich stoppen. Mit der Klage solle erreicht werden, dass die Zählung so lange ausgesetzt werde, bis es "nennenswerten Zugang" gebe, teilt das Team mit. "Wir fordern auch, dass jene Stimmzettel überprüft werden, die geöffnet und gezählt wurden, als wir keinen nennenswerten Zugang hatten."

19.40 Uhr: Trump gewinnt letzte Wahlleute-Stimme in Maine

Amtsinhaber Donald Trump erhält im US-Staat Maine die letzte dort noch offene Stimme für die Wahlversammlung. Die drei übrigen Stimmen der Wahlleute, die in Maine vergeben werden, waren zuvor nach der Auszählung laut Nachrichtenagentur AP an Trumps demokratischen Herausforderer Joe Biden gegangen. Präsident wird, wer mindestens 270 Stimmen in der Wahlversammlung erhält.

19.00 Uhr: Republikaner erwägen Neuauszählung in Wisconsin

Das Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump will möglicherweise eine Neuauszählung der Stimmen im hart umkämpften US-Staat Wisconsin beantragen. Wahlkampfmanager Bill Stepien kritisierte in einer schriftlichen Erklärung am Mittwoch, in mehreren Bezirken in Wisconsin sei es zu "Unregelmäßigkeiten" gekommen, "die ernsthafte Zweifel an der Gültigkeit der Ergebnisse wecken".

Trotz einer weitgehenden Auszählung der Stimmen zur Präsidentschaftswahl verzögerte sich am Mittwoch die Bekanntgabe des Ergebnisses in Wisconsin. Es gebe nur zwei kleine Ortschaften mit zusammen 600 Einwohnern, deren Stimmen noch nicht erfasst seien, teilte die Wahlkommission von Wisconsin mit. Eine Mitarbeiterin der Kommission sagte dem Fernsehsender CNN, die Stimmen würden auf Bezirksebene und im ganzen Staat doppelt geprüft, um Fehler auszuschließen.

18.15 Uhr: Enges Rennen in Georgia - noch 250.000 Stimmen offen

Die Behörden in Georgia haben noch rund eine Viertelmillion Stimmen zu zählen, bis sie ein Ergebnis der Präsidentschaftswahl in diesem Bundesstaat bekanntgeben können. Staatssekretär Brad Raffensperger teilte am Mittwoch mit, nach einer Rekordwahlbeteiligung seien noch 200.000 Wahlzettel sowie 40.000 bis 50.000 vorzeitig abgegebene Stimmen zu erfassen. Die Verifizierung der Stimmzettel benötige viel Zeit.

US-Präsident Donald Trump hat in der Nacht zum Mittwoch bereits einen Sieg in Georgia für sich beansprucht und gesagt, es seien nur noch 107.000 Stimmen zu zählen. Die Nachrichtenagentur AP meldete am Mittwoch, es zeichne sich ein so knappes Ergebnis ab, dass noch keine Entscheidung verkündet werden könne. In denjenigen Bezirken, in denen die Stimmenauszählung noch andauere, zeichne sich ein gutes Abschneiden für den demokratischen Kandidaten Joe Biden ab.

Bei der Präsidentschaftswahl 2016 hatte Trump in Georgia mit fünf Prozentpunkten vor der damaligen Kandidatin Hillary Clinton gewonnen und sich so die 16 Wahlleute für das "Electoral College" gesichert. Für die Präsidentschaft ist eine Mehrheit von 270 Stimmen erforderlich.

17.58 Uhr: Vereinzelte Proteste nach Schließung der Wahllokale

Nach Schließung der Wahllokale hat es in mehreren US-Städten Proteste gegeben. Anzeichen verbreiteter Unruhen oder Gewalt im Zusammenhang mit dem Urnengang gab es aber nicht. Angesichts des am Mittwoch weiterhin ungewissen Ausgangs nahmen Sorgen zu, dass anhaltende Unsicherheit noch Konflikte auslösen könnte. Nächtliche Demonstrationen in Seattle, der Hauptstadt Washington und New York blieben weitgehend friedlich.

In Washington protestierten mehr als 1000 Menschen auf der Black Lives Matter Plaza in der Nähe des Weißen Hauses gegen Präsident Donald Trump. Hunderte weitere liefen durch die Innenstadt, sie blockierten bisweilen den Verkehr und entzündeten Feuerwerkskörper. Auf einem Transparent stand "Trump lügt die ganze Zeit". In Portland im Bundesstaat Oregon und in Seattle demonstrierten Hunderte Menschen gegen Trump, mehrere wurden festgenommen.

17.20 Uhr: Dämpfer für Demokraten bei Kampf um Senat

Die Demokraten haben einen schweren Dämpfer beim Kampf um den Senat erlitten. Mehrere republikanische Senatoren, die als Wackelkandidaten galten, konnten ihre Sitze verteidigen. Bei den noch ausstehenden offenen Rennen haben die Republikaner gute Chancen, eine Mehrheit von 51 der 100 Mandate zu erreichen.

Das könnte im Falle eines Wahlsieges einem künftigen Präsidenten Joe Biden das Regieren deutlich erschweren - für Donald Trump wäre es im Fall eines Sieges eine enorm wichtige Unterstützung. Der Senat spielt eine maßgebliche Rolle in der Gesetzgebung. Außerdem bestätigt er unter anderem die Kandidaten für hohe Regierungsposten oder das Oberste Gericht. Bei Amtsenthebungsverfahren gegen einen Präsidenten spielt der Senat die Rolle eines Gerichts.

Wie viele Stimmen man im Senat für die Mehrheit braucht, hängt davon ab, wer im Weißen Haus sitzt. Denn bei einem Patt von 50 zu 50 Stimmen kann der Vizepräsident eingreifen.

16.50 Uhr: Biden plant Rede an die Nation

Biden wird sich voraussichtlich heute noch mit einer Ansprache an das amerikanische Volk wenden. Das kündigte seine Wahlkampfmanagerin an.

16.21 Uhr: Weiße Evangelikale wieder für Trump

Protestantische Christen und weiße Evangelikale sind US-Präsident Donald Trump bei der Wahl am 3. November offenbar treu geblieben. Laut einer Nachwahlumfrage des Instituts "Edison Research" für die "New York Times", die "Washington Post" und andere Medienfirmen haben 76 Prozent der weißen Evangelikalen für Trump gestimmt und 23 Prozent für den demokratischen Herausforderer Joe Biden.

16.15 Uhr: Bidens Wahlkampfmanagerin ist optimistisch

Joe Bidens Wahlkampfmanagerin Jen O'Malley Dillo sagt, Biden sei auf bestem Weg, die Wahl zu gewinnen. Biden werde noch heute mehr als 270 Wahlleute erhalten. Sie rechne aber damit, dass die Auszählung in Pennsylvania erst am Donnerstagabend abgeschlossen sei.

16.09 Uhr: Trump auf Twitter mit Verschwörungsmythen

Amtsinhaber Donald Trump hat sich am Morgen (Ortszeit) nach dem Wahltag via Twitter zu Wort gemeldet und von nicht näher genannten "merkwürdigen" Umständen bei der Auszählung der Stimmen geschrieben. Am Abend habe er noch in vielen Schlüsselstaaten geführt, diese Führungspositionen seien dann durch das Auftauchen "überraschender Stimmzettel magischerweise" verschwunden. Beweise für diese implizierte Wahlfälschung führte Trump – wie schon bei seinem Statement aus der Nacht – nicht an.

16.04 Uhr: Biden mit weit mehr absoluten Stimmen

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat nach vorläufigen Ergebnissen landesweit gut 2,6 Millionen Stimmen mehr erhalten als Amtsinhaber Donald Trump - diese absolute Zahl der Stimmen ist aber nicht entscheidend für das von den Mehrheiten der Einzelstaaten bestimmte Rennen um das Weiße Haus. Nach Erhebungen der Nachrichtenagentur AP und anderer Medien entfielen bis Mittwochnachmittag (MEZ) mindestens 68,9 Millionen Stimmen auf Biden und 66,3 Millionen auf Trump. Die Auszählung der Stimmen dauert weiter an.

15.46 Uhr: Biden schiebt sich in Michigan vor Trump

Im umkämpften US-Bundesstaat Michigan hat sich Herausforderer Joe Biden (49,3 Prozent) nach Auszählung von 90 Prozent der Stimmen vor Amtsinhaber Donald Trump (49,1 Prozent) geschoben. Der hauchzarte Vorsprung beträgt derzeit lediglich 11.000 Stimmen.

Die verantwortliche örtliche Staatssekretärin Jocelyn Benson schrieb am Mittwoch bei Twitter, dass vor allem in den Regionen um die Städte Detroit, Flint und Grand Rapids noch Stimmen ausgezählt würden. Detroit gilt als Bastion der Demokraten. Michigan gilt als "Swing State". Die 16 Wahlleute des Bundesstaats gingen 2016 mit hauchdünner Mehrheit an Trump. Er lag damals 0,3 Prozentpunkte vor Hillary Clinton.

14.00 Uhr: Diese Schlüssel-Staaten sind noch offen

In einigen US-Staaten werden noch Stimmen ausgezählt, besonders Briefwahlstimmen, die erst am Wahltag eintrafen, sind vielerorts noch nicht berücksichtigt. Insgesamt sind aber noch Millionen Stimmen nicht ausgezählt.

  • Pennsylvania (20 Wahlleute): Hier führt Trump (55 Prozent) nach Auszählung rund drei Viertel der Stimmen mit einigem Vorsprung vor Joe Biden (43,6 Prozent)
  • Michigan (16 Wahlleute): Nach Auszählung von 86 Prozent der Stimmen führt Trump (49,4 Prozent) hauchzart vor Biden (48,9 Prozent). Derzeit sind das rund 25.000 Stimmen Vorsprung.
  • Wisconsin (10 Wahlleute): Hier führt Joe Biden (49,4 Prozent) vor Trump (48,8 Prozent) – nahezu alle Stimmen sind hier ausgezählt (97 Prozent). Im Moment hat Biden 20.000 Stimmen Vorsprung.
  • Georgia (16 Wahlleute): Hier führt Trump (50,5 Prozent) vor Biden (48,3 Prozent). 92 Prozent der Stimmen sind ausgezählt.
  • Arizona (11 Wahlleute): Hier führt Biden (51,8 Prozent) vor Trump (46,8 Prozent). Rund vier Fünftel der Stimmen sind ausgezählt.
  • North Carolina (15 Wahlleute): Hier führt Trump (50,1 Prozent) vor Biden (48,6 Prozent). 95 Prozent der Stimmen sind ausgezählt.
  • Nevada (6 Wahlleute): Biden (49,3 Prozent) führt hauchdünn vor Trump (48,7 Prozent). Bei 86 Prozent ausgezählter Stimmen hat Biden einen Vorsprung von 7.500 Wählerstimmen. Das endgültige Ergebnis wird hier laut Wahlbehörde erst am Freitag verkündet.

13.45 Uhr: Trumps Vorsprung in Michigan schmilzt

In Michigan schmilzt der Vorsprung von Donald Trump. Laut Edison Research kommt Trump nach Auszählung von 86 Prozent der Wählerstimmen nunmehr auf 49,4 Prozent, auf Biden entfallen demnach 48,9 Prozent.

In Wisconsin hat sich Joe Biden vor Donald Trump geschoben. Laut Edison Research kommt der Demokrat nach Auszählung von 97 Prozent der Wählerstimmen auf 49,5 Prozent und Trump auf 48,8 Prozent.

13.27 Uhr: Nevada unterbricht Informationen über Auszählung

Die Wahlbehörde im US-Bundesstaat Nevada hat angekündigt, erst am 5. November ab 09.00 Uhr (18 Uhr MEZ) wieder über den Stand der Auszählung zu informieren. Nach letzten Stand liegen beide Kandidaten dort fast gleichauf. Es geht in Nevada um insgesamt 6 Wahlleute. Laut einem Tweet der Wahlbehörde müssen unter anderem noch die Briefwahlstimmen ausgezählt werden, die am Wahltag eintrafen. Trump und Biden liefern sich in Nevada ein Kopf-an-Kopf-Rennen – es geht um sechs Wahlleute-Stimmen.

13.10 Uhr: Puerto Ricaner wollen Karibikinsel zu US-Bundesstaat machen

In einem nicht bindenden Referendum hat sich die Mehrheit der Puerto Ricaner für eine Aufwertung des US-Außengebiets zu einem vollwertigen Bundesstaat ausgesprochen. 52 Prozent der Wähler stimmten am Dienstag dafür, einen neuen Status für die Karibikinsel anzustreben. "Das ist eine solide, klare Entscheidung", sagte die Vertreterin von Puerto Rico im US-Kongress, Jenniffer González. "Sowohl Republikaner als auch Demokraten müssen verstehen, dass Puerto Rico es leid ist, ein Außengebiet zu sein."

12.49 Uhr: Wähler in mehreren US-Bundesstaaten für legales Marihuana

Die Wähler in mehreren US-Bundesstaaten haben sich für die Legalisierung von Marihuana ausgesprochen. In Arizona, Montana, New Jersey, South Dakota und Mississippi gab es dazu zusammen mit der US-Präsidentenwahl am Dienstag Volksabstimmungen. Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AP nach Auszählung des überwiegenden Teils der Stimmen fielen diese für die Legalisierung aus.

11.45 Uhr: Kopf-an-Kopf-Rennen in Wisconsin, Nevada und Michigan

Vor Verkündung der Endergebnisse zeichnet sich in den für den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl wichtigen US-Bundesstaaten Wisconsin (10 Wahlleute), Nevada (6 Wahlleute) und Michigan (16 Wahlleute) ein enges Rennen ab. Laut dem US-amerikanischen Nachrichtensender CNN führt Herausforderer Joe Biden hauchdünn in Wisconsin und Nevada. In Michigan liegt Amtsinhaber Donald Trump vorn. Auch in weiteren Staaten stehen Ergebnisse noch aus. Laut CNN dürften sich verschiedene Endergebnisse noch einige Zeit hinziehen.

11.38 Uhr: Söder zu US-Wahl: Alle Stimmen sollten zählen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich zum bisher offenen Wahlausgang bei der US-Präsidentschaftswahl geäußert – und indirekt Donald Trump kritisiert, der sich vor Auszählung aller Stimmen zum Wahlsieger erklärt hat. Auch in den USA sollten alle Stimmen zählen, sagte Söder bei einer gemeinsamen virtuellen Pressekonferenz mit dem tschechischen Premierminister Andrej Babiš am Mittwochvormittag: "Es sollte nicht der Eindruck entstehen, dass per Gericht bestimmte Stimmen nicht mehr zählen." Söder sagte weiter: "Es wäre gut, wenn der demokratische Prozess am Ende vollständig abgebildet wird."

Für den Ministerpräsidenten und CSU-Chef ist unabhängig vom Wahlausgang klar, dass sich Europa deutlicher von den USA emanzipieren muss. Das gelte auch für den Bereich der Sicherheitspolitik, sagte Söder. Söder hofft nach eigenen Angaben, „dass wir sehr rasch ein Ergebnis bekommen“. Eine Hängepartie sei nicht gut für die Stabilität in der Welt.

11.19 Uhr: Kommunikations-Experte bescheinigt Trump "Mentalität eines Diktators"

In der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Auszählung weiterer Stimmen in der Präsidentschaftswahl gerichtlich verhindern zu lassen, sieht der Kommunikationswissenschaftler Bernhard Pörksen von der Uni Tübingen "die Propagandamethode des Präsidenten in Reinkultur". Der Düsseldorfer Rheinischen Post sagte Pörksen: "Es geht darum, durch das schlichte Meinen und das Behaupten Wunschwirklichkeiten und letztlich Fakten zu schaffen, sich noch vor der Auszählung als Sieger zu inthronisieren. Hier offenbart sich die Mentalität eines Diktators, nicht die eines demokratischen Politikers. Trumps Ankündigungen sind ein Beleg für den unbedingten Willen zur Macht."

11:05 Uhr: Enges Rennen in Wisconsin

Im US-Bundesstaat Wisconsin liefern sich Amtsinhaber Donald Trump und sein Herausforderer Joe Biden ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach Auszählung von fast 90 Prozent der Stimmen entfallen laut Edison Research auf Trump 49 Prozent und auf Biden 49,3 Prozent.

10.29 Uhr: SPD kritisiert Trump-Äußerungen

Bundesfinanzminister Olaf Schloz (SPD) hat die komplette Auszählung aller Stimmen bei der US-Präsidentschaftswahl gefordert. "Wir sollten alle gemeinsam allerdings darauf bestehen, dass demokratische Wahlen auch komplett stattfinden", sagte Scholz bei einer Erklärung vor der Video-Konferenz der EU-Finanzminister am Mittwoch. "Und das heißt, sie sind dann beendet, wenn alle Stimmen ausgezählt werden." Zuvor hatten der SPD-Politiker Ralf Stegner und der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert Trumps Ankündigung kritisiert, die Auszählung stoppen zu lassen.

10.22 Uhr: Streit ums Wahlergebnis könnte Weltwirtschaft beeinträchtigen

In den USA droht laut Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln ein wochenlanger Streit um das Wahlergebnis. Eine länger andauernde Unsicherheit oder Auseinandersetzungen über die Legitimität der Wahl würde ein Führungsvakuum in den USA schaffen, das für die US- und die Weltwirtschaft kritische Folgen hätte, erklärte das IW am Mittwoch. Die Weltwirtschaft sei durch die Corona-Pandemie bereits schwer angeschlagen. "Vom wirtschaftlichen Zentrum USA und dessen Führungskraft muss Stabilität ausgehen, nicht weitere Unsicherheit. Eine schnelle Klärung der Wahlergebnisse ist wichtig - nicht nur für die USA."

09.59 Uhr: Biden-Team kritisiert Trump-Aussagen zu Auszählungen als "skandalös"

Das Team des demokratischen Herausforderers Joe Biden hat die Aussage von Donald Trump, Auszählungen stoppen zu wollen, als "skandalös" bezeichnet. Schon vor Trumps Rede rief Biden zu mehr Geduld auf - die Wahl sei nicht vorbei, ehe jede Stimme gezählt sei. "Es ist nicht an mir oder an Donald Trump, zu erklären, wer diese Wahl gewonnen hat. Es ist die Entscheidung des amerikanischen Volkes." Die Rechtsexperten des demokratischen Herausforderers seien ihrerseits für eine gerichtliche Auseinandersetzung gerüstet, erklärte am Mittwochmorgen das Wahlkampfteam von Biden.

09.15 Uhr: Biden holt laut New York Times auch Maine

Joe Biden hat der New York Time zufolge auch Maine gewonnen. Der Bundesstaat an der Ostküste hat drei Wahlmänner-Stimmen.

09.00 Uhr: Biden gewinnt umkämpften Staat Arizona

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat sich bei der US-Wahl den umkämpften Staat Arizona gesichert, der lange als sichere Bastion der Republikaner galt. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Mittwochmorgen (Ortszeit) auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen. Zuvor hatte Fox News bereits einen Biden-Sieg in Arizona verkündet. Arizona ist damit der erste Staat, den die Demokraten von den Republikanern erobern konnten. Trump gewann hier 2016 noch mit 3,5 Prozentpunkten Vorsprung.

08.30 Uhr: Trump reklamiert Sieg für sich

Bei einer Rede vor Anhängern im Weißen Haus in Washington hat Präsident weitere Staaten für sich reklamiert, in denen noch kein Ergebnis feststeht. "Wir haben die Wahl gewonnen", verkündete Trump. In seinem Statement wiederholte er die Anschuldigung, dass es bei dieser Wahl Betrug gebe. Er werde deswegen den Supreme Court einschalten, kündigte Trump an. "Wir wollen, dass alle Stimmabgaben aufhören", sagte Trump und bezog sich damit offenbar auf die ausstehende Auszählung von Briefwahl-Stimmen.

07.57 Uhr: Deutsche Politik stellt sich auf juristische Hängepartie bei US-Wahl ein

Deutsche Politiker stellen sich darauf ein, dass die USA nach der Präsidentenwahl vor einer Hängepartie stehen. "Ich fürchte, dass man noch sehr, sehr lange diskutieren wird, falls es ein knappes Ergebnis wird", sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier im ZDF mit Blick auf mögliche juristische Auseinandersetzungen. "Wir werden uns auf eine unsichere Situation einstellen müssen", sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bei ntv. Ähnlich äußerten sich Grünen-Chef Robert Habeck, der FDP-Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff und SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich, der sogar von einem möglichen "Chaos" sprach. Zugleich warnten die Politiker parteiübergreifend davor, dass das Verhältnis Deutschlands mit den USA schwieriger werde, egal wer gewinne.

07.32 Uhr: Trump holt Nebraska

Donald Trump holt nach CNN-Informationen auch Nebraska. Allerdings hat der Staat Sonderregeln: Neben den Wahlleuten für den Gesamt-Staat gibt es dort noch zwei Distrikte, die jeweils einen eignen Wahlmann bestimmen. Einen dieser Distrikte hat Biden gewonnen. Aus Nebraska nimmt Biden diese eine Stimme mit - Trump holt dagegen die restlichen vier Wahlmänner-Stimmen.

07.25 Uhr: Georgia und Mittlerer Westen weiter offen - Lange Auszählung möglich

Bei der Auszählung der US-Wahl hat es in den frühen Morgenstunden vom Mittwoch (Ortszeit) vorsichtig positive Zeichen für die Demokraten gegeben. Allerdings deutet vieles darauf hin, dass es noch Tage dauern könnte, bis ein Sieger feststehen wird. In manchen bereits vollständig ausgezählten Countys in Pennsylvania lag Herausforderer Joe Biden einige Punkte über den Prozentwerten von Hillary Clinton vor vier Jahren. Sie hatte den Staat 2016 letztlich äußerst knapp verloren. Neue Hoffnung weckte auch eine Korrektur zur Zahl noch erwarteter Stimmen in Georgia: Dort hatte es zunächst nach einem Sieg für Trump ausgesehen, später schien das Rennen wieder offen. Außerdem sah es so aus, als könnte Biden Arizona für sich entscheiden. 2016 war der Staat im Südwesten noch an die Republikaner gegangen.

07.15 Uhr: Twitter markiert Trump-Tweet mit Hinweis der Irreführung

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat einen Tweet von US-Präsident Donald Trump mit dem Warnhinweis der Irreführung versehen. In dem Beitrag wirft Trump den Demokraten vor, die Wahl "stehlen" zu wollen. "Einige oder alle der Inhalte, die in diesem Tweet geteilt werden, sind umstritten und möglicherweise irreführend in Bezug auf die Beteiligung an einer Wahl oder einem anderen staatsbürgerlichen Prozess", schreibt Twitter dazu. Trump schrieb zuvor auf Twitter, die Republikaner lägen zwar in Führung. "Aber sie versuchen, die Wahl zu stehlen. Wir werden das niemals zulassen." Trump kündigt eine Erklärung für die Nacht an. Der Präsident hatte im Vorfeld der US-Wahl immer wieder Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Stimmen-Auszählung gesät. Beweise für seine Unterstellung gibt es keine.

07.11 Uhr: US-Präsident Trump gewinnt laut AP Bundesstaat Texas

Der republikanische Amtsinhaber Donald Trump hat bei der US-Präsidentenwahl den wichtigen Bundesstaat Texas gewonnen. Damit sichert er sich die Stimmen von 38 Wahlleuten, wie die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen meldete.

07.10 Uhr: Bundesstaat Delaware wählt erste Transgender-Senatorin

In den USA ist erstmals eine offen lebende Transgender-Politikerin in den Senat eines Bundesstaates gewählt worden. Die Demokratin Sarah McBride gewann in Delaware gegen den Republikaner Steve Washington, wie die Nachrichtenagentur AP meldete. Die 30 Jahre alte McBride hat sich für Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender- und queeren Menschen (LGBTQ) eingesetzt.

06.55 Uhr: Trump: "Sie versuchen, die Wahl zu stehlen"

Joe Biden hat sich in seinem Heimatstaat Delaware an seine Anhänger gewandt. Dabei versprühte er Optimismus und erklärte, dass man dabei sei, die Wahl zu gewinnen. Er warb um Geduld, es werde noch dauern, bis das Endergebnis da sei.

Amtsinhaber Trump kündigte ebenfalls ein Statement an. Auf Twitter attackierte er abermals den Prozess der Abstimmung und sprach davon, dass versucht werde, die Wahl zu stehlen. "Wir werden das niemals zulassen", betonte er. Beweise für seine Behauptung lieferte er keine. Twitter versah den Tweet kurze Zeit später mit dem Warnhinweis, dass der Inhalt "möglicherweise irreführend in Bezug auf die Beteiligung an einer Wahl oder einem anderen staatsbürgerlichen Prozess" sei.

06.38: Trump holt Florida

Amtsinhaber Donald Trump hat nach Zählung der Nachrichtenagentur AP und der TV-Sender CNN und Fox News den Staat Florida gewonnen. Damit sicherte er sich 29 enorm wichtige Wahlmänner und -frauen, die letztlich über Sieg und Niederlage entscheiden könnten. Der Gewinner braucht die Stimmen von 270 Wahlleuten, um zum Präsidenten gewählt zu werden.

06.33 Uhr Donald Trump siegt in Iowa

US-Präsident Donald Trump hat Iowa für sich entschieden. Damit holte der Amtsinhaber die sechs Wahlleute-Stimmen des Staates. Vor vier Jahren hatte Trump dort mit einem Vorsprung von mehr als neun Prozentpunkten über die Demokratin Hillary Clinton triumphiert.

06.30 Uhr: Biden holt wohl Minnesota

Wie 2016 geht Minnesota laut Informationen der AP an die Demokraten. Joe Biden würde damit die zehn Wahlleute aus dem Staat in Norden erhalten.

06.27 Uhr: Arizona-Sieg deutet sich für Biden an

Bei der US-Präsidentschaftswahl mehren sich die Zeichen, dass Herausforderer Biden den Bundesstaat Arizona für die Demokraten gewinnen könnte. Sollte sich dieser Trend bewahrheiten, wäre dies der erste Bundesstaat, in dem sich die Wähler anders als vor vier Jahren entschieden haben.

06.25 Uhr: Montana geht laut "New York Times" an Trump

Donald Trump kann auch Montana halten. Der Staat mit drei Wahlleuten geht der "New York Times" zufolge wie 2016 an den Republikaner.

06.16 Uhr: Biden siegt im US-Staat Hawaii

US-Demokrat Biden kann im Rennen um das Weiße Haus laut AP und Fox News erwartungsgemäß auf den US-Staat Hawaii zählen. Der Sieg brachte ihm vier Wahlleutestimmen ein. Hawaii wählt seit Jahren zuverlässig demokratisch. Zuletzt gewann dort ein republikanischer Präsidentschaftskandidat im Jahr 1984. Es war Ronald Reagan.

06.05 Uhr: Trump gewinnt Swing State Ohio

Präsident Donald Trump hat bei der US-Wahl nach Prognosen von Fernsehsendern den wichtigen Bundesstaat Ohio mit 18 Wahlleuten gewonnen. Das ging aus übereinstimmenden Vorhersagen der Sender Fox News, NBC und CNN auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen hervor. Der Swing State Ohio hat eine große symbolische Bedeutung: Seit 1964 hat der Staat immer für den späteren Sieger gestimmt.

05.35 Uhr: Warten auf verlässliche Zahlen aus Florida

Der TV-Sender Fox News hat bereits einen Sieg von Trump in Florida vermeldet - die anderen großen Sender und Edison Research bewerten das Rennen weiter als noch zu eng.

05.22 Uhr: Trump holt sich nächsten Südstaat

Amtsinhaber Trump setzt seine Siegeszug in den Südstaaten fort. Wie auch 2016 gewinnt der Republikaner Mississippi. Zuvor gingen bereits Oklahoma, Arkansas und Tennessee an ihn. Auch in Florida und Georgia sieht es gegenwärtig gut für Trump aus.

05.10 Uhr: Biden könnte Trump Arizona abnehmen

Um die Wahl zu gewinnen, muss Biden Staaten gewinnen, die 2016 für den Republikaner Trump gestimmt haben. Einer davon könnte Arizona sein: Der Demokrat liegt nach drei Viertel der Stimmenauszählung mit fast neun Prozentpunkten in Front.

05.02 Uhr: Biden holt sich komplette Westküste

Kalifornien, Oregon, Washington - Herausforderer Biden gewinnt laut Prognosen alle drei Westküsten-Staaten - wie erwartet. Auch 2016 konnten die Demokraten die drei Staaten für sich entscheiden.

04:53 Uhr: Rennen um Mehrheit in US-Senat bleibt spannend

Das Rennen um die Mehrheit im US-Senat ist weiterhin offen. Zwar mussten die Republikaner mit dem Sieg des Demokraten John Hickenlooper in Colorado eine erste Niederlage einstecken, konnten jedoch mit Tommy Tuberville in Alabama auch einen Senatssitz von den Demokraten erobern. Es ist unklar, wann mit einem endgültigen Ergebnis zu rechnen ist.

Jeder Bundesstaat entsendet zwei Senatoren, bisher halten die Republikaner eine Mehrheit von 53 der 100 Sitze. Bei dieser Wahl fällt die Entscheidung über 35 Sitze im Senat, davon wurden bisher 23 von Republikanern gehalten und 12 von Demokraten.

04.37 Uhr: Erfolg für Biden in New Hampshire, für Trump in Utah

Biden gewinnt laut übereinstimmenden Medienberichten New Hampshire und damit vier weitere Wahlleute. 2016 konnte sich die damalige demokratische Kandidatin Hillary Clinton dort mit einer hauchdünnen Mehrheit von 0,3 Prozentpunkten vor Trump durchsetzen.

An Präsident Trump geht Prognosen zufolge Utah mit sechs Wahlleuten. Der Bundesstaat geht seit Jahrzehnten an Republikaner

04.35 Uhr: Trump übernimmt die Führung in Ohio

Je mehr Stimmen im Swing State Ohio ausgezählt werden, umso besser sieht es für den Amtsinhaber aus. Trump liegen gegenwärtig mit fünf Prozentpunkten vor Herausforderer Biden. Ein Viertel der Stimmen muss noch ausgezählt werden.

04.02 Uhr: Kopf-an-Kopf-Rennen in Ohio

Einer der wichtigsten Staaten in der US-Präsidentschaftswahl ist Ohio. 18 Wahlmänner sind dort zu holen. Vielleicht noch bedeutender: Seit 1964 hat der Staat immer für den späteren Sieger gestimmt. Nach Auszählung von zwei Dritteln der Stimmen liegen die Kandidaten fast gleichauf.

04.00 Uhr: Trump in Texas wieder in Front

Doch keine Überraschung im Lone Star State? Nachdem die Hälfte der Stimmen ausgezählt war, lag Herausforderer Biden in Führung. Nun hat sich der Stand gedreht; Rund drei Viertel der Stimmen sind inzwischen ausgezählt: Trump liegt aktuell mit zwei Prozentpunkten vorn.

03.56 Uhr: Zwei weitere Staaten gehen an Trump

Donald Trump hat sich zwei weitere Staaten gesichert. South Carolina und Kansas gehen laut US-Medien an den Republikaner. Schon 2016 holte sich Trump die beiden Staaten mit 21 Prozentpunkten (Kansas) und 14 Prozentpunkten (South Carolina) Vorsprung.

03.47 Uhr: TV-Sender: Demokraten verteidigen Repräsentantenhaus

Die Demokraten haben nach einer Hochrechnung des TV-Senders Fox News bei der US-Wahl wie erwartet ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verteidigt. Spannender bleibt es zunächst bei der zweiten Kongresskammer, dem Senat. Vor der Wahl galten 14 Sitze als umkämpft, daher könnte das Ergebnis noch eine Weile unklar sein. Mit der Kontrolle des ganzen Kongresses könnten die Demokraten auch bei einem Sieg von Amtsinhaber Donald Trump bei der Präsidentenwahl die Politik der Republikaners zum großen Teil blockieren.

03.24 Uhr: Demokraten verteidigen Colorado

Joe Biden hat Colorado gewonnen, auch Hillary Clinton gelang hier ein Sieg in 2016. Und es bahnt sich gleich eine zweite gute Neuigkeit aus dem Staat für die Demokraten an: Es könnte ein Erfolg im Kampf um die Macht im Senat dazukommen - laut Fox News schlägt der demokratische Herausforderer John Hickenlooper in Colorado den republikanischen Amtsinhaber Cory Gardner. Bislang haben die Republikaner in der Kongresskammer eine knappe Mehrheit von 53 zu 47.

03.09 Uhr: Trump gewinnt fünf weitere Staaten - Biden zwei

Amtsinhaber Trump hat in den USA fünf weitere Staaten erobert: Nebraska, Louisiana, Wyoming und South und North Dakota. Sein demokratischer Herausforderer Biden holte sich hingegen New Mexico und New York. Die Ergebnisse dort waren keine Überraschung, in umkämpften Staaten wie Georgia, Florida und Pennsylvania steht die Entscheidung noch aus.

02.56 Uhr: Überraschung möglich? Biden liegt in Texas knapp vorn

Seit 1976 hat kein Demokrat mehr in Texas bei Präsidentschaftswahlen gewonnen - das könnte sich nun ändern. Nach Auszählung von rund 60 Prozent der Stimmen liegt Herausforderer Biden US-Medien zufolge mit rund 50 Prozent vor Trump in Führung. Der Amtsinhaber kommt bisher auf rund 48 Prozent.

02.45 Uhr: Missouri und Arkansas gehen an Trump

Amtsinhaber Trump hat zwei Staaten im Süden des Landes gewonnen - Missouri und Arkansas und damit jeweils sechs Wahlmänner gehen an den Republikaner. Dass die beiden Staaten an Trump gehen, ist keine Überraschung. Bei der Wahl 2016 hatte er Missouri mit 19 Prozentpunkten und Arkansas mit 27 Prozentpunkten Vorsprung geholt.

02.39 Uhr: Richter erlaubt verlängerte Stimmabgabe in Nevada

Im Großraum Las Vegas müssen 30 Wahllokale eine Stunde länger geöffnet bleiben. Damit gab Bezirksrichter Joe Hardy einer Klage der Kampagne von US-Präsident Trump statt. Sein Wahlkampfteam hatte moniert, dass 22 Abstimmungslokale im Großraum Las Vegas mit Verspätung geöffnet hätten. Richter Hardy weitete die verlängerte Stimmabgabe auf Antrag von Anwälten der Demokraten auf acht weitere Wahllokale aus.

Die Wahllokale in Nevada schließen normalerweise um 19.00 Uhr (Ortszeit), doch bleiben die Türen so lange geöffnet, bis die letzte Person in der Schlange ihre Stimme abgegeben hat. Über Twitter hatte die für die Wahlen zuständige Lokalbehörde am Morgen von technischen Problemen bei etlichen Wahllokalen berichtet, die zu einer späteren Öffnung geführt hätten. Hardy ordnete nun an, dass Wähler, die noch um 20.00 Uhr (Ortszeit) an 30 Wahllokalen im Bezirk Clark County Schlange stehen, ihre Stimme abgeben dürfen.

02.31 Uhr: Positive Signale für Trump aus Florida

Aus Florida kommen gute Nachrichten für Trump. Besonders im bevölkerungsreichen County Miami-Dade erzielte Biden weniger Stimmen, als er voraussichtlich bräuchte, um den Staat zu gewinnen. Kommentatoren und US-Experten gehen davon aus, dass Trump gute Chancen hat, Florida für sich zu gewinnen. Der Republikaner ist auf den Staat zwingend angewiesen, sein Herausforderer hätte weitere Wege zum Sieg.

02.22 Uhr: Trump holt auch Tennessee

Laut AP und CNN geht Tennessee an Donald Trump. Der Staat hat elf Wahlleute. 2016 gewann der Republikaner hier mit einem Vorsprung von über 26 Prozentpunkten.

02.08 Uhr: Oklahoma geht an Trump

Amtsinhaber Trump hat Oklahoma laut CNN und New York Times gewonnen. In Alabama und Mississippi liegt er laut Prognosen von AP und Fox in Führung. Oklahoma entsendet sieben Wahlleute.

02.05: Zahlreiche Ostküsten-Staaten gehen an Biden

Joe Biden holt sich eine Reihe von Staaten an der Ostküste geholt. Nach übereinstimmenden Medienberichten gehen Connecticut, Maryland, Massachusetts, Delaware, Rhode Island, New Jersey und der District of Columbia an den Demokraten. Auch Illinois hat Biden gewonnen. In der Summe sind das 72 Wahlmänner-Stimmen.

01.59: Biden gewinnt in Virginia

Der Demokrat Biden hat nach Vermont auch Virginia gewonnen. Laut der Nachrichtenagentur AP und mehreren Fernsehsendern sicherte sich Biden damit die 13 Wahlleute für den Staat an der Ostküste.

01.56 Uhr: Republikaner wollen Briefwahl-Zählung in Nevada stoppen

In Nevada beantragen die Republikanische Partei und Trumps Wahlkampfteam einem NBC-Bericht zufolge eine einstweilige Verfügung, um die Auszählung von Briefwahlstimmen zu begrenzen. Betroffen wäre der Kreis Clark County, wo die Großstadt Las Vegas liegt.

01.45 Biden laut CNN in Florida vorne

Im wichtigen Swing State Florida liegt Joe Biden laut CNN in Führung. Bisher sollen dem Sender zufolge rund zwei Drittel der Stimmen ausgezählt worden sein - dabei liegt der Demokrat bisher bei knapp über 50 Prozent.

01.39 Uhr: Trump gewinnt in West Virginia

US-Präsident Trump hat Medienberichten zufolge erwartungsgemäß den Bundesstaat West Virginia gewonnen. Das meldeten unter anderem die Nachrichtenagentur AP und der Sender Fox News. Der Bundesstaat hat fünf Wahlleute zu vergeben. 

01.18 Uhr: Trump holt Kentucky, Biden Vermont

Nach Informationen von AP und Fox News sind die nächsten beiden Staaten entschieden: Trump holt Kentucky und damit die nächsten acht Wahlmänner-Stimmen. 2016 ging der Staat mit großer Mehrheit auch an den Republikaner. Joe Biden hat Vermont gewonnen und holt damit seiner ersten drei Wahlmänner-Stimmen. Vermont ging auch bei der letzten Präsidentschaftswahlen an die Demokraten.

01.05 Uhr: Wahllokale in mehreren US-Bundesstaaten geschlossen

Die Wahllokale in Georgia, South Carolina, Vermont, Indiana, Kentucky und Virginia haben komplett geschlossen. Auch in weiten Teilen Floridas endete für Wähler am Mittwoch um 01.00 Uhr deutscher Zeit die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben. An vielen Orten der USA hatten sich am Wahltag Schlangen vor den Wahllokalen gebildet. Wähler, die zur Schließung der Wahllokale noch anstanden, durften ihre Stimme noch abgeben.

01.02 Uhr: Trump gewinnt Indiana

Das erste Rennen ist entschieden: Indiana geht nach übereinstimmenden Medienberichten an Donald Trump, elf Wahlmänner-Stimmen erhält damit der Republikaner. Die Entscheidung ist keine Überraschung. 2016 gewann Trump den Staat mit fast 20 Prozentpunkten Vorsprung.

00.40 Uhr: Zehn Prozent der Wähler stimmen erstmals ab

Einer Umfrage von Edison Research zufolge geben zehn Prozent der Wähler an, in diesem Jahr erstmals ihre Stimme abzugeben. Das entspricht etwa dem Anteil von 2016.

00.12 Uhr: Experten: Zunächst keine Hinweise auf Cyberangriffe

Bei der US-Wahl hat es Experten zufolge zunächst keine Anzeichen für größere Cyberangriffe gegeben. Es seien lediglich einige technische Pannen gemeldet worden, die aber nicht unüblich seien, teilte die Agentur für Cybersicherheit und Infrastruktur im US-Heimatschutzministerium mit. Es sei aber noch zu früh, um komplett Entwarnung zu geben. Immerhin stünden nach Schließung der Wahllokale noch tagelange Auszählungen und Überprüfungen der Stimmen bevor.

Mittwoch, 04. November

23.55 Uhr: Rapper Kanye West stimmt für sich selbst

Rapper Kanye West hat seine Stimme abgegeben - und weder den Demokraten Joe Biden noch den Republikaner Donald Trump gewählt. Er habe seinen eigenen Namen auf den Stimmzettel geschrieben, berichtete der 43-Jährige. "Heute stimme ich zum ersten Mal in meinem Leben für einen Präsidenten der Vereinigten Staaten und es ist für jemanden, dem ich wirklich vertraue ... mich", schrieb West auf Twitter. Dazu postete er mehrere Fotos und Videos von dem Vorgang in einem Wahllokal in Park County (US-Staat Wyoming). Auf dem Stimmzettel hatte er als "Write-in"-Kandidat seinen Namen und den von Predigerin Michelle Tidball als Vize-Kandidatin eingetragen.

West hatte im Juli bekannt gegeben, dass er sich für das Amt des Präsidenten bewerben wolle. Wegen verpasster Anmeldefristen schaffte er es jedoch in vielen Staaten nicht auf den Wahlzettel.

22.45 Uhr: FBI ermittelt wegen Roboteranrufen am Wahltag

Das FBI geht einer Welle mysteriöser Roboteranrufe am Tag der US-Präsidentenwahl nach, die die Angerufenen zum Zuhausebleiben auffordern. Das US-Heimatschutzministerium teilte mit, das FBI habe Ermittlungen aufgenommen. Die Bundespolizei selbst lehnte eine Stellungnahme ab. Auch die New Yorker Generalstaatsanwältin Laetitia James kündigte Untersuchungen an. Bei den Anrufen sagt eine Computerstimme: "Hallo, dies ist nur ein Testanruf. Zeit, zu Hause zu bleiben. Bleiben sie sicher und zu Hause."

Nach Angaben der Firma RoboKiller, die gegen die sonst oft für Werbung eingesetzten Roboteranrufe vorgeht, ist dieser Anruf in den vergangenen elf Monaten bereits millionenfach getätigt worden. Am Dienstag schnellte er auf der Liste der häufigsten Spam-Anrufe bis auf Platz fünf nach oben. "Tausende oder Zehntausende" dürften ihn am Dienstag erhalten haben, sagte Giulia Porter von RoboKiller.

22.45 Uhr: Desinfektionsmittel lässt Stimmzettelscanner streiken

Wählen in Zeiten der Corona-Pandemie: In einem Wahllokal im US-Staat Iowa hat Handdesinfektionsmittel einen Stimmzettelscanner zum Blockieren gebracht. Die Hände einiger Wähler in Des Moines seien von dem Mittel noch feucht gewesen, sagte ein Sprecher des Secretary of State (Innenminister) von Iowa. Auf dem Gerät habe sich nach einiger Zeit so viel Desinfektionsmittel angesammelt, dass er nicht mehr funktioniert habe, sagte Sprecher Kevin Hall.

Das Gerät sei innerhalb etwa einer Stunde repariert worden. Um einen weiteren Defekt zu verhindern, sei die Handdesinfektionsstation weiter nach vorne in der Schlange verlegt worden, damit die Hände der Wähler trocknen konnten, bis sie in Kontakt mit dem Wahlzettel kamen.

22.00 Uhr: Richter weist US-Post zur Suche nach Stimmzetteln an

Ein US-Bundesgericht hat Post-Inspekteure zur Durchsuchung von mehr als zwei Dutzend Briefverarbeitungszentren angewiesen. Sie sollen nach dort verbliebenen Briefwahlzetteln suchen. Diese müssten sofort versandt werden, entschied das Gericht.

Die Anweisung bezieht sich auf Zentren in Teilen Pennsylvanias und Wisconsins sowie in Philadelphia, Detroit, Atlanta und dem südlichen Florida. Sie folgt auf US-weite Verzögerungen bei der Zustellung vor der Wahl und Sorgen, dass die Post die Stimmzettel nicht pünktlich zustellt.

21.22 Uhr: Biden: "Schlacht um die Seele der Nation"

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Biden hat die US-Amerikaner auf Twitter zum Wählen aufgerufen. "Wir sind in einer Schlacht um die Seele der Nation. Und ihr habt die ultimative Macht, das Ergebnis zu bestimmen", schrieb er. Bei einem Auftritt in Philadelphia machte Biden seinen Anhängern noch einmal Mut. "Wir wählen Hoffnung statt Angst. Wir wählen die Wahrheit statt Lügen. Wir wählen Wissenschaft statt Fiktion", rief er einigen Dutzend Menschen in der Großstadt im umkämpften Bundesstaat Pennsylvania durch ein Megafon zu.

21.18 Uhr: Wahlergebnisse aus North Carolina verzögern sich etwas

Im US-Staat North Carolina bleiben vier Wahllokale länger als vorgesehen geöffnet, weil sie verspätet geöffnet hatten. Das beschloss der Wahlvorstand. Dadurch verzögert sich auch die Meldung der Ergebnisse des Staats. Die mehr als 2.600 Wahllokale in North Carolina schließen regulär um 19.30 Uhr Ortszeit (01.30 Uhr MEZ). Die längste Verlängerung wurde mit 45 Minuten einem Wahllokal in Sampson County gewährt. Die betroffenen Wahllokale hatten zumindest teilweise mit technischen Problemen zu kämpfen. Mit Ergebnissen ist daher erst ab 20.15 Uhr Ortszeit zu rechnen.

21.00 Uhr: Gebiet rund um Weißes Haus mit Zaun abgeriegelt

Wegen möglicher Proteste nach der Wahl ist das Weiße Haus in Washington sicherheitshalber mit einem zusätzlichen Zaun abgeriegelt worden. Auf Bildern ist eine Befestigung an der Südseite der Machtzentrale in der US-Hauptstadt zu erkennen. Teile des Gebiets rund ums Weiße Haus waren schon seit dem Sommer teilweise für die Öffentlichkeit gesperrt - wegen Protesten, aber auch wegen Bauarbeiten.

Im Weißen Haus will US-Präsident Trump mit Hunderten geladenen Gästen die Wahlnacht verbringen.

20.11 Uhr: Mehr als 100 Millionen Frühwähler

Mehr als 100 Millionen Menschen haben schon vor dem eigentlichen Wahltag abgestimmt - eine Rekordzahl. Das entspreche mehr als 73 Prozent der Stimmen, die 2016 insgesamt abgegeben wurden, berichtete das "U.S. Elections Project". Besonders stark war die Wahlbeteiligung in einer Reihe von Bundesstaaten im Süden und Westen. In Texas, Washington State, Oregon und Hawaii überstieg die Zahl der Frühwähler jeweils sogar die der 2016 insgesamt abgegebenen Stimmen.

Es wird davon ausgegangen, dass die Mehrheit der Frühwähler Herausforderer Biden unterstützen. Amtsinhaber Trump dagegen hatte vor allem die Briefwahl immer wieder mit Betrug in Verbindung gebracht.

19.35 Uhr: Trump zeigt sich siegessicher

Während eines Besuchs bei seinen Wahlkampfhelfern hat sich Präsident Trump siegessicher gezeigt. "Ich glaube, wir werden eine großartige Nacht haben", sagte er in Arlington bei Washington. Die Zahlen, die er aus den Bundesstaaten Texas, Arizona oder Florida sehe, seien sehr gut. Auf die Frage, ob er für den Fall eines Sieges oder einer Niederlage bereits Reden vorbereitet habe, sagte Trump, dass er darüber noch nicht nachdenke. Er hoffe aber, dass das Ergebnis schnell feststehe. "Gewinnen ist leicht. Verlieren ist niemals leicht. Nicht für mich", betonte der Präsident. Die Ergebnisse aus den ersten Bundesstaaten werden nach 1.00 Uhr MEZ erwartet.

18.50 Uhr: Biden besucht Ort seiner Kindheit

Unter dem Jubel von Anwohnern und Schaulustigen hat Biden am US-Wahltag das Haus besucht, in dem er seine ersten Lebensjahre verbracht hat. Nach einem Gespräch mit der jetzigen Bewohnerin des Gebäudes in Scranton (Pennsylvania) erzählte Biden vor laufenden Kameras, er habe im Wohnzimmer einen Gruß an die Wand geschrieben. Mitreisenden Journalisten zufolge lautete dieser: "Aus diesem Haus ins Weiße Haus mit der Gnade Gottes. Joe Biden 3.11.2020." Biden war mit seiner Familie im Alter von zehn Jahren von Scranton nach Wilmington (Delaware) gezogen, wo er bis heute lebt.

18.01 Uhr: US-Heimatschutzminister fordert Geduld

Der amtierende US-Heimatschutzminister Chad Wolf mahnt beim Warten auf das Ergebnis der Präsidentschaftswahl zur Geduld. Bis zur Bekanntgabe des Ergebnisses könne "Zeit verstreichen", sagte er am Dienstag dem US-Sender Fox News. Die Wähler sollten daher das Resultat "geduldig" abwarten. Zu Geduld, aber auch zu Wachsamkeit rief der Chef der Behörde für Cybersicherheit, Chris Krebs, auf. Es könne Versuche geben, die Wahl zu stören oder die Technik lahmzulegen, sagte er und betonte: "Ich rufe alle Amerikaner auf, geduldig zu sein, alle aufsehenerregenden und unüberprüften Behauptungen mit Skepsis zu begegnen", sagte Krebs.

17.02 Uhr: First Lady Melania Trump wählt in Florida

First Lady Melania Trump hat ihre Stimme abgegeben: Die 50-Jährige ging winkend in ein Wahllokal in Palm Beach im umkämpften Bundesstaat Florida, wie TV-Aufnahmen zeigten. Mitreisende Journalisten berichteten, Trump sei die einzige Person gewesen, die trotz der Corona-Pandemie keine Maske getragen habe. Ihre Sprecherin Stephanie Grisham sagte dazu, Trump sei abgesehen von einigen Wahlhelfern und ihrem eigenen Mitarbeiterstab, die alle auf das Coronavirus getestet worden seien, alleine im Wahllokal gewesen. Wegen der Abstandsregelungen und der bei einer Wahl üblichen Privatsphäre habe sich niemand in der Nähe der First Lady aufgehalten.

Präsident Donald Trump hatte seine Stimme schon frühzeitig Ende Oktober in Florida abgegeben. Der offizielle Wohnsitz des Paares ist Trumps Luxushotel Mar-a-Lago in Palm Beach.

16.00: Wahllokale in Kalifornien öffnen

Weil sich die USA über mehrere Zeitzonen erstrecken, zieht sich die Öffnung der Wahllokale über mehrere Stunden. Nach dem Osten folgen die Staaten im Zentrum des Landes. Im Westküstenstaat Kalifornien kann man von 7.00 Uhr Ortszeit (16.00 Uhr MEZ) an die Stimme abgeben. In Alaska sind die Wahllokale seit 17.00 Uhr MEZ geöffnet, in Hawaii erst ab 18.00 Uhr. In beiden Bundesstaaten können die Wähler bis 6.00 Uhr (MEZ) am Mittwoch abstimmen, auf den Aleuten noch eine Stunde länger.

14.50 Uhr: Trump vor Wahlnacht: "Keine Gründe, Spiele zu spielen"

US-Präsident Trump hat sich uneindeutig zu dem möglichen Szenario geäußert, er könnte bei der Präsidentenwahl vor der Auszählung aller Stimmen seinen Sieg verkünden. "Ich denke, wir werden siegen. Aber nur wenn es einen Sieg gibt. Es gibt keine Gründe, Spiele zu spielen", sagte Trump am Morgen in der TV-Sendung "Fox and Friends". Der Präsident, der telefonisch zugeschaltet war, zeigte sich optimistisch, ein noch besseres Ergebnis als bei seinem Erfolg 2016 zu erzielen.

Trump hat vor der Wahl nicht zugesagt, dass er das Resultat akzeptieren wird. Der US-Präsident behauptete auch bei "Fox and Friends" wieder, dass die starke Zunahme der Abstimmung per Briefwahl zu Wahlbetrug führen könnte. Stichhaltige Beweise dafür führte er nicht an. .

14.07 Uhr: "Swing States" könnten die US-Wahl entscheiden

Zum Abschluss des Wahlkampfs hatten sich Trump und Biden ganz auf die sogenannten Swing States konzentriert - also jene US-Staaten, die mal republikanisch, mal demokratisch wählen. Das renommierte Statistik-Portal "FiveThirtyEight" sieht bei dieser Wahl 13 Staaten als Swing States an: Arizona, Florida, Georgia, Iowa, Michigan, Nevada, New Hampshire, North Carolina, Ohio, Pennsylvania, Texas, Wisconsin und Virginia.

Hintergrund: Der Präsident wird nicht direkt gewählt, sondern über Wahlleute. Und diese werden prinzipiell nach dem "Winner takes it all"-Prinzip vergeben. Hat ein Kandidat die Mehrheit in einem Staat, bekommt er alle Stimmen der Wahlleute. Für einen Wahlsieg braucht ein Kandidat die Stimmen von mindestens 270 der 538 Wahlleute.

12.40 Uhr: Im Osten der USA öffnen die Wahllokale

Im Osten der USA sind am Tag der Präsidentenwahl die ersten Wahllokale zur persönlichen Stimmabgabe geöffnet worden. Nachdem in zwei kleinen Orten in New Hampshire bereits um Mitternacht (Ortszeit) abgestimmt worden war, machten nun auch die Wahllokale in größeren Städten und Kommunen auf. Um 6.00 Uhr Ortszeit (12.00 Uhr MEZ) öffneten zum Beispiel viele in New York, New Jersey, Connecticut, Virginia, Indiana und Kentucky. Vor einigen Lokalen bildeten sich lange Schlangen, wie in verschiedenen Beiträgen auf Twitter zu sehen war.

11.40 Uhr: Rekordbeteiligung bei Briefwahl

Ob dieses Mal bereits in der Wahlnacht ein verlässliches Ergebnis vorliegen wird, ist unklar. Denn vielerorts werden wohl erstmal nur die Urnen der Wahlbüros komplett ausgezählt. Die Auswertung von Millionen Briefwahl-Stimmzetteln könnte sich in einigen Bundesstaaten erheblich hinziehen. Wegen der Corona-Pandemie hat in diesem Jahr eine Rekordzahl von Wählern per Briefwahl abgestimmt: Fast 100 Millionen US-Bürger haben schon vor Öffnung der Wahllokale im ganzen Land abgestimmt. Das entspricht rund 70 Prozent der 2016 bei der Präsidentenwahl insgesamt abgegebenen Stimmen.

In der Vergangenheit lag bei den Briefwählern meist der demokratische Kandidatevorn. Erste Auszählungsergebnisse könnten sich also durch die Auswertung der Briefwahlstimmen noch verändern. Die Amtseinführung des nächsten Präsidenten ist für den 20. Januar 2021 angesetzt.

10.05 Uhr: Mehr als 140.000 Wahlberechtigte in Deutschland

Für die Präsidentschaftswahl konnten auch zahlreiche US-Amerikanerinnen und -Amerikaner in Deutschland ihre Stimme abgeben. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts leben hierzulande mehr als 141.000 wahlberechtigte US-Bürger. Etwa ein Drittel von ihnen hat zusätzlich auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Nicht erfasst in den Zahlen sind hier stationierte US-Soldaten, Diplomaten und deren Angehörige.

07:29 Uhr: Erste Ergebnisse bei US-Wahl - aus kleinen Dörfern

Die ersten Entscheidungen der US-Präsidentenwahl sind gefallen: Der Demokrat Joe Biden hat die Abstimmung in dem kleinen Örtchen Dixville Notch in New Hampshire an der US-Ostküste mit 5 zu 0 Stimmen gegen Donald Trump gewonnen. Im Nachbarort Millsfield setzte sich der Republikaner Trump mit 16 zu 5 Stimmen gegen Biden durch, wie dort kurz nach Mitternacht (Ortszeit) auf einer handbeschriebenen Tafel verkündet wurde. In den Örtchen wird traditionell schon um Mitternacht gewählt. Da es nur wenige registrierte Wähler gibt, werden die Stimmen gleich ausgezählt.

06.27 Uhr: Republikaner scheitern mit Klage gegen Stimmabgabe aus Autos in Texas

Republikaner sind im US-Bundesstaat Texas mit dem Versuch gescheitert, etwa 127.000 Stimmzettel für ungültig erklären zu lassen, die Wähler direkt aus ihren Autos heraus abgegeben hatten. Die Stimmen wurden im Harris County abgegeben, das als eher den Demokraten zugeneigt gilt. Ein Bundesrichter in Houston wies eine Klage von vier Republikanern ab, die gefordert hatten, die Stimmzettel nicht zu berücksichtigen. Die Wahlbehörde von Harris County hatte angesichts der Corona-Krise zusätzlich Zelte neben Wahllokalen aufstellen lassen, in denen Autofahrer ihre Stimmzettel abgeben konnten, ohne die Fahrzeuge zu verlassen.

Texas hat seit dem Sieg von Jimmy Carter 1976 nicht mehr für einen Demokraten bei einer Präsidentenwahl gestimmt - in diesem Jahr zeigen die Umfragen aber ein relativ knappes Rennen zwischen dem republikanischen Amtsinhaber Donald Trump und dem Demokraten Joe Biden. Insofern könnten auch 127.000 Stimmen eine wichtige Rolle spielen.

06.00 Uhr: Wahltag in USA eröffnet - kleine Orte in New Hampshire stimmen ab

Mit Abstimmungen in kleinen Orten im Bundesstaat New Hampshire hat um Punkt Mitternacht (Ortszeit) der Wahltag in den USA begonnen. Das erste Ergebnis wird aus dem Dorf Dixville Notch erwartet, in dem schon seit 1960 stets zu Beginn der "Geisterstunde" abgestimmt wird. Hier gibt es weniger als ein Dutzend registrierte Wähler, sodass gleich nach der Stimmabgabe ausgezählt wird. Auch in dem kleinen Örtchen Millsfield wird traditionell um Mitternacht (Ortszeit) abgestimmt. Im Ort Hart's Location fällt die Mitternachtsabstimmung bei dieser Präsidentschaftswahl wegen der Corona-Pandemie aus. Hier öffnen die Wahllokale wie andernorts erst einige Stunden später.

05.40 Uhr: US-Wahl gilt als offen

Das Rennen zwischen dem republikanischen Amtsinhaber Donald Trump und seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden gilt als offen. In den landesweiten Umfragen lag Biden zwar vor Trump. Dass das mit dem Ergebnis in der Wahlnacht nicht viel zu tun haben muss, erlebten die Demokraten aber schmerzlich vor vier Jahren: Obwohl allgemein mit einem Sieg Hillary Clintons gerechnet worden war, zog damals Trump ins Weiße Haus ein.

Neben dem Präsidenten stehen auch das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats zur Wahl.

Dienstag, 03. November 2020

Ältere Nachrichten zur US-Wahl finden Sie hier.

Mit Material von dpa, Reuters, AP und AFP.

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