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US-Truppenabzug: Grafenwöhrs Bürgermeister hofft auf Rücknahme | BR24

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Der Bürgermeister von Grafenwöhr, Edgar Knobloch, hofft darauf, dass der Abzug von US-Truppen aus der Oberpfalz noch abgewendet werden kann. Die Pläne müssten noch durch den Senat und den Kongress. Der Truppenübungsplatz soll weiter bestehen bleiben.

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US-Truppenabzug: Grafenwöhrs Bürgermeister hofft auf Rücknahme

Der Bürgermeister von Grafenwöhr, Edgar Knobloch, hofft darauf, dass der Abzug von US-Truppen aus der Oberpfalz noch abgewendet werden kann. Die Pläne müssten noch durch den Senat und den Kongress. Der Truppenübungsplatz soll weiter bestehen bleiben.

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Edgar Knobloch (CSU), Bürgermeister von Grafenwöhr, hat im Interview mit der Bayern 2-radioWelt darauf hingewiesen, dass der angekündigte Abzug der US-Truppen aus der Oberpfalz noch keine beschlossene Sache sei: "Es muss ja durch den Senat, es muss durch den Kongress. Es gibt sehr viele Gegenstimmen", sagte er. Zudem müssten die Ankündigungen der US-Regierung erst noch in konkrete Pläne umgesetzt werden, wodurch "sicher viele Jahre vergehen" würden:

"Insofern ist bei uns die Hoffnung eigentlich groß, dass im Laufe der Jahre vielleicht die Entscheidung zurückgenommen wird oder eine andere Entscheidung getroffen wird." Edgar Knobloch (CSU), Bürgermeister von Grafenwöhr

Truppenübungsplatz Grafenwöhr wird nicht geschlossen

Donald Trump hatte den US-Truppenabzug damit begründet, dass Deutschland seine Rechnungen nicht bezahle. Die gute Nachricht sei, so Knobloch, dass der Truppenübungsplatz Grafenwöhr weiter bestehen bleibe: "Wir sind also nicht von einer Schließung betroffen." Der Übungsplatz sei "der modernste der Welt, das sagen die Amerikaner selbst, und auch der größte. Insofern ist es sinnvoll, das weiterhin militärisch zu nutzen", so Knobloch.

"Es darf am Ende jedenfalls nicht so ausgehen, dass hier nur noch Übungslärm da ist, also dass die Amerikaner nur zum Üben kommen. Sondern es muss schon auch ein gewisser Anteil an Personal da sein. Die Akzeptanz gegenüber den Amerikanern und auch die Loyalität ist sehr, sehr groß." Edgar Knobloch (CSU), Bürgermeister von Grafenwöhr

Das sei so lange der Fall, so der Bürgermeister weiter, wie die Balance stimme zwischen den Belastungen der Bevölkerung durch Schießlärm auf der einen Seite und den wirtschaftlichen Vorteilen auf der anderen Seite. Etwa 3.000 Einheimische sind derzeit bei der US-Armee und deren Vertragspartnern beschäftigt.

Söder will Standortkommunen unterstützen

Ministerpräsident Markus Söder hatte bereits gestern Hilfe für betroffene Standorte in Bayern signalisiert. "Die Standortkommunen sind sehr stark betroffen. Da geht es um Wertschätzung und um Arbeitsplätze, die drum herum sind", sagte der bayerische Ministerpräsident. "Da braucht es nun Ersatzkonzepte, vielleicht durch die Bundeswehr." Aber auch die Staatsregierung werde wolle Ideen einbringen – die Standortkommunen sollten laut Söder nicht allein gelassen werden.

© BR

Offenbar machen die USA Ernst und ziehen Soldaten von Army-Stützpunkten in Deutschland ab. Betroffen auch der Standort Vilseck. Was das für die Region bedeutet, erfährt unser Reporter Rudolf Heinz vor Ort.

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