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US-Präsident Joe Biden, First Lady Jill Biden und Familie, gehen zum Weißen Haus.

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US-Ticker: Biden erhielt von Trump "sehr wohlwollenden" Brief

Joe Biden hat den von seinem Vorgänger Donald Trump eingeleiteten Austritt der USA aus der Weltgesundheitsorganisation WHO gestoppt. Trump hinterließ seinem Nachfolger einen "sehr wohlwollenden" Brief. Alle Entwicklungen im Liveticker.

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  • BR24 Redaktion

Die wichtigsten News zur Amtseinführung von Joe Biden zum 46. Präsidenten der USA:

  • Bidens Sprecherin will wieder tägliche Presse-Briefings einführen (02.00 Uhr)
  • US-Senat bestätigt Geheimdienstkoordinatorin Haines (00.55 Uhr)
  • Biden ordnet US-Wiedereintritt in WHO an (00.36 Uhr)
  • Biden erhielt von Trump "sehr wohlwollenden" Brief (00.10 Uhr)
  • Merkel würdigt Vereidigung als "Feier der amerikanischen Demokratie" (Mittwoch, 21.26 Uhr)
  • Bidens Antrittsrede: "Die Demokratie hat sich durchgesetzt" (Mittwoch, 17.54 Uhr)
  • Biden als 46. US-Präsident vereidigt (Mittwoch, 17.48 Uhr)
  • Kamala Harris legt ihren Amtseid als Vize-Präsidentin ab (Mittwoch, 17.41 Uhr)

05.25 Uhr: Kleine Neuerungen im Oval Office unter Biden

Unter Joe Biden bekommt das Büro des US-Präsidenten, das Oval Office, einen etwas neuen Look. Nach Einladung Bidens in den Raum konnten Reporter auf dem Tisch hinter dem Präsidenten eine Büste von Gewerkschaftsführer und Menschenrechtler Cesar Chavez sehen, umrundet von gerahmten Familienfotos. Ein Porträt von US-Gründervater Benjamin Franklin war an einer Wand aufgehängt. Biden wird zudem einen dunkelblauen Vorleger verwenden statt einen helleren, den sein Vorgänger zum Teil der Einrichtung gemacht hatte. Was bleibt, ist der sogenannte Resolute Desk - ein Schreibtisch aus Eiche, gebaut aus dem britischen Polar-Erkundungsschiff "HMS Resolute".

04.50 Uhr: Obama: "Heute war ein guter Tag"

03.20 Uhr: Biden-Regierung setzt umstrittene Praxis bei Asylbewerbern aus

Die Biden-Regierung setzt eine umstrittene Praxis im Umgang mit Asylbewerbern aus Zentralamerika aus. Aus einer Mitteilung des Heimatschutzministeriums vom Mittwochabend (Ortszeit) ging hervor, dass illegal in die USA gekommene Migranten, die dort Asyl beantragen, von Donnerstag an nicht mehr bis zu einer Entscheidung in ihrem Verfahren nach Mexiko zurückgeschickt werden. Die Schutzmaßnahmen wegen der Corona-Pandemie blieben aber in Kraft. Deshalb sind Grenzübertritte stark eingeschränkt. Wer derzeit in Mexiko auf ein Ergebnis seines Verfahrens in den USA warte, solle zunächst dort bleiben, hieß es.

02.55 Uhr: Gebäudeschäden bei Protest gegen Biden in Portland

Bei einem Protest gegen Biden in Portland ist der Hauptsitz der Demokratischen Partei im Bundesstaat Oregon beschädigt worden. Eine Gruppe habe Fenster eingeworfen und anarchistische Symbole auf das Gebäude gesprayt, teilte die Polizei mit. Es seien auch Gegenstände auf Einsatzkräfte geworfen worden. Es handelte sich um eine von mindestens vier Gruppen, die am Tag von Bidens Amtseinführung in Portland demonstrieren wollten. In der Stadt kommt es seit der Tötung des Schwarzen George Floyd in Polizeigewahrsam regelmäßig zu Protesten. Im Sommer gab es an 100 aufeinanderfolgenden Tagen Demonstrationen.

02.30 Uhr: Sprecherin: Einzug ins Weiße Haus für Biden wie Heimkehr

Der Einzug ins Weiße Haus hat sich für Biden nach Angaben seiner Sprecherin wie eine Heimkehr angefühlt. Er habe eine unglaubliche Ruhe ausgestrahlt und sei freudig gewesen, was sicher auch daran gelegen habe, dass er den Tag mit seiner Familie verbracht habe, sagte Jen Psaki bei ihrer ersten Pressekonferenz als Sprecherin des Weißen Hauses. "Aber, wissen Sie, er hat auch gesagt, er fühle sich, als sei er nach Hause zurückgekehrt." Psaki verwies auf Bidens achtjährige Amtszeit als Vize von Ex-Präsident Barack Obama. "Das war das Gefühl, das ihn heute überkam."

02.00 Uhr: Bidens Sprecherin will wieder tägliche Presse-Briefings einführen

Bidens Sprecherin will die täglichen Pressebriefings im Weißen Haus wieder aufleben lassen. Jen Psaki (42) sagte bei ihrer ersten Pressekonferenz zu, im Umgang mit Journalisten ehrlich zu sein. "Als der Präsident mich bat, in dieser Rolle zu dienen, sprachen wir darüber, wie wichtig es ist, Wahrheit und Transparenz zurück in den Briefing-Raum zu bringen", sagte die neue Sprecherin des Weißen Hauses. Sie plane werktägliche Pressekonferenzen - "nicht an Samstagen und Sonntag, ich bin kein Monster".

01.45 Uhr: Biden wird mit Verbündeten über Iran-Frage sprechen

Der Atomstreit mit dem Iran wird Bidens Sprecherin zufolge ein Thema bei den ersten Gesprächen des Präsidenten mit den amerikanischen Verbündeten sein. Biden gehe davon aus, dass Diplomatie zu Einschränkungen des iranischen Atomprogramms führen werde.

01.35 Uhr: Biden stößt Kurswechsel in der Migrationspolitik an

Biden hat unmittelbar nach seinem Amtsantritt einen Kurswechsel in der Migrationspolitik angestoßen. Nur wenige Stunden nach seiner Vereidigung schickte Biden dazu einen Gesetzentwurf an den US-Kongress, wie die neue Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Abend (Ortszeit) mitteilte. In dem Entwurf ist den Angaben nach unter anderem vorgesehen, dass Menschen, die bislang ohne Aufenthaltserlaubnis in den USA leben, die Möglichkeit bekommen sollen, einen Aufenthaltstitel zu bekommen - und auf lange Sicht auch die US-Bürgerschaft. Auch die Integration von Einwanderern und Flüchtlingen soll demnach verbessert werden. Biden will außerdem ein Programm zum Schutz von rund 700.000 jungen Migranten vor einer Abschiebung (Daca) auf Dauer sichern.

01.20 Uhr: Erstes Gespräch mit Trudeau

Die ersten Gespräche mit ausländischen Staats- und Regierungschefs als US-Präsident will Joe Biden mit engen Verbündeten führen. Bidens erster Gesprächspartner werde am Freitag der kanadische Premierminister Justin Trudeau sein, sagte Sprecherin Jen Psaki am Mittwoch in Washington. «Seine ersten Anrufe werden mit Partnern und Verbündeten sein. Er hält es für wichtig, diese Beziehungen wieder aufzubauen und die Herausforderungen und Bedrohungen anzugehen, denen wir in der Welt gegenüberstehen.» Ein Telefonat mit Russlands Präsident Wladimir Putin sei bislang nicht geplant.

00.55 Uhr: US-Senat bestätigt Geheimdienstkoordinatorin Haines

Der US-Senat hat die vom neuen Präsidenten Joe Biden nominierte Geheimdienstkoordinatorin Avril Haines im Amt bestätigt. Die Kongresskammer winkte damit am Mittwochabend (Ortszeit) das erste von Biden nominierte Regierungsmitglied durch. Die frühere Vizechefin des Auslandsgeheimdienstes CIA wird als erste Frau der US-Geschichte Geheimdienstdirektorin und koordiniert damit fortan die Arbeit der Nachrichtendienste des Landes.

00.38 Uhr: Widerstand gegen Rückkehr zum Pariser Abkommen

Im Senat regt sich sofort Widerstand gegen eine Rückkehr der USA in das Pariser Klima-Abkommen. Eine Gruppe von republikanischen Senatoren reicht eine Resolution ein, die verlangt, dass Biden sich wie bei allen internationalen Verträgen die Zustimmung von zwei Dritteln der Kongresskammer einholt. Dort halten Bidens Demokraten die Hälfte der Sitze. Präsident Barack Obama legte das Pariser Abkommen damals nicht dem Senat vor. Er argumentierte, es gehöre zu einem bereits ratifizierten UN-Abkommen von 1992.

00.36 Uhr: Biden ordnet US-Wiedereintritt in WHO an

Der neue US-Präsident Joe Biden hat mit mehreren Dekreten begonnen, die Politik seines Vorgängers umzukehren. Die Vereinigten Staaten werden demnach der Weltgesundheitsorganisation WHO wieder beitreten.

00.35 Uhr: Biden verfügt Stopp des Baus der Grenzmauer

Die Mauer an der Grenze zwischen den USA und Mexiko soll nicht weiter gebaut werden. Der neue US-Präsident Joe Biden ordnete auch den Baustopp als eine seiner ersten Amtshandlungen im Weißen Haus an. Diese Entscheidung ist ebenfalls Teil mehrere Exekutivanordnungen, die Maßnahmen seines Vorgängers Donald Trump rückgängig machen.

00.33 Uhr: Parteien wollen Bidens Ruf nach Zusammenarbeit folgen

Die führenden Senatoren der Demokraten und Republikaner wollen dem Ruf des neuen Präsidenten Joe Biden nach Zusammenarbeit folgen. "Wir haben keine Wahl. Die Herausforderungen, denen wir gegenüber stehen, sind groß. Die Spaltung im Land ist real", sagte der Demokrat Chuck Schumer, nachdem er den Republikaner Mitch McConnell als Mehrheitsführer der Kammer abgelöst hatte. Beide Parteien halten nun je 50 Sitze in der Kammer - die neue Vizepräsidentin Kamala Harris kann aber ein Patt zu Gunsten der Demokraten auflösen. Das Land verdiene es, dass beide Seiten, wo möglich, "zum gemeinsamen Wohl eine gemeinsame Basis" fänden, sagte McConnell. Im Sinne des Landes sei auch, sich "respektvoll zu widersprechen".

00.20 Uhr: Bedford-Strohm - "Albtraum endlich vorbei"

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, hat mit Erleichterung auf die Amtsübernahme von Joe Biden reagiert. In einem Facebook-Post erklärte er: "Albtraum der letzten vier Jahre ist endlich vorbei". Er sprach von einem "Tag der Hoffnung für die ganze Welt".

00.10 Uhr: Biden erhielt von Trump "sehr wohlwollenden" Brief

Vor seinem Auszug aus dem Weißen Haus hat der frühere US-Präsident Donald Trump seinem Nachfolger Joe Biden nach dessen Angaben einen "sehr wohlwollenden" Brief hinterlassen. Da die Zeilen des Republikaners "privat" seien, werde er in der Öffentlichkeit nicht über den Inhalt des Briefs sprechen, bevor er mit Trump selbst geredet habe, sagte Biden am Mittwoch (Ortszeit) in Washington vor Journalisten. In den USA ist es Tradition, dass die scheidenden Präsidenten ihren Nachfolgern einen handgeschriebenen Brief hinterlassen. Ob auch Trump dieser Gepflogenheit nachkommen würde, galt bis zu Bidens Amtseinführung als unsicher. Als erster US-Staatschef seit mehr als 150 Jahren hatte Trump bereits mit einer wichtigen Tradition gebrochen und nicht an der Vereidigungszeremonie seines Nachfolgers teilgenommen.

Donnerstag, 21. Januar

23.50 Uhr: EU begrüßt Rückkehr in Klimaabkommen

Die EU begrüßt Bidens Entscheidung, die USA wieder in das Pariser Klimaschutzabkommen zurückzuführen. "Die Klimakrise ist die bestimmende Herausforderung unserer Zeit", schreibt der Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans, auf Twitter. Sie könne nur gemeinsam angegangen werden. Die Vorsitzende von Greenpeace International, Jennifer Morgan, erklärt, der Wiedereintritt in das Abkommen sei nur ein Anfang.

23.46 Uhr: Demokraten erhalten auch im Kongress Oberhand

Erstmals seit einem Jahrzehnt kontrollieren die US-Demokraten neben dem Präsidentenamt auch wieder beide Kongresskammern. Wenige Stunden nach ihrer eigenen Vereidigung nahm Vizepräsidentin Kamala Harris am Mittwoch drei neuen demokratischen Senatoren den Amtseid ab. Ihre Partei kommt damit auf insgesamt 50 Senatoren, ebenso viele wie die Republikaner. Faktisch haben aber die Demokraten die Oberhand, weil Harris zugleich Vorsitzende des Senats ist und somit bei einem Abstimmungs-Patt über die entscheidende Stimme verfügt. Da die Demokraten auch im Repräsentantenhaus die Mehrheit stellen, muss der neue Präsident Joe Biden bei wichtigen Vorhaben mit wesentlich weniger Widerstand im Parlament rechnen, als dies bei einem gespaltenen Kongress der Fall gewesen wäre.

23.19 Uhr: Biden unterzeichnet 15 Erlasse

Biden unterzeichnet seine ersten Erlasse als Präsident. Dazu gehören die Einleitung der Rückkehr zum Pariser Klimaabkommen, ein Ende des Einreiseverbotes aus gewissen islamischen Staaten und eine Aufhebung der Baugenehmigung für die Keystone-XL-Pipeline aus Kanada. Zudem wird dem Bau der Mauer zu Mexiko die juristische Grundlage entzogen und eine Maskenpflicht in Bundesgebäuden eingeführt. Insgesamt sind es 15 Erlasse. Sie benötigen nicht die Zustimmung des Kongresses.

23.02 Uhr: Demokraten haben jetzt offiziell die Mehrheit im Senat

Harris nimmt als Vizepräsidentin ihre Funktion als Vorsitzende des Senats wahr und vereidigt drei demokratische Senatoren. Im Senat haben Demokraten und Republikaner nun jeweils 50 Sitze. Bei einem Patt hat Harris die entscheidende Stimme und kann den Demokraten zur Mehrheit verhelfen. Im Repräsentantenhaus haben die Demokraten die Mehrheit.

22.55 Uhr: Brasiliens Präsident will Freihandelsabkommen mit USA

Brasiliens rechtsgerichteter Präsident Jair Bolsonaro wirbt in einem Brief an Biden für ein weitreichendes Freihandelsabkommen mit den USA. Er wolle dabei helfen, die Welthandelsorganisation WTO zu reformieren und "wirtschaftliche Störungen" zu beseitigen, die sich auf die freien Märkte auswirkten.

22.54 Uhr: Biden verfügt nun über Codes für US-Atomwaffenarsenal

Joe Biden hat nun auch Zugang zu den Codes für das Atomwaffenarsenal erhalten. Aufgrund der Weigerung seines Vorgängers Donald Trump, an der Vereidigung in Washington teilzunehmen, konnte die Übergabe des Atomkoffers diesmal nicht wie üblich diskret hinter der Tribüne erfolgen.

Als Trump am Morgen Washington verließ, hatte er als noch amtierender Präsident einen Atomkoffer dabei. Die dazugehörigen Codes wurden aber mit dem Amtseid Bidens um 12.00 Uhr Ortszeit ungültig. Biden erhielt einen anderen Koffer mit neuen Codes. Es war das erste Mal, dass dieses Prozedere notwendig wurde. In der Regel stehen drei Atomkoffer bereit: einer beim Präsidenten, einer beim Vizepräsidenten, der bei Tod oder Krankheit des Präsidenten übernehmen muss, und ein dritter als Ersatz.

22.40 Uhr: Biden schiebt Einwanderungsreform an

Wenige Stunden nach seiner Vereidigung ließ Joe Biden am Mittwoch einen Gesetzentwurf an die Abgeordneten im Kongress weiterleiten. Bei grünem Licht könnte die Reform Millionen Migranten, die derzeit ohne Aufenthaltsgenehmigung in den USA leben, den Weg zur Staatsbürgerschaft ebnen.

Noch im Laufe des Tages wollte Biden zudem mit einer Reihe von Erlassen eine klare Kehrtwende nach der strikten Einwanderungspolitik seines Vorgängers Donald Trump einleiten. So soll unter anderem der Mauerbau an der Grenze zu Mexiko gestoppt werden. Auch die von Trump verhängten Verbote, die die Einreise in die USA aus mehreren Ländern mit überwiegend muslimischer Bevölkerung weitgehend untersagen, will Biden kippen.

22.37 Uhr: Wichtige Namen vor Bestätigung von Bidens Kandidaten

Joe Bidens Wunschkandidaten für wichtige Regierungsämter müssen noch vom US-Senat bestätigt werden, bevor sie ihre Posten einnehmen können. Bis das geschehen ist, werden Ministerien und wichtige Behörden übergangsweise besetzt. Eine Auswahl, wer an welcher Stelle in den USA nun kommissarisch an der Spitze steht:

- Verteidigungsministerium: David Norquist

- Finanzministerium: Andy Baukol

- Außenministerium: Dan Smith

- Justizministerium: Monty Wilkinson

- Gesundheitsministerium: Norris Cochran

- Auslandsgeheimdienst CIA: David Cohen

- Büro des Direktors der Geheimdienste: Lora Shiao

- Büro des Handelsbeauftragten: Maria Pagan

22.20 Uhr: Anleger feiern Machtwechsel mit Kursrekorden

Am Tag des Machtübergangs von Donald Trump zu Joe Biden erklommen die Kurse Höchststände. Vor allem an der technologielastigen Nasdaq-Börse griffen die Anleger zu. Der Dow Jones Industrial als bekanntester Aktienindex weltweit schaffte es kurz vor Handelsende ebenfalls noch auf ein weiteres Rekordhoch: mit einem Plus von 0,83 Prozent auf 31 188,38 Punkte.

Den Nasdaq 100 trieben die Aktienkäufe um 2,31 Prozent nach oben auf 13 296,45 Zähler. Er erreichte ebenso wie der sehr breit aufgestellte Nasdaq Composite ein Rekordhoch. Hier sorgten starke Quartalszahlen des Online-Videoanbieters Netflix für zusätzlichen Schub. Die Aktien schossen um fast 17 Prozent nach oben und erreichten ebenfalls einen Höchststand. Mit dem 500 Unternehmen umfassenden S&P 500 ging es um 1,39 Prozent auf 3851,85 Zähler ebenfalls auf ein Rekordhoch.

21.58 Uhr: Joe Biden betritt das Weiße Haus

Gemeinsam mit der neuen First Lady Jill Biden wurde der neue US-Präsident Joe Biden am Mittwochnachmittag (Ortszeit) mit einer Präsidenten-Eskorte zu seinem Wohn- und Amtssitz im Zentrum der Hauptstadt Washington gebracht. Die letzten Meter legten Joe und Jill Biden zu Fuß zurück.

Bidens Konvoi wurde auf der letzter Strecke vor dem Weißen Haus von einer Parade zur Amtseinführung begleitet. Die Kolonne fuhr in Schrittgeschwindigkeit. Vor den Fahrzeugen marschierten Kapellen und Teilnehmer in historischen Uniformen. Ihnen folgten Polizeimotorräder mit Beiwagen. Die Limousine des Präsidenten wurde von Leibwächtern des Secret Service eskortiert.

21.26 Uhr: Merkel würdigt Vereidigung als "Feier der amerikanischen Demokratie"

"Ich freue mich auf ein neues Kapitel deutsch-amerikanischer Freundschaft und Zusammenarbeit", zitierte Regierungssprecher Steffen Seibert die Kanzlerin auf Twitter. Die deutsch-amerikanischen Beziehungen waren unter Bidens Vorgänger Donald Trump auf einen Tiefpunkt abgesackt.

21.22 Uhr: Biden-Team geht im Weißen Haus an die Arbeit

Wenige Stunden nach Bidens Vereidigung bezogen seine Mitarbeiter ihre Büros, packten Mitbringsel aus und holten sich Ausweise für einen erleichterten Zugang zum Weißen Haus. Die neue Regierungssprecherin Jen Psaki beraumte noch für Mittwochabend (Ortszeit) eine erste Pressekonferenz der neuen Regierung an.

Biden will im Oval Office gleich eine Reihe von Exekutivanordnungen unterschreiben, die zum Teil Maßnahmen seines Vorgängers Donald Trump rückgängig machen sollen.

21.01 Uhr: Biden und Harris salutieren am Grab des unbekannten Soldaten

Joe Biden hat einen Kranz am Grab des unbekannten Soldaten niedergelegt. Auch Vizepräsidentin Kamala Harris sowie die früheren Präsidenten George W. Bush, Bill Clinton und Barack Obama nahmen am Mittwoch an der Zeremonie auf dem Nationalfriedhof in Arlington bei Washington teil.

20.58 Uhr: Österreichs Staatsspitze gratuliert Biden und Harris

"Europa und die USA teilen viele gemeinsame Werte und unsere starke Partnerschaft ist zentral, um globale Herausforderungen wie die Bewältigung der Corona-Pandemie oder den Klimawandel in Angriff zu nehmen", schrieb Bundeskanzler Sebastian Kurz auf Twitter.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen freute sich, dass mit der neuen Regierung in den USA erneut ein gemeinsames Kapitel im Kampf gegen die Klimakrise aufgeschlagen werde. "Wir werden die großen Herausforderungen unserer Zeit, von COVID-19 über Klimakrise bis zum Neustart der Wirtschaft nur durch internationale Zusammenarbeit meistern", so Van der Bellen auf Twitter. Es sei schön, dass die USA nun wieder an Bord seien.

20.37 Uhr Altmaier hofft auf bessere Beziehungen zu den USA

"Es gibt eine ganze Reihe von Konflikten auf der Tagesordnung zwischen den USA und Deutschland, auch wirtschaftlicher Art. Die kann man dann lösen, wenn man sich persönlich versteht. Und wenn man auch versteht, dass mit 'America First' oder auch 'Germany First' auf Dauer keine erfolgreiche Politik für das eigene Land gemacht werden kann", zitiert "Bild Live" den CDU-Politiker. Er hoffe "auf die Führungserfahrung und Führungsverantwortung von Joe Biden". Dieser wisse, "dass er eine Aufgabe hat, die über die USA hinaus reicht". Auf Twitter schrieb Altmaier kurz zuvor: "Jetzt endlich: AMERICA GREAT AGAIN !!!!!!! Good luck Mr. President!"

20.32 Uhr: Stars gratulieren Biden und Harris

Nach der Amtseinführung von Biden und Harris haben sich Prominente aus dem Showbusiness in sozialen Medien zu Wort gemeldet. Unter Tränen verfolge sie diesen "außergewöhnlichen Moment" für Frauen in den USA und der ganzen Welt, kommentierte etwa Moderatorin Oprah Winfrey die Vereidigung von Harris als erste weibliche Vizepräsidentin in Washington.

"Heute machen wir Geschichte!", freute sich die Schauspielerin Eva Longoria in einem Tweet. Talkshow-Host Jimmy Kimmel gratulierte: "Wir wissen, dass ihr euer Bestes geben werdet, Amerika wieder gut zu machen." Sie sei froh, so viele bunte Farben zu sehen, statt nur rot und blau, erklärte Schauspielerin Jamie Lee Curtis mit Blick auf mehr Vielfalt.

20.25 Uhr: Maas: Wir brauchen die USA für Krisenbewältigung

Nach der Vereidigung von US-Präsident Joe Biden hofft Bundesaußenminister Heiko Maas darauf, dass die USA mit einer verantwortungsvollen Politik auf die Weltbühne zurückkehren. "Ich bin sehr froh, dass es jetzt endlich wieder soweit ist. Denn wir brauchen die Vereinigten Staaten, um große Herausforderungen, um die Krisen dieser Zeit wirklich wieder in den Griff zu kriegen."

Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz twitterte, mit Joe Biden würden Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ins Weiße Haus zurückkehren. "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und bessere Zeiten im gegenseitigen Verständnis."

20.22 Uhr: Abbas gratuliert Biden - Hamas will Kurswechsel

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat dem neuen US-Präsidenten Joe Biden gratuliert. "Wir freuen uns auf eine Zusammenarbeit im Bemühen um Frieden und Stabilität in der Region und auf der ganzen Welt", sagte Abbas. Er äußerte außerdem Bereitschaft zu einer Wiederaufnahme des Nahost-Friedensprozesses mit dem Ziel eines unabhängigen Palästinenserstaates. Die Friedensgespräche mit Israel liegen seit 2014 brach, ein baldiger Neustart gilt als unwahrscheinlich.

Die im Gazastreifen herrschende Hamas forderte von Biden eine Kurskorrektur in den Beziehungen der USA zu den Palästinensern. Hamas-Sprecher Fausi Barhum sagte, Bidens Regierung müsse für Sicherheit und Stabilität in der Nahost-Region sorgen. Barhum forderte eine Aufhebung aller Entscheidungen Trumps, darunter die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels und die Streichung der US-Hilfsgelder für das UN-Palästinenserhilfswerk (UNRWA).

20.15 Uhr: Mexiko will "Achtung unserer Souveränität"

Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador hat seinem neuen Amtskollegen im Nachbarland USA, Joe Biden, zu dessen Amtseinführung "alles Gute" gewünscht. Er sei optimistisch, dass die Beiden ein gutes Verhältnis haben würden, sagte López Obrador am Mittwoch in seiner täglichen Pressekonferenz.

Der 67-jährige Linkspopulist äußerte sich aber auch kritisch zu den Beziehungen der nordamerikanischen Nachbarländer, zwischen denen es zuletzt Irritationen nach der Festnahme eines mexikanischen Ex-Verteidigungsministers in den USA gegeben hatte. "Wir wollen Zusammenarbeit, aber mit Achtung unserer Souveränität", sagte López Obrador. Zu dem Ex-US-Präsidenten Donald Trump habe er ein gutes Verhältnis gehabt, wovon Mexiko profitierte habe. Es habe in der Vergangenheit aber auch "unzulässige Einmischung in unsere Souveränität" gegeben. Die Regeln der Zusammenarbeit müssten daher klar definiert werden.

20.10 Uhr: Russland wirbt für Verlängerung des atomaren Abrüstungsabkommens

Russland hat die neue US-Regierung zu einem "konstruktiveren" Ansatz in den Gesprächen über die Verlängerung des Abrüstungsvertrags New Start aufgefordert. Moskau sei dazu auf Grundlage des "Prinzips der Gleichberechtigung und der Berücksichtigung beiderseitiger Interessen" bereit, teilte das Außenministerium am Mittwoch nach der Vereidigung von Joe Biden zum neuen US-Präsidenten mit.

Washington und Moskau verhandeln derzeit über eine Verlängerung des New-Start-Abkommens, das letzte atomare Abrüstungsabkommen zwischen den beiden Ländern. Es läuft nach jetzigem Stand am 5. Februar aus, bisher gibt es keine Einigung über eine Fortsetzung.

20.03 Uhr: WHO-Chef: "Auf eine gesündere Welt"

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO gratuliert Biden und Harris zum Amtsantritt. "Auf eine gesündere, fairere, sicherere und nachhaltigere Welt", schreibt Tedros Adhanom Ghebreyesus auf Twitter. Biden hat erklärt, den von seinem Vorgänger Donald Trump eingeleiteten Rückzug der USA aus der WHO rückgängig zu machen.

20.01 Uhr: Borissow hofft auf Stärkung der strategischen Partnerschaft

Bulgariens Regierungschef Boiko Borissow setzt auf Zusammenarbeit mit Biden. Er sei sich sicher, dass Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris "gute Führer sein werden", so der Ministerpräsident.

Das südöstliche EU-Land Bulgarien ist auch Nato-Mitglied. In dem Balkanland werden zusammen mit den USA Militärstützpunkte betrieben, wo internationale Militärübungen organisiert werden und auch US-Truppen trainieren. Für Bulgaren gilt bei Reisen in die USA allerdings noch immer Visumpflicht.

19.57 Uhr: Kanadas Premier Trudeau gratuliert Biden zur Vereidigung

"Kanada und die USA genießen eine der ungewöhnlichsten Beziehungen auf der Welt", sagte Trudeau. "Unsere beiden Länder sind mehr als Nachbarn - wir sind enge Freunde, Partner und Verbündete." Trudeau freue sich auf die Zusammenarbeit mit Biden und seiner Vizepräsidentin Kamala Harris - "beim Streben danach, unsere Länder sicherer, wohlhabender und widerstandsfähiger zu machen".

Die Beziehung zwischen den beiden Ländern galt unter Bidens republikanischem Vorgänger Donald Trump als angespannt.

19.54 Uhr: Macron begrüßt USA in Pariser Klimaabkommen

"Willkommen zurück", schrieb Macron am Mittwochabend auf Twitter. "Wir werden stärker sein, um uns den Herausforderungen unserer Zeit zu stellen. Stärker um unsere Zukunft zu bauen. Stärker um unseren Planet zu schützen." Macron beglückwünschte Biden und US-Vizepräsidentin Kamala Harris "an diesem bedeutsamsten Tag für die amerikanischen Bürger".

19.46 Uhr: Kaum Proteste gegen Bidens Amtsübernahme

In Washington gab es am Mittwoch zwar viele Sicherheitskräfte, aber nur wenige Demonstranten. Es gab nur vereinzelt Festnahmen und keine ernsthaften Störungen.

Vor den Parlamenten vieler Einzelstaaten waren ebenfalls nur wenige Demonstranten zu sehen, so etwa in Concord im Staat New Hampshire und in Michigans Hauptstadt Lansing. Vor dem Kapitol von Kalifornien in Sacramento fand sich ein einsamer Demonstrant Dutzenden Polizisten und Nationalgardisten gegenüber. In Lincoln, der Hauptstadt von Nebraska, waren es drei Personen, eine von ihnen trug eine Fahne mit der Aufschrift: "Biden ist nicht der Präsident."

19.42 Uhr: Söder: "Die transatlatische Brücke wird neu gebaut"

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder gratuliert Joe Biden und Kamala Harris auf Twitter. "Die Trümmer, die Trump verursacht hat, müssen wir beiseite schieben."

19.30 Uhr: Nato: "Beginn eines neues Kapitels"

"Die Führung in den USA bleibt unverzichtbar bei der Zusammenarbeit zum Schutz unserer Demokratien, unserer Werte und der regelbasierten internationalen Ordnung", schrieb Generalsekretär Jens Stoltenberg zusammen mit Glückwünschen an Biden. Er freue sich auf eine enge Zusammenarbeit mit dem neuen US-Präsidenten und darauf, ihn später im Jahr zu einem Nato-Gipfel in Brüssel willkommen zu heißen.

19.20 Uhr: Sassoli: "Neue Ära transatlantischer Beziehungen"

Der Präsident des Europaparlaments David Sassoli sieht in der Amtseinführung Bidens den Beginn einer neuen Ära für die transatlantischen Beziehungen. Gemeinsam könne man Herausforderungen besser bewältigen - etwa den Klimawandel, die digitale Transformation und zunehmende Ungleichheiten.

Man befinde sich durch die Corona-Pandemie noch immer in einer Krise, sagte Sassoli. "Daher begrüße ich die Zusage der Vereinigten Staaten, in die Weltgesundheitsorganisation zurückzukehren, und gratuliere Ihnen zu ihrem Bekenntnis, dem Pariser Abkommen wieder beizutreten." Sassoli lud den neuen US-Präsidenten zudem ein, in das Europaparlament zu kommen und in einer Plenarsitzung zu sprechen.

18.55 Uhr: Papst gratuliert US-Präsident Biden zur Amtseinführung

Papst Franziskus betet dafür, dass Gott Bidens Versuch zur Versöhnung in den USA und der Welt leitet, wie der Vatikan mitteilt. Dies habe der Papst dem gläubigen Katholiken Biden am Mittwoch gesagt.

Franziskus hatte Biden bereits persönlich in einem Telefonat kurz nach der Wahl im November gratuliert und dabei den Wunsch nach Zusammenarbeit geäußert. Biden ist nach John F. Kennedy erst der zweite katholische Präsident in der Geschichte der USA.

18.50 Uhr: Johnson freut sich auf Zusammenarbeit mit Joe Biden

Per Twitter gratulierte der konservative Politiker am Mittwoch dem neuen US-Präsidenten und seiner Vizepräsidentin Kamala Harris zur "historischen" Amtseinführung. "Amerikas Führung ist elementar in Fragen, die uns alle betreffen, vom Klimawandel bis Covid, und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Präsident Biden", so Johnson.

18.45 Uhr: China verhängt Sanktionen gegen 28 US-Bürger

Fast zeitgleich mit Bidens Amtseid erlässt China Sanktionen gegen 28 US-Bürger. Darunter ist der Außenminister des Ex-Präsidenten Donald Trump, Mike Pompeo, der nicht mehr auf das chinesische Festland, nach Hongkong oder Macau reisen darf. Zudem dürfen die sanktionierten Personen und etwaige zugehörige Unternehmen keine Geschäfte mehr in China tätigen.

18.38 Uhr: Twitter stellt offizielle Accounts auf Biden und Harris um

Twitter hat am Mittwoch die offiziellen Accounts des Präsidenten und des Vizepräsidenten der USA an Joe Biden und Kamala Harris übertragen. Anders als bei der vergangenen Machtübergabe vor vier Jahren starten sie nach Entscheidung des Dienstes ohne die Abonnenten, die sich zur Amtszeit ihrer Vorgänger Donald Trump und Mike Pence bei den Profilen angesammelt hatten. Präsident Biden kam beim Account @POTUS (President of the United States) in der ersten halben Stunde auf 1,4 Millionen Follower, Vizepräsidentin Harris bei @VP auf 5,6 Millionen.

18.35 Uhr: Netanjahu gratuliert Biden und Harris

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat nach der Vereidigung des neuen US-Präsidenten Joe Biden die Hoffnung auf eine enge Zusammenarbeit geäußert. Netanjahu gratulierte Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris am Mittwoch nach deren Vereidigung. "Präsident Biden, wir unterhalten seit Jahrzehnten eine warme persönliche Freundschaft", sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros.

Er freue sich auf eine Zusammenarbeit mit Biden, "um das Bündnis zwischen USA und Israel weiter zu stärken, den Frieden zwischen Israel und der arabischen Welt auszuweiten und sich gemeinsamen Herausforderungen zu stellen, vor allem der Bedrohung durch den Iran", sagte der israelische Ministerpräsident. Er wünsche Biden den größten Erfolg.

18.15 Uhr: Italiens Regierungschef gratuliert Biden

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hat dem neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten zur Vereidigung gratuliert. "Ich wünsche Präsident Joe Biden und Vize-Präsidentin Kamala Harris gute Arbeit", schrieb der Regierungschef am Mittwoch auf Twitter. "Das ist ein großer Tag für die Demokratie, der über die Grenzen Amerikas hinausgeht."

Conte bekräftigte zudem, mit den USA in Zukunft zusammenarbeiten zu wollen. Italien stehe bereit, um den Herausforderungen der gemeinsamen internationalen Agenda mit den Vereinigten Staaten zu begegnen.

17.54 Uhr: Bidens Antrittsrede: "Die Demokratie hat sich durchgesetzt"

"Dies ist der Tag der Demokratie, ein Tag der Geschichte und der Hoffnung auf Erneuerung und Entschlossenheit", sagte Joe Biden in seiner Antrittsrede. Es gehe nicht um den Sieg eines Kandidaten, sondern der Herrschaft des Volkes.

Der neue US-Präsident Joe Biden hat die Amerikaner aufgefordert, sich dafür einzusetzen, das Land nach den politischen Grabenkämpfen des Wahlkampfs wieder zu einen. Er werde sich mit ganzem Herzen für Einheit und Versöhnung einsetzen, versprach Biden. "Ich werde der Präsident aller Amerikaner sein." Die USA hätten durch die jüngste Vergangenheit eine schwere Prüfung erlitten. "Und wir sind gestärkt daraus hervorgegangen." Seinen Vorgänger Donald Trump erwähnte Biden nicht namentlich.

Der 78-Jährige verspricht Kampf gegen Rassismus und inländischen Terrorismus. Er wandte sich gegen Falschdarstellungen und Verschwörungstheorien. "Wir müssen die Kultur ablehnen, in der Fakten manipuliert und sogar fabriziert werden." Amerika müsse besser sein als das.

Unter seiner Präsidentschaft werden sich die USA "der Welt wieder zuwenden". Die USA können wieder zur führenden Kraft für das Gute in der Welt werden. "Wir werden unsere Bündnisse reparieren und mit der Welt zusammenarbeiten - nicht um den Herausforderungen von gestern zu begegnen, sondern jenen von heute und morgen."

Der neue US-Präsident ging auch auf die Coronavirus-Pandemie ein. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die USA die Coronavirus-Pandemie hinter sich lassen können: "Wir können das todbringende Virus besiegen." Die USA müssten der Pandemie als geschlossene Nation begegnen.

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Die amerikanische Demokratie hat Stand gehalten, das war eine Kernaussage bei der Antrittsrede des neuen US-Präsidenten Joe Biden. Der Demokrat betonte, so die ARD-Korrespondentin Verena Bünten, dass er ein Präsident aller Amerikaner sein werde.

17.48 Uhr: Biden als 46. US-Präsident vereidigt

Der US-Demokrat Joe Biden ist neuer Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Der 78-Jährige legte den Amtseid am Mittwoch unter freiem Himmel am Kapitol in Washington ab.

Wegen der Corona-Pandemie fiel die Zeremonie unter dem Motto "Vereintes Amerika" ("America United") deutlich reduzierter aus als üblich. Die Behörden hatten zur Vorbeugung gegen eine Virus-Infektion dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Aus Sorge vor möglichen Angriffen wurden zudem die Sicherheitsvorkehrungen drastisch verschärft. Am 6. Januar hatten wütende Anhänger von Bidens Vorgängen Donald Trump das Kapitol gestürmt.

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Joe Boden wurde als 46. Präsident der USA vereidigt. Vize-Präsidentin ist Kamala Harris.

17.41 Uhr: Kamala Harris legt ihren Amtseid als Vize-Präsidentin ab

Kamala Harris ist als erste Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten vereidigt worden. Die Supreme-Court-Richterin Sonia Sotomayor nahm der 56-Jährigen am Mittwoch an der Westseite des US-Kapitols in Washington den Amtseid ab, kurz bevor Joe Biden als Präsident vereidigt werden sollte.

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Kamala Harris ist die erste Frau und die erste Schwarze, die den Eid als US-Vizepräsidentin ablegt hat. Ihre Opposition zu Trump trieb sie an, sich um die Präsidentschaftskandidatur zu bewerben, sie zog sich aber schließlich aus dem Rennen zurück.

17.33 Uhr: Assanges Partnerin bittet Trump um Begnadigung

Die Partnerin von Wikileaks-Gründer Julian Assange, Stella Moris, hat den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump am letzten Tag seiner Präsidentschaft um eine Begnadigung für den Vater ihrer Kinder gebeten. "Mr. President, Sie können Julian immer noch begnadigen, wenn Sie wollen", sagte Moris in einer Videobotschaft, die sie am Mittwoch auf ihrem Twitter-Account teilte - nur Stunden vor der Amtseinführung von Trumps Nachfolger Joe Biden. Assange zu begnadigen sei der "populärste Schritt, den Sie wahrscheinlich unternehmen können", so Moris weiter. Die Anwältin ist seit 2015 mit Assange liiert, das Paar hat zwei Söhne.

17.30 Uhr: Held von Kapitol-Attacke mit symbolischer Rolle bei Biden-Vereidigung

Ein Polizist, der für seinen Mut bei der Attacke von Trump-Anhängern auf das Kapitol gelobt wurde, hat eine symbolische Rolle bei der Amtseinführung des neuen Präsidenten Joe Biden bekommen. Eugene Goodman eskortierte am Mittwoch die neue Vizepräsidentin Kamala Harris vor der Zeremonie am Parlamentsgebäude in Washington. Goodman hatte vor zwei Wochen die ins Kapitol stürmenden Trump-Anhänger vom Sitzungssaal des US-Senats weggelockt. Das wurde in Videos festgehalten, die Goodman über die Grenzen der USA hinaus bekannt machten.

17.20 Uhr: Bombendrohung gegen Obersten Gerichtshof der USA

Kurz vor der Vereidigung von Joe Biden zum 46. Präsidenten der USA ist beim Obersten Gerichtshof in Washington eine Bombendrohung eingegangen. Das Gebäude und die Umgebung seien überprüft worden, eine Evakuierung sei nicht angeordnet worden, teilte der Supreme Court am Mittwoch mit.

Der Oberste Gerichtshof liegt neben dem Kapitol, auf dessen Stufen Biden und seine Stellvertreterin Kamala Harris am Mittag (Ortszeit; 18 Uhr MEZ) ihren Amtseid ablegen wollen. In Washington herrschen drakonische Sicherheitsvorkehrungen, seit Anhänger des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump am 6. Januar das Kapitol gestürmt hatten.

17.00 Uhr: Biden und Harris am Kapitol angekommen

Der künftige US-Präsident Joe Biden und seine Stellvertreterin Kamala Harris sind zu ihrer Amtseinführung am Kapitol eingetroffen. Gemeinsam mit ihren Ehepartnern Jill Biden und Doug Emhoff betraten die beiden am Mittwoch das Kongressgebäude. Die Feier zur Amtseinführung wird auf den Stufen an der Westseite des Kapitols abgehalten.

Als erstes früheres Präsidentenpaar waren am Mittwochmorgen (Ortszeit) der Republikaner George W. Bush (2001 - 2009) und dessen Frau Laura am Kongressgebäude eingetroffen. Wenig später trafen auch die demokratischen Ex-Präsidenten Barack Obama (2009 - 2017) mit seiner Frau Michelle sowie Bill Clinton (1993 - 2001) und dessen Frau Hillary ein. Die Präsidentenpaare reisten jeweils in separaten Konvois an.

Der einzige weitere noch lebende Ex-Präsident, Jimmy Carter (96), hatte seine Teilnahme und die seiner Frau Rosalynn (93) bereits abgesagt. Das Paar ließ jedoch Glückwünsche übermitteln. Seit Beginn der Corona-Pandemie hatte sich das hochbetagte Paar meist an seinem Wohnsitz in Plains im US-Staat Georgia aufgehalten. Der scheidende Präsident Donald Trump dagegen erweist als erster US-Staatschef der jüngeren Geschichte seinem Nachfolger Biden nicht die Ehre, an dessen Amtseinführung teilzunehmen.

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Joe Biden und seine Frau Jill sowie Kamala Harris und ihr Ehemann Doug Emhoff bei der Ankunft am Kaptiol (v.r.n.l.).

16.55 Uhr: Deutsche Politiker sehnen Amtseinführung Bidens herbei

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU), erwartet eine Verbesserung im transatlantischen Verhältnis. "Im Stil, im Ton kann man jetzt wieder über alles reden", sagte er am Mittwoch im SWR. Allerdings blieben einige Streitpunkte bestehen - etwa die US-Kritik am Pipeline-Projekt Nord Stream 2 und an den aus Washingtoner Sicht zu niedrigen deutschen Verteidigungsausgaben.

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans sprach auf Twitter von einem "Tag der Zuversicht". Das Amt des US-Präsidenten komme wieder in die Hände "einer vernunftbegabten, verantwortungsbewussten Persönlichkeit". Für die Themen Handel, Klima und Sicherheit gebe es jetzt wieder "eine ernsthafte Gesprächsbasis".

Grünen-Chefin Annalena Baerbock sagte den Sendern RTL und n-tv zu Bidens Amtseinführung: "Die ganze Welt freut sich auf diesen Moment." Die vergangenen Jahre Trump hätten die USA, aber auch die internationalen Beziehungen insgesamt "wirklich extrem gebeutelt".

Auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble zeigte sich erleichtert über den Stabwechsel in Washington. "Dass Donald Trump eine Gefahr für die Demokratie war, ist seit dem Angriff auf das Kapitol nicht mehr zu bestreiten", sagt Schäuble dem "Handelsblatt". Er hoffe, dass die USA jetzt wieder zusammenfänden. "Da kann ich dem neuen US-Präsidenten Joe Biden nur von ganzem Herzen alles Glück der Welt wünschen, dass das gelingt."

16.45 Uhr: Obama an Biden – "Jetzt ist deine Zeit"

Der künftige US-Präsident Joe Biden hat kurz vor seiner Vereidigung noch aufmunternde Worte von seinem einstigen Chef Barack Obama erhalten. "Glückwünsche an meinen Freund, Präsident Joe Biden. Jetzt ist deine Zeit", schrieb der Ex-Präsident am Mittwoch bei Twitter. Biden war acht Jahre lang Vizepräsident während Obamas Amtszeit. Er selbst schrieb bei Twitter: "Es bricht ein neuer Tag an in Amerika."

16.10 Uhr: Trump hat Notiz für Biden im Oval Office hinterlassen

US-Präsident Donald Trump hat Medienberichten zufolge eine Notiz für seinen Amtsnachfolger Joe Biden im Oval Office des Weißen Hauses hinterlassen. Das berichteten die Sender Fox News und CBS sowie die "Washington Post" am Mittwoch unter Berufung auf den Vizesprecher des Weißen Hauses, Judd Deere. Deere machte demnach keine Angaben zum Inhalt der Notiz. US-Präsident Ronald Reagan hatte 1989 die Tradition begründet, dem Amtsnachfolger ein Schreiben im Oval Office zu hinterlassen.

Unklar war in den vergangenen Tagen, ob Trump auch mit dieser Tradition brechen würde. Der scheidende Präsident verließ Washington am Mittwochmorgen in Richtung Florida. An Bidens Vereidigung am Mittag vor dem Kapitol nimmt er nicht teil. Er ist der erste Präsident seit Andrew Johnson im Jahr 1869, der der Zeremonie zur Amtseinführung seines Nachfolgers fernbleibt.

16.00 Uhr: Greta Thunberg amüsiert sich über Trump

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat sich auf der Kurznachrichtenplattform Twitter über die Abreise Donald Trumps aus dem Weißen Haus geäußert. Sie schrieb lakonisch: "Er scheint ein sehr froher alter Mann mit einer strahlenden Zukunft zu sein. So schön zu sehen!" Der Tweet ist eine Retourkutsche auf einen Tweet des mittlerweile von der Plattform verbannten Trump. Er hatte Thunberg auf ähnliche Weise verhöhnt – nach ihrer kämpferischen Rede über verfehlte Klimapolitik auf der UN-Generalversammlung im September 2019. Bereits im vergangenen November hatte Thunberg Trump in einem Tweet auf ähnliche Weise aufs Korn genommen.

15.45 Uhr: Indisches Dorf feiert Amtseinführung von Harris

Die Amtseinführung der neuen US-Vizepräsidentin Kamala Harris am Mittwoch hat im indischen Geburtsort ihres Großvaters für Festtagsstimmung gesorgt. Dorfbewohner von Thulasendrapuram im Süden Indiens zündeten Feuerwerkskörper und brachten Opfergaben anlässlich der Amtsübergabe im tausende Kilometer entfernten Washington. In dem rund 400 Einwohner zählenden Dorf herrscht seit der Wahl im November, als Joe Biden und Harris die US-Präsidentschaftswahlen gewannen, Feierstimmung.

Kinder trugen Bilder von Harris durch die Straßen und Bewohner brachten Opfergaben wie Bananen und Kokosnüsse zum Tempel des Dorfes.

Die 56-jährige Harris wurde in Kalifornien geboren. Ihre Mutter, die Brustkrebsspezialistin Shyamala Gopalan, war mit ihr jedoch häufig nach Indien gereist. "Sie gehört zu diesem Dorf und wir sind sehr stolz auf sie", sagte ein pensionierter Bankdirektor der Nachrichtenagentur AFP.

Im Dorf soll die Amtseinführung, die nach indischer Zeit am späten Mittwochabend stattfinden wird, live übertragen werden. Harris hat jamaikanisch-indischen Wurzeln. Sie wird als erste Frau und erste Schwarze als Vizepräsidentin der USA vereidigt.

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"Festtagsstimmung" im indischen Geburtsort des Großvaters der neuen US-Vizepräsidentin Kamala Harris.

15.38 Uhr: Gorbatschow hofft auf Annäherung zwischen Russland und USA

Der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow hofft auf eine Annäherung zwischen den USA und Russland nach dem Regierungswechsel in Washington. "Der derzeitige Zustand der Beziehungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten ist sehr besorgniserregend", sagte der 89-Jährige am Mittwoch der russischen Nachrichtenagentur Tass. Es müsse etwas unternommen werden, "um das Verhältnis zu normalisieren."

Gorbatschow rief beide Regierungen zum Dialog auf. "Wir müssen miteinander reden, um Klarheit zu schaffen über unsere Absichten und unser Handeln", sagte er. "Wir können uns nicht voneinander abschotten."

Konkret forderte der frühere Staatschef eine Verlängerung des Abrüstungsabkommens "New Start". Washington und Moskau verhandeln derzeit über die Vereinbarung, die nach jetzigem Stand am 5. Februar ausläuft. Während der Amtszeit des abgewählten Präsidenten Donald Trump waren die USA zuvor aus dem Rüstungskontrollvertrag "Open Skies" ausgestiegen. Zudem kündigte Trump den INF-Vertrag über die atomare Abrüstung im Mittelstreckenbereich auf.

15.35 Uhr: Biden und Harris besuchen Gottesdienst

Vor seiner Amtseinführung als US-Präsident hat Joe Biden traditionsgemäß einen Gottesdienst besucht. Zusammen mit der künftigen First Lady Jill Biden betrat er am Mittwoch die Kathedrale des Apostels Matthäus in der Hauptstadt Washington. Ebenfalls dabei sind die künftige Vizepräsidentin Kamala Harris und deren Ehemann Douglas Emhoff.

Biden wird der zweite katholische US-Präsident der Historie, die Kirche ist Sitz des Erzbischofs von Washington. Auf Einladung Bidens sollten zudem Mitglieder beider Parteien aus dem US-Kongress teilnehmen, darunter die vier hochrangigsten Vertreter der Parteien im Kongress, der republikanische Senatsmehrheitsführer Mitch McConnell und der demokratische Minderheitsführer der Kammer, Chuck Schumer, sowie die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi und der Fraktionschef der Republikaner der Kammer, Kevin McCarthy.

15.30 Uhr – NGO: Israel treibt Bau von Siedlerwohnungen voran

Kurz vor der Vereidigung des neuen US-Präsidenten Joe Biden hat Israel nach Angaben der Nichtregierungsorganisation "Peace Now" Ausschreibungen zum Bau von 2.572 Siedlerwohnungen veröffentlicht. Von diesen lägen 2.112 im Westjordanland und 460 in Ost-Jerusalem, teilte die israelische Menschenrechtsorganisation mit. Die Pläne sollen demnach zusätzlich zu dem kürzlich genehmigten und international kritisierten Bau von knapp 800 Wohnungen umgesetzt werden.

Die Baupläne bergen Konfliktpotenzial in den Beziehungen Israels zur künftigen US-Regierung. Es wird erwartet, dass Biden dem Siedlungsausbau in den besetzten Gebieten - anders als sein Vorgänger Donald Trump - kritisch gegenübersteht. Die Siedlungspolitik Israels ist hoch umstritten. Der UN-Sicherheitsrat hatte Israel Ende 2016 zu einem vollständigen Siedlungsstopp in den besetzten Palästinensergebieten einschließlich Ost-Jerusalem aufgefordert.

15.15 Uhr: Biden will Trump in Antrittsrede kaum erwähnen

In seiner Antrittsrede als US-Präsident will Joe Biden seinen scheidenden Vorgänger Donald Trump kaum erwähnen, sondern vielmehr in die Zukunft blicken. Dies teilten zwei ranghohe Vertreter des künftigen Kommunikationsteams im Weißen Haus mit.

Bidens Ansprache werde zwar "auf den Moment eingehen, in dem wir gerade sind, aber auch eine Vision für die Zukunft darlegen", sagte seine designierte Kommunikationsdirektorin Kate Bedingfield in der ABC-Sendung "Good Morning America" am Mittwoch.

Bidens Pressesprecherin Jen Psaki stellte im Nachrichtensender CNN in Aussicht, dass Bidens Antrittsrede "definitiv keine Ansprache über Donald Trump" sein werde. Das erwarte sie auch gar nicht. Bedingfield erläuterte, dass Biden überhaupt keinen Kontakt zu Trump gehabt habe.

15.00 Uhr: Trump zum Abschied – "werden zurückkehren"

Der scheidende US-Präsident Donald Trump hat zum Abschied aus dem Amt klar gemacht, dass er nicht von der Bildfläche verschwinden will. "Wir werden in irgendeiner Form zurückkehren", sagte Trump am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Abschiedszeremonie auf dem Militärflugplatz Andrews im Bundesstaat Maryland nahe Washington.

Konkreter wurde er nicht. Trump hat sich bislang nicht zu seinen Zukunftsplänen geäußert. "Ich werde immer für euch kämpfen", sagte er an die Adresse seiner Anhänger. Er werde zuschauen und hinhören, was weiter passiere.

Seine Amtszeit lobte Trump zum Abschied in den höchsten Tönen. "Was wir getan haben, ist in jeder Hinsicht erstaunlich", sagte er. "Das waren unglaubliche vier Jahre." Seine Administration habe die Grundlage dafür gelegt, dass die künftige Regierung "etwas Spektakuläres" leisten könne. Er wünsche der neuen Regierung dabei viel Glück und Erfolg. Seinen Amtsnachfolger Joe Biden erwähnte Trump namentlich nicht. Trump schloss mit den Worten: "Habt ein gutes Leben. Wir sehen uns bald."

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Melania Trump und ihr Ehemann Donald beim Zwischenstopp auf Joint Base Andrews in Maryland (USA).

14.55 Uhr: Anleger setzen auf Biden

Am Tag des Machtwechsels in den Vereinigten Staaten setzen die Anleger auf die politischen und wirtschaftlichen Versprechen von Joe Biden. Der Dax stieg am Nachmittag um 0,67 Prozent auf 13 907,14 Punkte. Auch an den US-Börsen wird am Mittwoch mit einem freundlichen Auftakt gerechnet, bevor Biden nach dem europäischen Handelsschluss als 46. Präsident der USA vereidigt werden soll. Nach dem Sturm auf das Kapitol vor zwei Wochen steht der Akt unter starken Sicherheitsvorkehrungen. Laut Analyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda konzentriert sich der Markt auf seine angekündigten billionenschweren Konjunkturhilfen zur Bekämpfung der Pandemie.

14.20 Uhr - Steinmeier gratuliert Biden in Videobotschaft

"Joe Biden, Kamala Harris und ihrem Team gelten meine besten Wünsche für ihre großen und schweren Aufgaben. Ich hoffe, dass wir sie bald in Deutschland begrüßen dürfen", sagt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einer Videobotschaft am Mittwoch. Der heutige Tag sei ein guter Tag für die Demokratie. "Meine Erleichterung ist groß, dass Joe Biden heute als Präsident vereidigt wird und ins Weiße Haus einzieht." Er freue sich darauf, die USA als unverzichtbaren Partner in vielen Fragen "künftig wieder an unserer Seite zu wissen".

Dies gelte etwa für den Kampf gegen die Pandemie, beim Klimaschutz, bei Sicherheitsfragen, der Rüstungskontrolle und der Abrüstung. Bei aller Freude dürfen man aber nicht vergessen: "Populismus hat auch die mächtigste Demokratie der Welt verführt." Man müsse der Polarisierung entschieden entgegentreten und "Politik auf der Grundlage von Vernunft und Fakten liefern". Den scheidenden Präsidenten Donald Trump erwähnt Steinmeier nicht.

14.15 Uhr: Trump hat Weißes Haus verlassen

Der abgewählte US-Präsident Donald Trump hat wenige Stunden vor dem Ende seiner Amtszeit das Weiße Haus verlassen. Trump bestieg am Mittwochmorgen (Ortszeit) an seinem Amtssitz in Washington einen Hubschrauber, um zu einem nahegelegenen Luftwaffenstützpunkt zu fliegen. Von dort wird der 74-Jährige mit der Präsidentenmaschine Air Force One zu seinem Anwesen Mar-a-Lago im Bundesstaat Florida geflogen. Trump ist der erste US-Präsident seit 1869, der der feierlichen Amtseinführung seines Nachfolgers vor dem Kapitol in Washington fernbleibt.

14.00 Uhr: Söder übt zum Abschied deutliche Kritik an Trump

CSU-Chef Markus Söder hat am letzten Tag der Amtszeit von Donald Trump harsche Kritik an der Politik des scheidenden US-Präsidenten geübt. "Irgendwie ist es ein großes Aufatmen, dass es ein neuer Präsident in den USA ist und der alte Präsident jetzt doch aufgehört hat, als Präsident", sagte Söder am Mittwoch nach einer Sitzung seines Kabinetts in München. "Die transatlantische Brücke wird neu gebaut, die Trümmer die Trump verursacht hat, müssen wir beiseite schieben."

Es werde auch weitere Herausforderungen im transatlantischen Verhältnis geben, die mit Joe Biden verbundene Hoffnung sei keine naive, sagte Söder. Es bestehe die Hoffnung, "dass man wieder miteinander reden kann und nicht nur zum Teil bizarres Verhalten erleben muss", betonte Söder.

13.15 Uhr: Johnson freut sich auf Biden

Premierminister Boris Johnson freut sich nach eigenen Worten auf die Zusammenarbeit mit Biden. Es sei wichtig, dass Großbritannien ein gutes Verhältnis zu dem US-Präsidenten habe. Er hoffe, Biden sei ebenfalls dieser Ansicht und festige die transatlantische Allianz, sagt Johnson im Parlament. Zu den weiteren gemeinsamen Themen gehörten die Corona-Pandemie und der Klimawandel.

9.05 Uhr – Von der Leyen: "USA zurück im Kreis Gleichgesinnter"

Vor der Amtseinführung des noch designierten US-Präsidenten Joe Biden wurde EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Brüsseler Europaparlament bereits deutlich. Vier lange Jahre seien es gewesen, jetzt aber habe Europa wieder einen "engen Freund im Weißen Haus". Nicht nur die Europäische Union, nein, die ganze Welt habe darauf gewartet, die USA wieder begrüßen zu dürfen – "im Kreis gleichgesinnter Staaten."

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