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US-Strafzölle auf EU-Importe treten in Kraft | BR24

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Die US-Strafzölle auf EU-Produkte sind in Kraft getreten. Damit werden auf Flugzeugimporte aus der EU Strafzölle in Höhe von zehn Prozent erhoben. Auf weitere EU-Produkte wie Wein, Käse und Whisky Aufschläge werden bis zu 25 Prozent aufgeschlagen.

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US-Strafzölle auf EU-Importe treten in Kraft

Die US-Regierung erhebt ab sofort zusätzliche Strafzölle auf Importe aus Europa. Die WTO hatte dies den USA erlaubt - als Vergeltung für unerlaubte Subventionen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus.

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Die Strafzölle der USA auf EU-Produkte sind nun in Kraft getreten. Sie treffen vor allem Landwirte und Winzer aus den vier Airbus-Ländern Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien. Der US-Handelsbeauftragte gab bekannt, dass von heute an 25-prozentige Strafzölle erhoben werden - unter anderem auf Käse, Wein, Butter, Whiskey und Olivenöl. In Europa hergestellte Flugzeuge werden in den USA um zehn Prozent teurer. Flugzeugteile bleiben verschont.

Die USA hatten die Zölle Anfang Oktober als Vergeltung für EU-Subventionen für den Flugzeugbauer Airbus angekündigt. Schlichter der Welthandelsorganisation (WTO) hatten der US-Regierung das Recht zugesprochen, Strafzölle von bis zu 100 Prozent auf Waren im Wert von 7,5 Milliarden Dollar zu erheben.

Weiter Drohung von Strafzöllen auf europäische Autos

Bis zuletzt hatten die Europäer gehofft, US-Präsident Trump könne Vergeltungszölle verzichten. Noch am Mittwoch hatte Italiens Präsident Mattarella im Weißen Haus vor einer gegenseitigen Zollspirale gewarnt. Denn schon im kommenden Jahr, so Mattarella, werde die WTO den Europäern Strafzölle gegen US-Produkte erlauben - dann als Vergeltung für unerlaubte Subventionen für den amerikanischen Flugzeugbauer Boeing.

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Seit heute gelten zusätzliche US-Strafzölle für Produkte aus der EU - darunter Flugzeuge, Wein oder Käse. Damit reagieren die USA auf unerlaubte Subventionen für den Flugzeugbauer Airbus. Auch der bayerischen Wirtschaft bereitet das zunehmend Sorgen.