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US-Präsidentschaftswahl 2020: Demokratie in Gefahr? | BR24

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Die USA stehen mitten in einer Schicksalswahl. Rund 60 Millionen Bürger haben ihre Stimmen bereits abgegeben, am 3. November schliessen die Wahllokale.

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US-Präsidentschaftswahl 2020: Demokratie in Gefahr?

Die US-Präsidentschaftswahl steht unter dem Einfluss der Corona-Pandemie und eines Präsidenten, der polarisiert. Wird Donald Trump wiedergewählt oder zieht sein Herausforderer Joe Biden ins Weiße Haus ein? Wahlen in einem tief gespaltenen Land.

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Wie konnte Donald Trump Präsident werden und warum hat er vier Jahre später Chancen auf eine weitere Amtsperiode? Fragen, die den Politikwissenschaftler und USA-Experten Prof. Dr. Christian Hacke beschäftigen. Antworten findet er in der politischen Geschichte der USA: "Donald Trump war 2016 nicht vom Himmel gefallen, sondern er war damals die Antwort der Wähler auf ein Versagen der liberalen Eliten, die Hillary Clinton personifizierte", analysiert Christian Hacke.

"Er verkörpert ein Amerika, was schon immer da war. Deshalb ist er uramerikanisch. Aber er ist gleichzeitig auch in seinen Auswüchsen und in seinen semi-autoritären Ansätzen total unamerikanisch. Und das ist das eigentlich Gefährliche." Politikwissenschaftler Christian Hacke über Donald Trump

Im "alpha-thema Gespräch: Amerika - wohin?" am Mittwoch um 21.50 Uhr diskutieren Christian Hacke und die Kommunikations- und Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Andrea Römmele über die Stärken und Schwächen der Präsidentschaftsbewerber Trump und Biden und mögliche Szenarien nach der Wahl.

US-Demokratie in der Krise

Joe Biden stehe für Anstand, Würde und Ausgleich, danach sehnten sich viele Amerikaner, aber er sei "nicht der originellste Denker", meint Christian Hacke. Keine guten Voraussetzungen für die Demokratie in den USA.

"Die USA würde ich momentan nicht mehr als Demokratie bezeichnen." Politikwissenschaftlerin Andrea Römmele

Andrea Römmele sieht vor allem die Besetzung von Sitzen im Supreme Court kritisch. Noch nie habe ein Präsident die Möglichkeit gehabt, gleich drei Sitze beim Obersten Gerichtshof zu besetzen. Damit und mit der Besetzung von Richterstellen in den Bundesstaaten habe sich Trump ein System geschaffen, "das ganz klar für den Fall, dass es am 3. November knapp ausgehen sollte, für ihn arbeiten wird".

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alpha-thema Gespräch (von links): Prof. Dr. Christian Hacke, Prof. Dr. Andrea Römmele und Moderatorin Birgit Kappel

Bei einem unklaren Wahlausgang oder einem Kopf-an-Kopf-Rennen könnte die Auszählung der Briefwahlstimmen das Ergebnis verzögern und eventuell der Supreme Court darüber entscheiden. Dieses Szenario fürchten viele. "Dann könnte ich mir auch vorstellen", so Andrea Römmele, "dass Trump seine Anhängerschaft mobilisiert und dass wir dann wirkliche Auseinandersetzungen auch auf Amerikas Straßen haben werden."

USA-Schwerpunkt auf ARD-alpha

"alpha-thema Gespräch: Amerika - wohin?" am 28. Oktober 2020 um 21.50 Uhr ist Teil des einwöchigen USA-Schwerpunkts in ARD-alpha. Unmittelbar vor den Präsidentschaftswahlen am 3. November zeigen Dokumentationen, Reportagen und Gespräche bis Sonntag, 1. November 2020, den politischen und kulturellen Zustand der Vereinigten Staaten nach vier Jahren Donald Trump.

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