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US-Präsidentschaftswahl: Kandidat Kanye West meldet sich zurück | BR24

© BR/Katharina Wilhelm

Der Rapper und ehemalige Trump-Unterstützer Kanye West tritt als Präsidentschaftskandidat bei der anstehenden US-Wahl an. Lange blieb es ruhig im Wahlkampf des Musikers, nun meldete er sich mit einem Werbespot zurück. Chancen hat er dennoch keine.

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US-Präsidentschaftswahl: Kandidat Kanye West meldet sich zurück

Der Rapper und ehemalige Trump-Unterstützer Kanye West tritt als Präsidentschaftskandidat bei der anstehenden US-Wahl an. Lange blieb es ruhig im Wahlkampf des Musikers, nun meldete er sich mit einem Werbespot zurück. Chancen hat er dennoch keine.

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Kanye West – als US-Präsident? In dieser Rolle würde sich der exzentrische Rapper wohl gerne sehen. Im Sommer hatte er seine Kandidatur für das höchste Amt der Vereinigten Staaten angekündigt. Es folgten ein Zusammenbruch bei einer Wahlkampfveranstaltung, ein Posting seiner Frau Kim Kardashian, die für Verständnis warb, da Kanye an einer Bipolaren Störung leide, eine Albumankündigung – und dann lange nichts.

Nun meldet sich der Geschäftsmann und Musiker knapp 20 Tage vor dem Wahltag in den USA zurück: mit einem Wahlwerbespot – und meint es offenbar weiterhin ernst.

Wahlwerbespot von Kanye West: Bekenntnis zur Religion

Der Blick von Kanye West geht nach links an der Kamera vorbei, im Hintergrund flattert eine US-Flagge in schwarz-weiß. Das Video: ein Aufruf an die Amerikaner, ihre Religion und ihren Glauben zu stärken: "Wir als Volk werden das Bekenntnis unserer Nation zum Glauben wiederbeleben, zu dem, was unsere Verfassung die freie Ausübung der Religion nennt, einschließlich natürlich des Gebets", so der Rapper in dem Video.

Wests Positionen: Religiosität, gegen Abtreibung, gegen Impfen

Es passt zu Kanye Wests Wandlung der vergangenen Jahre, Gott und Glaube sind Themen seiner Musik und auch offenbar seines Wahlkampfs. Wiederholt hat sich Kanye West als Vertreter konservativer Werte gezeigt, ist gegen Abtreibung beispielsweise und auch gegen Impfen.

Dass er sich für das Präsidentenamt interessiert, hatte er schon mehrfach klargemacht, unter anderem 2015 bei den MTV-Video-Music-Awards. Bis vor Kurzem galt Kanye West noch als Trump-Fan – von diesem hatte er sich aber distanziert.

Kandidat Kanye West chancenlos

Die Erfolgsaussichten sind sehr gering, denn nicht in allen Bundesstaaten konnte West die Frist einhalten und steht überhaupt auf dem Stimmzettel. In Kalifornien ist er als Vizepräsident einer unabhängigen Partei gelistet – doch in Kalifornien gibt es die Möglichkeit auch einen Kandidaten in ein freies Feld einzutragen. Darauf spekuliert Kanye West offenbar auch, dass er als sogenannter "Write-In"-Kandidat auch als Präsident gewählt werden könnte.

Unklar ist noch, wem Kanye West mit seiner Kandidatur möglicherweise Stimmen abluchst: dem Demokraten Joe Biden, der tendenziell mehr Schwarze Wählerstimmen auf sich vereinen könnte oder dem ebenfalls ähnlich illustren Donald Trump, der wie Kanye West aus dem Bereich Wirtschaft und Showbusiness kommt.

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