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US-Ostküste: Mindestens sechs Tote durch Hurrikan "Isaias" | BR24

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Nach seiner Ankunft an der Küste des US-Staats North Carolina hat Hurrikan "Isaias" große Schäden verursacht.

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US-Ostküste: Mindestens sechs Tote durch Hurrikan "Isaias"

"Isaias" hat an der Ostküste der USA für Chaos gesorgt. Mindestens sechs Menschen starben wegen des Wirbelsturms. Meteorologen glauben, dass er sich auch in den kommenden Tagen kaum abschwächen wird.

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Nach seiner Ankunft als Hurrikan an der Ostküste der USA hat Sturm "Isaias" im Landesinneren mindestens sechs Menschen getötet und für Schäden und Chaos gesorgt. Zwei Menschen seien ums Leben gekommen, als ein Tornado des Unwettersystems eine Wohnmobilanlage getroffen habe, teilte der Gouverneur von North Carolina, Roy Cooper, mit.

Ein Mann und eine Frau starben Behördenangaben zufolge in Maryland und New York City, als umstürzende Bäume auf ihre Autos krachten. In Delaware wurde eine Frau von einem Ast erschlagen. In Pennsylvania wurde das Auto einer Frau von Wassermassen erfasst und weggeschwemmt, sie starb dabei.

"Es sieht nicht echt aus; es sieht aus wie im Fernsehen. Nichts ist da", sagte der Sheriff von Bertie County, John Holley, vor Reportern in North Carolina.

Windgeschwindigkeiten von 136 Kilometern pro Stunde

"Isaias" war am Montagabend (Ortszeit) in der Nähe von Ocean Isle Beach in North Carolina auf Land getroffen. Dem Nationalen Hurrikanzentrum NHC zufolge brachte er es dabei auf Windgeschwindigkeiten von 136 Kilometern pro Stunde. Später schwächte sich "Isaias" von einem Hurrikan zu einem Tropensturm ab, am Abend hatte der Wind noch Geschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometer pro Stunde.

Durch die Windböen türmten sich an Anlegestellen Dutzende Boote auf, viele Schiffsdecks auf dem Wasser wurden zerstört. Zudem gab es Berichte über Überschwemmungen und Brände, Dutzende Menschen wurden vertrieben. In der Gemeinde Ocean Isle Beach wurden viele Häuser überflutet, mindestens fünf seien in Brand geraten, sagte Bürgermeisterin Debbie Smith dem Fernsehsender WECT-TV. Der Energieversorger Duke Energy meldete Hunderttausende Stromausfälle.

Sturmflut-Warnungen rund um Philadelphia

Für die Gegend um Philadelphia (Bundesstaat Pennsylvania) und entlang eines Teils der Bundesstraße I-95 galten Sturmflutwarnungen. Royce Potter, Besitzer eines Meeresfrüchte-Lieferdienstes, sagte, er habe den Sturm auf einem Boot nahe seinem Geschäft ausgesessen, weil ihm die Wettervorhersage den Eindruck vermittelt habe, dass seine Gegend verschont bleiben würde. "Die lagen da falsch."

Am Morgen kehrten Anwohner den Schutt zusammen oder lasen ihn mit bloßen Händen auf. Meteorologen gingen nicht davon aus, dass der Sturm sich stark abschwächen würde. "Wir glauben noch immer, dass es sehr starke und böige Winde geben wird" in den kommenden ein bis zwei Tagen, sagte Hurrikan-Spezialist Robbie Berg der Nachrichtenagentur AP. "Isaias" bewegte sich laut NHC am Abend mit knapp 65 Kilometern pro Stunde in Richtung Nordnordost.

Zuletzt erschütterte mit Sturmtief "Hanna" erste Hurrikan der Atlantik-Saison den amerikanischen Kontinent. "Hanna" traf am 27. Juli in Texas und Mexiko auf Land und sorgte für heftige Überschwemmungen. In tausenden Haushalten fiel der Strom aus.

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