BR24 Logo
BR24 Logo
Deutschland & Welt

Auszeichnung für Recherchen zu Sklavenarbeit in Indonesien | BR24

© dpa/Picture Alliance

Fischindustrie in Indonesien

Per Mail sharen
Teilen

    Auszeichnung für Recherchen zu Sklavenarbeit in Indonesien

    Die US-Nachrichtenagentur AP ist für Recherchen zur Fischereiindustrie in Südostasien mit dem renommierten Pulitzer-Preis ausgezeichnet worden. Die Arbeit von vier Mitarbeitern hatte zur Freilassung von mehr als 2.000 Sklavenarbeitern geführt.

    Per Mail sharen
    Teilen

    Die Journalisten hatten über 18 Monate lang an dem Thema gearbeitet. Dadurch konnten Schiffsladungen im Wert von Millionen Dollar beschlagnahmt werden. Außerdem wurden am Ende ein Dutzend Verdächtige festgenommen.

    "Es war ein solides Jahr für den Journalismus", sagte Mike Pride, Verwalter der Pulitzer-Preise, bei Verkündung der Preisträger.

    Die "Los Angeles Times" gewann in der Sparte aktuelle Nachrichten für ihre Berichterstattung über den bewaffneten Angriff auf eine Sozialeinrichtung im kalifornischen San Bernardino, die "New York Times" für eine Reportage über Gewalt gegen afghanische Frauen. Auch die Mitarbeiter des "Boston Globe", des "New Yorker" und der "Tampa Bay Times" und das gesamte Fototeam der Nachrichtenagentur Reuters wurden ausgezeichnet.

    Fast 3.000 Arbeiten eingereicht

    Die Pulitzer-Preise feiern dieses Jahr ihr 100. Jubiläum. Derzeit gibt es den Preis in 21 Sparten, darunter auch Schauspiel, Musik, Poesie und Belletristik - 14 Sparten betreffen journalistische Arbeiten. Im Bereich Literatur gewann der vietnamesische Autor Viet Thanh Nguyen mit seinem Spionage-Roman "The Sympathizer", im Bereich Schauspiel das Erfolgsmusical "Hamilton". Insgesamt wurden fast 3.000 Arbeiten eingereicht, im Bereich Journalismus etwa 1.200.