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US-Militärstützpunkt: Drei Tote nach Schüssen in Pearl Harbor | BR24

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Ein Angehöriger der Navy hat auf dem Stützpunkt Pearl Harbor zwei zivile Angestellte der US-Armee erschossen. Danach tötete der Matrose sich selbst. Motiv und weitere Details sind noch unbekannt.

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US-Militärstützpunkt: Drei Tote nach Schüssen in Pearl Harbor

Ein Angehöriger der Navy hat auf dem Stützpunkt Pearl Harbor zwei zivile Angestellte der US-Armee erschossen. Danach tötete der Matrose sich selbst. Motiv und weitere Details sind noch unbekannt.

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Ein Angehöriger der US-Marine hat auf dem Militärstützpunkt Pearl Harbor-Hickam auf Hawaii auf Zivilangestellte geschossen und zwei von ihnen getötet. Anschließend erschoss sich der Matrose, teilte Konteradmiral Robert Chadwick mit. Eine weitere Person sei verletzt und in stabilem Zustand, hieß es.

Es sei unbekannt, ob der Matrose und die drei Männer sich gekannt hätten, sagte Chadwick. Auch gebe es noch keine Hinweise darauf, ob der Schütze die Opfer gezielt ins Visier genommen oder willkürlich geschossen habe. Ein Motiv habe man bisher nicht. Laut Militär war der Schütze dem Jagd-U-Boot "USS Columbia" zugeteilt gewesen, das für Wartungen an der Basis war. Teil der Ermittlung sei auch, welche Waffe der Angreifer verwendet habe und wie viele Schüsse genau gefallen seien. Persönliche Waffen sind auf dem Militärstützpunkt nicht erlaubt. Die Befragung von Zeugen dauerte auch Stunden nach dem Geschehen noch an.

Historischer Ort

Der Zwischenfall ereignete sich in der Nähe eines Trockendocks auf dem weitläufigen Stützpunkt. Über die Hintergründe lagen keine Angaben vor. Der Vorfall werde von der Navy untersucht. Unmittelbar nach den Schüssen wurde die gesamte Anlage hermetisch abgeriegelt. Später sei die Sperre wieder aufgehoben worden, twitterte das Militär.

Das Werftgelände, auf dem sich der Zwischenfall ereignete, liegt in der Nähe der Nationalen Gedenkstätte, die an den japanischen Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 erinnert. An diesem Wochenende sind dort Gedenkfeiern geplant. Pearl Harbor ist einer der größten Stützpunkte der US Navy im Pazifik. Das dazu gehörige Hickam ist ein Stützpunkt der US Air Force.

Der Gouverneur von Hawaii, David Ige, zeigte sich nach den Schüssen bestürzt. Der Staat sei bereit zu helfen. Auch das Weiße Haus habe Unterstützung von den Bundesbehörden angeboten, um den Fall aufzuklären.