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Urlaub: Soll ich oder soll ich nicht ...? | BR24

© picture alliance/Robin Utrecht

Strand mit Urlaubern aus der Vogelperspektive.

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Urlaub: Soll ich oder soll ich nicht ...?

Das Auswärtige Amt hat heute eine Reisewarnung für drei Regionen Spaniens herausgegeben. Grund ist die hohe Zahl an Corona-Infektionen. Doch was bedeutet das für die Urlauber?

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Wer Urlaub in den spanischen Regionen Aragon, Katalonien und Navarra plant, wird sich auf einen Coronatest nach seinem Urlaub einstellen müssen, denn es wird erwartet, dass ab nächster Woche einen Zwangstest für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten geben wird – deutschlandweit.

Freiwillige Tests sind in Bayern bereits an Autobahnen, Bahnhöfen und Flughäfen möglich. Corona-Tests und Einschränkungen im Urlaub, drückt das auf die Urlaubsstimmung?

Heimaturlaub statt Atlantik

München im Sommer. Ohne Corona wäre die Stadt wohl heute voll mit Touristen. Doch die Bettenauslastung in den Städten liegt derzeit nur bei rund 20 Prozent.

Die Urlaubsregionen in Bayern sind dagegen voll, viele würden gern noch weiter weg - nach Thailand oder Jamaika. Doch viele Menschen aus Bayern fahren dieses Jahr gar nicht in den Urlaub oder bleiben in der Nähe.

Hauptsache nicht Mallorca

Auswirkungen auf Buchungen nach Spanien sind aber keine zu spüren, auch wenn schon seit Anfang der Woche von hohen Infektionszahlen in den betroffenen Regionen um Barcelona, Aragon und Navarra berichtet wird. Die Reisenden seien momentan generell eher zurückhaltend in ihren Buchungen, dennoch ist Spanien ein gefragtes Reiseland, so Alexandra Hummel, die in München ein Reisebüro betreibt. Sie hat bisher keine Stornierungen wegen der aktuellen Situation erhalten. Hummel hofft, dass Ziele wie die Balearen oder Andalusien bereisbar bleiben.

Quarantäne aus Risikogebiet schon jetzt Pflicht

Schon jetzt gilt: Wer aus dem Risikogebiet zurückkommt, muss 14 Tage in Quarantäne, ein negativer Corona-Test kann sie ersparen. Der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann sagte auf Anrage von BR24, man würde niemanden mit Gewalt zu einem Test zwingen. Sanktionen gebe es im Ernstfall schon.

"Wer nicht in Quarantäne geht und sich nicht testen lässt, verstößt gegen geltendes Recht und wird einen Bußgeldbescheid bekommen." Bayerns Innenminister Joachim Herrmann

Wenn die Bundesregierung Zwangstests verordnet, und man sich diesem weder an den Teststationen noch beim Arzt unterziehe, dann verstoße man gegen geltendes Recht und riskiere ein hohes Bußgeld. Es kann bis zu einer Höhe von 25.000 Euro verhängt werden.

Stornieren oder umbuchen? Wer zahlt?

Reisende, die jetzt eine Reise in betroffene Gebiete um Barcelona, Aragon und Navarra gebucht haben, sollten in ihrem Reisebüro nachfragen, ob und wie die Reise stattfindet oder man umbuchen kann, rät der Deutsche Reiseverband (DRV). Wenn das Auswärtige Amt eine Reisewarnung herausgebe, könnte man die Reise dorthin stornieren, erklärt eine Sprecherin des DRV.

Generell bieten Reisebüros keinen Urlaub in Risikogebiete wie derzeit Türkei oder Ägypten an. Urlauber, die in andere Regionen Spaniens reisen, werden jedoch mit der Sorge leben müssen, dass sie in ein Urlaubsland fahren und eine Woche später aus einem Risikogebiet zurückkehren.

Als Risikogebiet wird eingestuft, wenn in einem Gebiet oder Land die Schwelle von mehr als 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten wird.

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In Deutschland steigen die Infektionszahlen derzeit wieder und auch in einigen Urlaubsregionen: Beispiel Costa Brava in Spanien. Das Robert-Koch-Institut verkündet drei neue Risikogebiete in Spanien und das Auswärtige Amt gibt Reisewarnungen heraus.