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Seit heute dürfen EU-Bürger, in deren Ländern die Corona-Infektionsrate niedrig ist, wieder nach Portugal reisen

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    Urlaub in Portugal: Das müssen Reisende beachten

    Urlaubsreisen nach Portugal sind wieder möglich. Der ehemalige Corona-Hotspot hat derzeit nach Island die niedrigsten Infektionswerte Europas. Nun wurden die Einreisebestimmungen dort gelockert - allerdings nicht für alle EU-Länder.

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    Von
    • Mirjam Lengenfelder

    Ab sofort dürfen EU-Bürger, in deren Ländern die Corona-Infektionsrate bei unter 500 Fällen pro 100.000 Einwohnern liegt, wieder nach Portugal reisen - auch zu "nicht notwendigen" Zwecken. Für Einreisende gilt allerdings eine strikte Corona-Testpflicht.

    Negativer PCR-Test ist Voraussetzung

    Alle Neuankömmlinge, die über zwei Jahre alt sind, müssen bei der Einreise einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Fluggesellschaften, die Urlauber ohne gültigen PCR-Test nach Portugal bringen, drohen dem portugiesischen Innenministerium zufolge Geldstrafen von bis zu 2.000 Euro pro Reisendem.

    Wer auf die Azoren oder nach Madeira reist, benötigt ebenfalls einen negativen Corona-PCR-Test, muss aber noch zusätzliche Vorgaben beachten:

    • Madeira: Alternativ kann man auch bei der Einreise einen kostenfreien Corona-Test durchführen lassen, dessen Ergebnis in der Regel innerhalb von zwölf Stunden vorliegt. Bis dahin muss man sich im Hotel isolieren. Zudem müssen Reisende ein Online-Formular ausfüllen. Ausnahme: Wer bereits geimpft ist oder Covid-19 überstanden hat, muss keinen Test vorlegen.
    • Azoren: Bei einem Aufenthalt von mehr als sieben Tagen erfolgen weitere Tests am 6. Tag sowie am 12. Tag nach dem ersten Test. Hierzu ist mit der Gesundheitsbehörde des Aufenthaltsorts Kontakt aufzunehmen. Die Weiterreise auf eine andere Azoreninsel ist nur mit negativem Testergebnis möglich. Zudem ist ein Online-Formular auszufüllen. Gleiches gilt für Reisen zwischen den Inseln der Azoren.

    Umfassende Lockerungen in Portugal

    Seit dem 1. Mai gilt landesweit der allgemeine Notstand (situacao de calamidade). Er wurde zwar bis zum 30. Mai verlängert, in vielen Regionen sind aber bereits umfangreiche Lockerungen in Kraft getreten. So dürfen etwa die Gastronomie und der Einzelhandel den Betrieb aufnehmen. Zudem haben Museen, Denkmäler und Parks geöffnet.

    Im Freien gilt eine Maskenpflicht, wenn ein Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann. In geschlossenen Räumen gilt das unabhängig vom Abstand. Bei Verstößen droht eine Geldstrafe von bis zu 500 Euro.

    Das gilt bei der Rückreise

    Die beliebten Urlaubsregionen Madeira und die Azoren gelten aktuell noch als Risikogebiete. Bei der Rückreise nach Deutschland gilt eine Quarantänepflicht von zehn Tagen. Geimpfte, Genese oder negativ Getestete können sie umgehen. Der Rest Portugal gilt nicht als Risikogebiet - bei der Rückreise ist also keine Quarantäne nötig.

    Grafik: Corona-Neuinfektionen in den europäischen Ländern

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