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Hinweisschild in Uranproduktion
© pa/dpa/Friso Gentsch

Autoren

Heike Fritz
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Hinweisschild in Uranproduktion

Der US-Kraftwerksbetreiber TVA habe dem Vertrag jetzt zugestimmt, meldete der WDR. Demnach soll das atomare Material in den kommenden Jahren an die Atomkraftwerke Watts Bar und Sequoyah gehen, dessen Reaktoren daraus das waffenfähige Tritium produzieren.

Die Bundesregierung, die gemeinsam mit der britischen und der niederländischen Regierung die Urenco-Geschäfte ständig überwacht, betonte in Berlin, ihr sei der Vertrag "nicht bekannt". Der Wiener Risikoforscher Wolfgang Liebert wertete den Deal als "Tabubruch" und Verstoß gegen internationale Abkommen. Jürgen Trittin, Bundestagsabgeordneter der Grünen, forderte den Ausstieg Deutschlands aus dem Gemeinschaftsunternehmen Urenco, an dem von deutscher Seite Eon und RWE beteiligt sind.

Washington geht Tritium aus

Die USA müssen um die Einsatzfähigkeit ihrer Atomwaffen fürchten, weil das Land über keine eigene Urananreicherungsanlage verfügt. Das Aufsichtsgremium von Urenco hatte sich deshalb bereits 2005 als Uran-Lieferant angeboten - mit Zustimmung der damaligen Bundesregierung, die die Lieferung von Uran zur Herstellung von Bomben-Tritium als rechtlich möglich eingestuft hatte.