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Bildrechte: picture alliance/dpa/HPIC | Hou Jianxun

Schwere Überschwemmungen in China

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Mindestens 25 Tote nach Überschwemmungen in China

Mindestens 25 Menschen sind bei schweren Überschwemmungen in Zentralchina ums Leben gekommen. Durch die Fluten waren auch hunderte Menschen in U-Bahnen eingeschlossen, das Wasser teils bis zu den Schultern. Auch Kultusstätten stehen unter Wasser.

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Von
  • BR24 Redaktion

Die schwersten Regenfälle seit Jahrzehnten haben in der zentralchinesischen Millionenmetropole Zhengzhou und der umliegenden Region massive Überschwemmungen verursacht. Wie die Behörden am Mittwoch mitteilten, kamen mindestens 25 Menschen ums Leben. Es werden jedoch noch weitere Opfer befürchtet.

In der Provinz Henan, zu der Zhengzhou gehört, waren demnach über eine Million Menschen vom Unwetter betroffen. Die Rettung von Menschenleben habe "oberste Priorität", wurde Chinas Präsident Xi Jinping von Staatsmedien zitiert.

Menschen in Zügen und Tunneln eingeschlossen

Auf Videos war zu sehen, wie sich in Zhengzhou mehrspurige Straßen zum Teil in reißende Flüsse verwandelten. Autos schwammen in den Fluten. Die Wasser- und Stromversorgung war vielerorts unterbrochen. Der Verkehr wurde lahmgelegt. Die Fluten überschwemmten auch die U-Bahn, wo Hunderte Menschen zeitweise in Zügen und auch in Tunneln eingeschlossen waren, wie Staatsmedien und Augenzeugen in sozialen Medien berichteten. Das Wasser stand ihnen teils bis zu den Schultern. Rettungsdienste waren im Einsatz. Andere Menschen steckten über Nacht an ihren Arbeitsplätzen fest.

Heftiger Regen verwandelte Straßen in reißende Ströme, Autos und U-Bahnstationen wurden überflutet. Im Internet machten Videos die Runde, die ganze Viertel in hüfthohem Wasser zeigten, Fahrzeuge trieben im Schlamm.

Shaolin-Tempel unter Wasser

Im Norden von Zhengzhou war ein berühmter Shaolin-Tempel, der für die Kampfkunst seiner buddhistischen Mönche bekannt ist, schwer von den Unwettern betroffen. 100.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Mit den für ihre Buddhastatuen bekannten Longmen Grotten am Yi-Fluss war auch eine Unesco-Weltkulturerbe-Stätte in der Region von den Fluten bedroht.

Bei Evakuierungen mussten auch rund 600 schwerkranke Patienten aus einem Krankenhaus der Zhengzhou Universität in Sicherheit gebracht werden. Zudem war der Strom in der Klinik ausgefallen.

Taifun "In-Fa"

Die Regenfälle in Henan wurden von Taifun "In-Fa" ausgelöst. Der Wirbelsturm sorgte auch in den Provinzen Zhejiang und Fujian für Unwetter. Die Provinz Henan wird bereits seit vergangener Woche von schweren Regenfällen heimgesucht. Die Wasserstände von Zuflüssen des Gelben Flusses und des Haihe Flusses überschritten Alarmstufen.

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Bildrechte: dpa-Bildfunk

Starker Regen hat in Zentral-China mehrere Flüsse über die Ufer treten lassen. Straßen wurden überflutet und mussten teilweise gesperrt werden. In vielen Städten stand knietief das Wasser.

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