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"Unteilbar"-Demos in vielen deutschen Städten | BR24

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"Unteilbar"-Demos deutschlandweit

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"Unteilbar"-Demos in vielen deutschen Städten

In Berlin, Hamburg und vielen anderen deutschen Städten haben am Sonntag tausende Menschen gegen Rassismus, gegen soziale Ungerechtigkeit und für mehr Klimaschutz demonstriert. Das Aktionsbündnis "Unteilbar" hatte dazu aufgerufen.

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In Berlin haben sich am Sonntagnachmittag nach Polizeiangaben rund 8.000 Menschen an der "Unteilbar"-Demo gegen Rassismus, gegen soziale Ungerechtigkeit und für mehr Klimaschutz beteiligt. Die Veranstalter, ein Bündnis von 130 Initiativen und Gruppen, sprachen von mehr als 20.000 Teilnehmern. Auch in anderen deutschen Städten bildeten Demonstranten Menschenketten.

Berliner Demo: friedlich und diszipliniert

In Berlin bildeten die Teilnehmer eine Menschenkette vom Brandenburger Tor bis zum Hermannplatz in Neukölln und auf die Karl-Marx-Straße. Sie spannten dabei bunte Bänder, um den aufgrund der Corona-Krise verordneten Mindestabstand einhalten zu können. Die Demonstration des "Unteilbar"-Bündnis in Berlin war nur unter der Auflage genehmigt worden, dass die Demonstranten die geltenden Corona-Regeln bezüglich Abstand und Hygiene einhalten. Nach eineinhalb Stunden ging die Demonstration in Berlin zu Ende.

"Unteilbar"-Demonstrationen in vielen deutschen Städten

Auch in anderen Städten gingen die Menschen auf die Straßen. In Leipzig bildeten nach Polizeiangaben rund 1.400 Menschen 15 Minuten lang eine Menschenkette. In Hamburg beteiligten sich rund 840 Demonstranten an einer Menschenkette, die vom Rathaus um die Binnenalters bis zum Hauptbahnhof reichte - auch hier wurden die Abstände eingehalten. Auch in Freiburg, Chemnitz, Detmold, Plauen, Münster und Passau folgten die Menschen dem bundesweiten Demo-Aufruf.

"Jetzt werden die Weichen gestellt", erklärte Anna Spangenberg vom Aktionsbündnis "Unteilbar". "Wir sprechen mit, wenn darüber entschieden wird, wie die offene und solidarische Gesellschaft in Zukunft gestaltet wird." Mitstreiter Georg Wissmeier hob hervor, die Corona-Krise verschärfe bestehende Ungleichheiten. "Das werden wir nicht zulassen - Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und Klimagerechtigkeit gehören unteilbar zusammen", erklärte Wissmeier.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte vor den bundesweiten "Unteilbar"-Demonstrationen vor einer massenhaften Ansteckung mit dem Coronavirus gewarnt, da die Abstände nicht eingehalten werden könnten.

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