BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Unions-Außenpolitiker Hardt: Grenzkrise Inszenierung der Türkei | BR24

© BR

Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Jürgen Hardt (CDU) geht davon aus, dass die Flüchtlinge, die derzeit versuchen über Griechenland in die EU zu kommen, keine Bürgerkriegsflüchtlinge sind.

14
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Unions-Außenpolitiker Hardt: Grenzkrise Inszenierung der Türkei

Der außenpolitische Sprecher der Union, Hardt, hat der Türkei vorgeworfen, im Flüchtlingsstreit Fehlinformationen zu verbreiten. Die Menschen an der türkisch-griechischen Grenze seien keine Flüchtlinge aus Bürgerkriegsgebieten, sagte Hardt dem BR.

14
Per Mail sharen
Von
  • Christian Schaaf

Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, radioWelt am Morgen) sagte der außenpolitische Sprecher der Union Jürgen Hardt: "Die Menschen, die gegenwärtig versuchen, die griechisch-türkische Grenze illegal zu überschreiten, sind nicht Flüchtlinge aus Syrien oder Bürgerkriegsgebieten. Das sind Menschen, die seit Monaten in der Türkei eine vergleichsweise sichere Aufnahme gefunden haben. Also keine Bürgerkriegsflüchtlinge wie 2015. Deswegen halte ich es für gerechtfertigt, die Grenzen nicht zu öffnen."

Fehlinformationen durch Türkei

"Das, was wir derzeit an der griechisch-türkischen Grenze erleben, ist schon ein Stück weit eine von der Türkei durch Fehlinformationen inszenierte Druckerhöhung, die Europa zu Zugeständnissen bewegen soll", so Hardt weiter. "Die EU sollte fordern, dass Erdogan diese Provokationen unterlässt. Im Gegenzug bieten wir aber auch offene und faire Gespräche an." Er gehe davon aus, dass man sich in den nächsten Tagen und Stunden deutlich annähern werde.