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Union will länger arbeiten lassen, SPD sperrt sich | BR24

© picture-alliance/dpa; Bildagentur-online/Ohde

Symbolbold: Maßband, Rentner und Rentnerin

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    Union will länger arbeiten lassen, SPD sperrt sich

    Wenige Tage vor dem Rentengipfel der Koalitionsparteien sind die Speerspitzen vorgezeigt worden: Die Union plant laut "Spiegel", der SPD eine Koppelung des Eintrittsalters an die Lebenserwartung abzutrotzen. Dort lehnt man das bisher rundweg ab.

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    Der Vorschlag stammt dem Blatt zufolge von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Auch Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer habe demnach Sympathie geäußert. Derzeit liegt die Altersgrenze bei 65 Jahren und fünf Monaten. Wer ab 2029 volles Ruhestandsgeld haben will, muss mindestens 67 Jahre alt sein.

    Prompte Ablehnung des vermeldeten Vorstoßes kam von SPD-Parlamentsgeschäftsführerin Christine Lambrecht. Die Koppelung, "so wie es jetzt die Union will", sei mit der SPD nicht zu machen. Man wolle "keine starren Regelungen, dass Arbeitnehmer bis 70 Jahre arbeiten müssen", stattdessen "gute Arbeitsbedingungen für ältere Beschäftigte" und "flexible Übergänge in die Rente" ermöglichen.

    Forscher: Niedriglöhner erreichen Grundsicherung nicht mehr

    Das Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Uni Duisburg-Essen hatte gestern eine Studie vorgelegt, wonach Durchschnittsverdiener immer mehr Beitragsjahre vorweisen müssten, um zumindest die Grundsicherungsschwelle von aktuell 747 Euro mit ihrer Rente zu überschreiten. Dafür seien aktuell 28,5 Jahre Arbeit nötig, 2045 bereits 33,4. Für die wachsende Zahl von Niedrigverdienern wurden unerreichbare Marken prognostiziert: Wer nur die Hälfte des Durchschnittseinkommens erziele, muss aktuell 56,9 Jahre einzahlen, künftig rechnerisch 66,8 Jahre - für die Grundsicherung.