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Sondierungsgespräche: Union und SPD geben Klimaziel 2020 auf | BR24

© picture-alliance/dpa

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer, Ministerpräsident von Bayern, kommt zum Start der Sondierungsgespräche zwischen SPD, CDU und CSU im Willy-Brandt-Haus in Berlin

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    Sondierungsgespräche: Union und SPD geben Klimaziel 2020 auf

    Das Klimaziel für 2020 ist nicht mehr zu halten: Zu diesem Schluss ist Parteikreisen zufolge die zuständige Arbeitsgruppe der Sondierungen gekommen. So viel ist durchgesickert von den eigentlich abgeschirmten Gesprächen. Von Birgit Schmeitzner

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    Eigentlich hatten sich Union und SPD verordnet, keine inhaltlichen Details aus den Sondierungsgesprächen an die Medien weiterzugeben. Man wollte es anders machen als bei den Jamaika-Verhandlungen.

    Keine Chance mehr für 2020

    Doch mehrere Quellen berichten jetzt, dass sich zumindest in der für Klimaschutz zuständigen Arbeitsgruppe eine Einschätzung durchgesetzt hat: Nämlich dass das Klimaschutz-Ziel für das Jahr 2020 nicht mehr zu erreichen ist. Und dass man versuchen sollte, wenigstens die Ziele für das Jahr 2030 hinzubekommen. Laut Nachrichtenagentur dpa fehlt dafür allerdings noch das Ja der Fraktions- und Parteichefs.

    2007 hatte die damalige Große Koalition das Ziel formuliert, bis zum Jahr 2020 den Ausstoß von CO2 um 40 Prozent zu verringern, und zwar ausgehend vom Wert aus dem Jahr 1990. Allerdings ist schon seit längerem absehbar, dass diese Zielmarke ohne einschneidende Maßnahmen kaum noch zu erreichen ist.

    Chefsache Europapolitik

    Die drei Parteichefs Merkel, Seehofer und Schulz haben sich heute vor allem mit einem Thema beschäftigt: Europa. Der SPD-Vorsitzende Schulz sagte vor Beginn der Runde, die Europapolitik werde ganz sicher eines der ganz großen Themen der künftigen Regierung sein. Er hoffe auf Ergebnisse, die Deutschland wieder zum Motor der Europapolitik machten.