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UNHCR: Weltweit mehr Flüchtlinge | BR24

© dpa-Bildfunk/Km Asad

Wieder mehr Flüchtlinge

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    UNHCR: Weltweit mehr Flüchtlinge

    Die weltweite Zahl der Flüchtlinge ist nach UN-Angaben im vergangenen Jahr erneut gestiegen. In Deutschland seien jedoch deutlich weniger Asylanträge gestellt worden als in den Vorjahren, teilte das UNHCR mit.

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    Während die Flüchtlingszahlen weltweit im vergangenen Jahr erneut gestiegen sind, nimmt die Zahl der Ankünfte in Deutschland weiter ab. Wie das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) mitteilte, sank in Deutschland die Zahl der Asylanträge in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres um weitere 20 Prozent.

    Im ersten Halbjahr 2018 seien 81.800 Anträge auf Asyl registriert worden. 2017 waren es im gleichen Zeitraum 101.000 Anträge, 2016 noch 387.700, wie das Flüchtlingshilfswerk mitteilte. "Die Flüchtlingskrise findet woanders statt, etwa in Bangladesch oder Libanon", erklärte Dominik Bartsch, UNHCR-Repräsentant in Deutschland.

    "Sieben von acht Flüchtlingen haben nicht etwa in Deutschland, Österreich oder Italien Zuflucht gefunden, sondern in Entwicklungsländern wie Bangladesch, Uganda oder Pakistan", sagte Bartsch weiter. Jetzt, wo sich die Situation beruhigt habe, müsse Europa Konzepte für den Umgang mit Flüchtlingen finden und seiner Verantwortung gerecht werden.

    68,8 Millionen Vertriebene und Asylsuchende

    Weltweit gab es laut UNHCR zur Mitte des Jahres 2018 68,8 Millionen Flüchtlinge, Binnenvertriebene und Asylsuchende. Das seien rund 300.000 mehr als ein halbes Jahr zuvor, zum 31. Dezember 2017. Die Zahl der Flüchtlinge stieg dabei um 554.000 auf 20,5 Millionen.

    Die Zahl der Binnenvertriebenen sank demnach leicht von 40 Millionen auf 39,7 Millionen. Hinzu kamen 3,2 Millionen Menschen, die asylsuchend sind und über deren Fälle noch nicht entschieden ist.

    Die meisten Flüchtlinge aus Syrien

    Syrien ist den Angaben zufolge nach wie vor das Land, aus dem die meisten Flüchtlinge stammen. Jeder dritte Flüchtling auf der Erde sei Syrer, hieß es weiter. Auch wenn einige Menschen in ihre Heimat zurückkehrten, würden noch mehr vertrieben, so dass die Zahl der syrischen Flüchtlinge um gut 180.000 auf 6,5 Millionen gewachsen sei. Die meisten von ihnen lebten in der Türkei (3,6 Millionen), gefolgt von Libanon (968.100) und Jordanien (667.200).

    In Deutschland lebten laut UNHCR Mitte 2018 rund 514.000 Syrer. Die Bundesrepublik habe im ersten Halbjahr 2018 rund 22.200 Syrer neu als Flüchtlinge anerkannt. Im ersten Halbjahr 2017 waren es noch 72.600 Syrer. UNHCR-Experten rechnen nicht damit, dass sich die Zahl der syrischen Flüchtlinge in Deutschland in nächster Zeit signifikant erhöhen wird.

    Die Zahl der Flüchtlinge aus Afghanistan stieg weltweit um ein Prozent auf 2,7 Millionen. Davon hätten allein 1,4 Millionen in Pakistan, weitere 951.100 im Iran Zuflucht gefunden. In Deutschland seien es 116.700 Menschen aus Afghanistan. Aus dem Südsudan sind 2,5 Millionen Menschen geflohen. 1,1 Millionen von ihnen sind jetzt in Uganda, 768.100 im Sudan und 445.000 in Äthiopien.