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UNHCR warnt vor Abschiebungen nach Afghanistan | BR24

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Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich verschlechtert, warnt das Flüchtlingshilfswerk UNHCR. Nur in Ausnahmefällen könne man dorthin noch Flüchtlinge zurückführen, heißt es. Doch Bundesinnenminister Seehofer sieht das anders.

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UNHCR warnt vor Abschiebungen nach Afghanistan

Die Sicherheitslage in Afghanistan habe sich verschlechtert, warnt das UN-Flüchtlingshilfswerk. Deshalb könne man nur in Ausnahmefällen dorthin noch Flüchtlinge zurückführen. Bundesinnenminister Seehofer sieht das anders.

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Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR rät davon ab, Menschen in großem Stil nach Afghanistan abzuschieben. Der UNHCR-Vertreter in Deutschland, Dominik Bartsch, sagte, die Sicherheitslage in dem Land lasse Rückführungen nur in Ausnahmefällen zu. Nach seinen Worten hat sich die Situation in Afghanistan verschlechtert.

Radikalislamisten im Aufwind

Auch Kabul sei inzwischen hochgefährlich, sagt Bartsch. Die Stadt sei völlig überlastet und lebe in Angst vor Anschlägen und vor Übergriffen marodierender Banden. Die radikalislamischen Taliban seien wieder stärker geworden, dies wirke sich negativ auf die Sicherheitslage aus. Wörtlich sagte er: "Wer abschiebt, muss sich im Klaren darüber sein, in was für ein Land diese Menschen gebracht werden."

Innenministerkonferenz in Kiel

In Deutschland wird kontrovers über Abschiebungen nach Afghanistan diskutiert. Bundesinnenminister Horst Seehofer will erreichen, dass wieder alle ausreisepflichtigen Asylbewerber dorthin zurückgeschickt werden - also nicht nur Straftäter oder Gefährder. Dafür will er auf der Innenministerkonferenz ab Mittwoch in Kiel werben. Er dürfte allerdings Gegenwind zu spüren bekommen.