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Unfreiwillige Pausen: Was tun bei einer Autopanne im Urlaub? | BR24

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Mehr Urlauber mit Auto, da steigt auch das Risiko, im Urlaubsland liegen zu bleiben.

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    Unfreiwillige Pausen: Was tun bei einer Autopanne im Urlaub?

    Bei vielen Deutschen steht Kroatien als Urlaubsland ganz oben auf der Wunschliste. Urlauber sind in diesem Jahr lieber mit dem eigenen Auto unterwegs als mit dem Flieger. Doch was tun bei einer Panne im Ausland?

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    Von
    • Regina Wallner
    • BR24 Redaktion

    Das eigene Auto vor Ort zu haben, erleichtert Besichtigungen und das Erkunden des Urlaubsdomizils. Allerdings kann diese Freude getrübt werden, wenn man eine Panne hat und im Urlaubsland mit dem Fahrzeug liegen bleibt. Laut ADAC müssen deutsche Autotouristen durchschnittlich knapp 200.000 mal pro Jahr unfreiwillig ihre Urlaubsreise unterbrechen, weil sie eine Panne haben oder in einen Unfall verwickelt werden.

    Egal in welchem Land sie sind, es gelten die gleichen Regeln: Rettungsweste anziehen, Unfall- oder Pannenstelle absichern und gegebenenfalls Verletzten helfen. Dann sich selbst in Sicherheit bringen und den EU-weit einheitlichen Notruf 112 wählen.

    Was muss ich bei einer Panne im Ausland beachten?

    Grundsätzlich sind dem ADAC zufolge diejenigen im Vorteil, die bei einem Automobilclub Mitglied sind. Denn es gibt vor Ort Partnerclubs oder Kooperationen, die im Schadensfall das Auto abschleppen, eine Panne beheben oder sich auch um eine notwendige Übernachtungsmöglichkeit kümmern, auch in Ländern, für die eine Reisewarnung oder eine Beschränkung gilt. Seit heute sind beispielsweise zwei kroatische Regionen als Risikogebiete eingestuft worden.

    Zwischenstopps in Slowenien erlaubt

    Wer demnächst wieder aus dem Kroatien-Urlaub zurückkehrt, sollte vor der Abfahrt noch einige Dinge beachten: Eine Fahrt durch Slowenien ist erlaubt, allerdings muss sie innerhalb von zwölf Stunden erfolgen. In Slowenien sind auch kurze Zwischenstopps, zum Beispiel um einen Kaffee trinken zu gehen oder zu tanken, erlaubt.

    Österreich: Zwischenstopps nur bei Notfällen

    Aktuell ist bei der Heimreise durch Österreich nur die Durchfahrt erlaubt. Ein Zwischenstopp zum Tanken, für den Toilettengang oder zum Kaffeetrinken ist dagegen untersagt. Wer sich nicht daran hält und von der Polizei erwischt wird, muss mit hohen Bußgeldern rechnen.

    Leider kann es trotzdem zu unvorhergesehenen Zwischenstopps kommen, etwa durch eine Autopanne oder einen Unfall. Wer mit seinem Wagen in Österreich liegenbleibt, muss sich an den inländischen Pannenhilfedienst wenden. Wenn sie Mitglied eines Automobilclubs sind, gibt es in den meisten EU-Ländern vor Ort Ansprechpartner, die ihnen weiterhelfen. Ist man durch die Panne gezwungen in Österreich zu übernachten, weil zum Beispiel das Auto in der Werkstatt ist, dann ist dafür kein Corona-Test nötig, wie das Österreichische Gesundheitsministerium dem BR auf Anfrage bestätigte. Allerdings ermahnt das Ministerium gestrandete Urlauber aus Deutschland, so bald wie möglich weiterzufahren.

    Temperaturmessungen und Kontrollen an der Grenze

    Nachdem die Infektionszahlen in Kroatien gestiegen sind und es deshalb eine Reisewarnung für die österreichischen Bundesbürger gibt, müssen sie mit verstärkten Kontrollen bei der Einreise nach Österreich rechnen. Und es wird stichpunktartig Temperatur gemessen, wie zum Beispiel am Karawankentunnel. Auch die Kontrollen am Brenner wurden verstärkt. Auf der Brenner-Bundesstraße und dem Autobahn-Übergang A22/A13 kann es deshalb immer mal wieder zu längeren Wartezeiten kommen.

    Um wirklich sicher zu gehen, dass man keine Covid19-Infektion hat oder weiter trägt, wird nach der Heimkehr ein freiwilliger Test empfohlen, damit sie sich selbst und auch ihr Umfeld schützen.

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