BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© pa / dpa
Bildrechte: pa / dpa

Elor Asaria mit seiner Mutter nach der Urteilsverkündung

Per Mail sharen

    UN kritisiert Strafmaß für Todesschützen Asaria

    Die UNO hat die 18-monatige Haftstrafe für den israelischen Soldaten Elor Asaria wegen der Tötung eines schwer verletzten Palästinensers als zu milde kritisiert. Sie sei "für eine so schwerwiegende Menschenrechtsverletzung inakzeptabel".

    Per Mail sharen

    Die UNO sei "zutiefst erschüttert" über die "zu milde Strafe", sagte die Sprecherin des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte, Ravina Shamdasani, in Genf. Asaria habe einen unbewaffneten Mann getötet, von dem keinerlei Gefahr ausgegangen sei.

    Ein Militärgericht in Tel Aviv hatte Asaria am Dienstag zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Der 21-jährige Palästinenser Abdel Fattah al-Sharif hatte im März 2016 im besetzten Westjordanland gemeinsam mit einem Komplizen einen Soldaten mit einem Messer angegriffen und leicht verletzt. Nachdem andere Soldaten auf ihn geschossen hatten, lag er blutend auf der Straße. Sein Komplize war bereits tot.

    Elf Minuten nach dem Angriff kam Asaria als Militärsanitäter zum Tatort und tötete den wehrlosen Palästinenser aus der Nähe durch einen Kopfschuss. Der Fall hatte in Israel hohe Wellen geschlagen und die Öffentlichkeit tief gespalten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach sich für eine Begnadigung des Soldaten aus.