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Umweltverbände: Weg mit dem Plastikmüll! | BR24

© BR/Andreas Neukam

Umweltverbände haben einen Forderungskatalog vorgelegt, um Plastikmüll zu vermeiden. Laut dem Bündnis aus Greenpeace, BUND und anderen Verbänden braucht es strikte Regeln und Verbote, damit weniger Plastik produziert und verbraucht wird.

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Umweltverbände: Weg mit dem Plastikmüll!

Umweltverbände wollen weniger Plastikmüll. Deshalb haben sie einen Forderungskatalog vorgelegt. Laut dem Bündnis aus Greenpeace, BUND und anderen Verbänden braucht es strikte Regeln und Verbote, damit weniger Plastik produziert und verbraucht wird.

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Um Plastikmüll zu vermeiden, verlangen Umweltverbände drastische Maßnahmen. Dazu haben sie 15 Forderungen erarbeitet und sie in Berlin der Bundesregierung vorgelegt. Das oberste Ziel ist, nicht nur Einweg zu stoppen und den Plastikverbrauch massiv zu reduzieren, sondern auch die Produktion von Kunststoffen.

Erdöl besteuern - Plastikflaschen verbieten

In ihrem Maßnahmenkatalog nehmen die Umweltorganisationen - unter anderem Greenpeace, die Deutsche Umwelthilfe und der BUND - den gesamten Produktions- und Lebenszyklus von Plastik ins Visier. Erdöl und Erdgas zum Beispiel müssten besteuert werden, denn mit ihnen werden Kunststoffe hergestellt.

Einmal-Verpackungen sollten bis zu einem festgesetzten Termin durch Mehrwegsysteme ersetzt werden. Plastikflaschen sollten gar nicht mehr erlaubt sein.

"Die Klimaschutzpolitik dieser Bundesregierung ist im Bereich der Kreislaufwirtschaft krachend gescheitert." Jürgen Resch, Deutsche Umwelthilfe

Extrasteuer auf Wegwerf-Artikel

Weitere Forderung: Für besonders umweltschädliche Artikel sollen Verbraucher extra zahlen. Zum Beispiel Plastiktüten, Einwegplastikflaschen und Coffee-to-go-Becher. Die würden dann mindestens 20 Cent teurer werden.

Es müsse ein gesellschaftlicher Wandel erfolgen, heißt es in dem Forderungskatalog. Nach dem Motto: Weg von der Wegwerf-, hin zu einer Zero-Waste-Kultur.

Wegen Mikroplastik: SUV verbieten!

Neben sichtbarem Plastik warnten die Organisationen auch vor unsichtbarem Mikroplastik, das über die Äcker auch in unsere Nahrung kommt. Ursachen: Kunstrasenplätze, Textilien oder Reifenabrieb. Olaf Bandt vom BUND fordert technische Lösungen, um den Reifenabrief zu reduzieren. Weil die SUV einen besonders starken Reifenabrief haben, solle die Politik darüber nachdenken, die SUV ganz zu verbieten.

"Die Zukunft ist unverpackt"

Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe sagte: "Deutschland ist Europameister im Verpackungsmüll". Für Verpackungsabfälle solle das Ziel sein, pro Kopf und Jahr 90 Kilogramm Plastik zu vermeiden. Bislang erzeuge jeder Deutsche 227 Kilogramm Verpackungsmüll pro Jahr. Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser prognostizierte: "Die Zukunft ist unverpackt und gehört dem Mehrweg, nicht dem Einweg."

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