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Umweltministerin Schulze will Städte grüner machen | BR24

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Mehr Parks, mehr Schulgärten, mehr begrünte Balkone und Dachterrassen: Die Bundesumweltministerin will die Natur in unsere Städte zurückholen. Über ihren "Masterplan Stadtnatur" berät gerade das Bundeskabinett.

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Umweltministerin Schulze will Städte grüner machen

Mehr Parks, mehr Gärten, blühende Balkone: Bundesumweltministerin Schulze will die Natur in die Städte zurückholen. Ihren "Masterplan Stadtnatur" hat das Bundeskabinett jetzt gebilligt. Wie es klappen könnte, zeigt ein Beispiel aus Aschaffenburg.

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Es geht um neue Lebensräume für bedrohte Insekten und Vögel. Um eine bessere Luft in unseren Städten. Und darum, den Klimawandel abzufedern. Selbst kleine Grünanlagen könnten im Hochsommer die Temperaturen in den Städten um drei bis vier Grad senken, heißt es im "Masterplan Stadtnatur".

Mit 26 Maßnahmen hin zu mehr Grün

Der Masterplan von Bundesumweltministerin Svenja Schulze liest sich ehrgeizig: Nicht weniger als 26 Punkte sind aufgelistet, die helfen sollen, unsere Städte grüner und damit lebenswerter zu machen. Dabei setzt Schulze schon bei den Kleinen an: Kinder und Jugendliche sollen sich häufiger in Schulgärten austoben dürfen - und ganz nebenbei etwas über gesunde Ernährung lernen.

Außerdem soll es auf Balkonen und Dachterrassen künftig weniger grau als grün zugehen. Wer Lust aufs Gärtnern in der Stadt hat, für den soll es Ökologieschulungen geben. Außerdem locken Fördergelder für diejenigen, die innovative Ideen in Sachen Fassaden- und Dachbegrünung haben.

Wettbewerb für Insektenschutz

Ganz gezielt sollen auch Bienen, Hummeln, Marienkäfer und Co. wieder in dicht besiedelte und allzu versiegelte Ballungsräume gelockt werden. Schulze will einen bundesweiten Wettbewerb für besseren Insektenschutz in den Kommunen ausloben.

Aschaffenburg: "Minigrünflächen auf Zeit"

Dass es funktionieren kann, zeigt ein Beispiel aus Unterfranken. In Aschaffenburg sind gerade sogenannte "Pop-Up-Parks" eröffnet worden, Grünflächen in Miniaturgröße: Pflanzkästen mit Bäumen darin umrahmen "Sofa-Gruppen", gezimmert aus Paletten.

"Pop-Up heißt, das ploppt so auf, um den Leuten mitzuteilen: Ja, das ist ein Provisorium, aber es soll schnell grün werden, und das wollen wir vermitteln." Dirk Kleinerüschkamp vom Stadtplanungsamt Aschaffenburg

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Stadtentwicklungsreferat das Projekt "Urban Gardening" ins Leben gerufen: In der Aschaffenburger Innenstadt wurden Pflanzkübel aufgestellt. Wer wollte, konnte sich Salat, Tomaten oder Küchenkräuter heranziehen. Das Projekt sei gut angenommen worden, betont Stadtentwicklungsreferent Bernd Kessler. Und weiter: "Es ist nicht eine Tomate geklaut worden!"