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Bundesumweltministerin Svenja Schulze (Aufnahme vom Mai 2021).

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    Schulze legt milliardenschweres Wasser-Programm vor

    Bundesumweltministerin Schulze will die Wasserinfrastruktur in Deutschland massiv ausbauen. Ziel ist es laut Schulze, dass sauberes Wasser in Deutschland jederzeit und für jeden in ausreichender Menge verfügbar ist. Dafür sollen neue Regeln sorgen.

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    Von
    • Gerhard Brack

    Nur sehr wenig Regen im Sommer - zuletzt war das in vielen Regionen ein Problem. In Bayern ist es speziell in Unterfranken ganz besonders trocken gewesen, was auch der Landwirtschaft Schwierigkeiten bereitet.

    Schulze warnt vor Wassermangel

    Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat nun vor Wassermangel in einigen Regionen Deutschlands gewarnt: "Für die Zukunft ist es nicht selbstverständlich, dass es überall Wasser im Überfluss gibt", sagte sie den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Nötig sei ein stärkerer Ausgleich zwischen wasserarmen und wasserreichen Regionen. "Beim Wasser gibt es kein Mengen-, sondern ein Verteilungsproblem."

    Schulze: Kampf ums Wasser darf es nicht geben

    Weil Wasser künftig ein wichtiger Wirtschaftsfaktor werde, dürfe ein Mangel kein Wettbewerbsnachteil werden, sagte Schulze. "Wichtig ist mir ein fairer Rahmen für die Wasserverteilung. Es darf keinen Kampf ums Wasser geben", sagte Schulze.

    Heute will sie ihr Konzept einer nationalen Wasserstrategie präsentieren. Die neue Strategie mit neuen Maßnahmen und einer Hierarchie für die Nutzung von Wasser wird schon länger mit Spannung erwartet und war schon vergangenes Jahr angekündigt worden. Die höchste Priorität habe die Versorgung der Menschen mit Wasser zum Trinken, Kochen und Waschen. Danach werde es spannend, hatte sie gesagt.

    Massiver Ausbau der Infrastruktur für Wasser

    In der nationalen Wasserstrategie plädiert Schulze den Zeitungen zufolge für einen massiven Ausbau der Wasserinfrastruktur. Kommunen und Wasserversorger sollten stärker überregional kooperieren und sich in Regionalverbänden zusammenschließen. "Geraten einzelne Regionen in Schwierigkeiten, können neue oder größere Fernwasserleitungen eine Lösung sein", sagte sie. Auch neue Wasserspeicher wie etwa Talsperren seien denkbar. Diese müssten aber "ökologisch verträglich" sein.

    Kosten: Drei Milliarden Euro

    Ein weiteres Ziel der neuen, nationalen Wasserstrategie: Schulze will erreichen, dass die Nutzung großer Wassermengen außerhalb von Verbrauchsspitzen stattfindet. "Pools sollten am besten in den Nachtstunden befüllt werden, nicht tagsüber", forderte sie.

    Schulzes neue Pläne sind in der Umsetzung nicht ganz billig. Die Kosten sollen sich auf mehr als drei Milliarden Euro pro Jahr belaufen. Zahlen sollen letztlich Bund und Länder, doch auch Wasserversorger und Kommunen werden zur Kasse gebeten.

    (Mit Informationen von dpa)

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