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Umweltkatastrophe in Sibirien: 20.000 Tonnen Diesel ausgelaufen | BR24

© Picture Alliance/Press-service of Nornickel

Rund 20.000 Liter Öl sind in Sibirien ausgelaufen.

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    Umweltkatastrophe in Sibirien: 20.000 Tonnen Diesel ausgelaufen

    In der sibirischen Stadt Norilsk hat sich ein schwerer Unfall ereignet: Bereits vergangenen Woche strömten dort 20.000 Tonnen Öl aus einem Wärmekraftwerk in einen Fluss. Die Behörden haben den Notstand ausgerufen.

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    Nahe der sibirischen Stadt Norilsk ist es zu einem schwerwiegenden Öl-Unfall gekommen: Nach Behördenangaben sind bereits am Freitag rund 20.000 Tonnen Diesel wegen eines Lecks in einem Wärmekraftwerk in den Fluss Ambarnaja geströmt. Nun hat Russlands Präsident Wladimir Putin für das betroffene Gebiet den Notstand ausgerufen und Eindämmungsmaßnahmen angeordnet. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren ein.

    Das ausgelaufene Mineralöl hat bereits Wasserläufe in der kaum an das Verkehrsnetz angebundenen Region verseucht. In den Fluss Ambarnaja wurden Baumstämme gelegt, um es zurückzuhalten. Der Fluss fließt in einen See, aus dem ein anderer Fluss in den Arktischen Ozean führt.

    Auf vom WWF veröffentlichten Satellitenbildern sowie in den Online-Netzwerken verbreiteten Videos war die Öl-Verschmutzung im Ambarnaja-Fluss deutlich zu sehen. Die Umweltschutzorganisation WWF begrüßte die Errichtung eines Damms, mit dem ein Abfließen des Öls in einen See verhindert werden soll.

    Stützpfeiler sanken ab

    Nach Angaben des russischen Bergbaukonzerns Norilsk Nickel wurde der Unfall durch ein Leck an einem Dieseltank in dem Wärmekraftwerk ausgelöst. Demnach wurde der Dieseltank beschädigt, als die ihn stützenden Pfeiler unerwartet in den Boden absanken. Die Pfeiler hätten den Tank "seit 30 Jahren ohne Probleme" gestützt, erklärte das Unternehmen. Die über dem Polarkreis gelegene Großstadt Norilsk ist auf Permafrost gebaut. Die klimawandelbedingte Eisschmelze bedroht die gesamte Infrastruktur der Stadt.

    Der Chef von Norilsk Nickel, Sergej Lipin, erklärte, dutzende Arbeiter hätten bereits 500 Kubikmeter des verschmutzten Wassers entfernt. Die Säuberungsaktion dauere zudem weiter an. Nach Angaben der staatlichen russischen Umweltaufsicht wurde durch den Unfall kein Grundwasser verseucht.

    Nicht der erste Unfall für Norilsk Nickel

    Bereits vor vier Jahren war es in einem von Norilsk Nickel betriebenen Werk zu einem Schadstoff-Unfall gekommen, bei dem ein anderer Fluss in der Region massiv verschmutzt wurde. Gegen den Konzern wurde damals eine Geldstrafe von umgerechnet weniger als tausend Euro verhängt.

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