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Umweltaktivisten stellen sich im Bundestag tot | BR24

© Bayerischer Rundfunk 2019

Junge Aktivisten haben ein Jugend-Planspiel im Bundestag für eine Protestaktion gegen die aktuelle Klimapolitik genutzt.

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Umweltaktivisten stellen sich im Bundestag tot

"Eure Klimapolitik = Katastrophe". Mit diesem Appell unterbrachen jugendliche Aktivisten eine Veranstaltung im Deutschen Bundestag. Als Protestaktion legten sie sich vor das Rednerpult und stellten sich tot.

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Junge Klima-Aktivisten haben ihre Unzufriedenheit mit der deutschen Klimapolitik während eines Jugend-Planspiels im Bundestag gezeigt. Während einer Rede von Wolfgang Schäuble legten sich circa 20 Jugendliche auf den Boden und stellten sich tot. Laut Aktivist Maximilian Reimers sollte diese Aktion zeigen, wie drastisch die Lage sei.

Einige Jugendliche hielten ein Plakat mit der Aufschrift: "Eure Klimapolitik = Katastrophe" hoch. Unterstützt wurden sie vom Netzwerk "Fridays For Future".

Buh-Rufe für die Aktion

Ein Teil der Anwesenden reagierte negativ und buhte die Jugendlichen aus. Ein Zuschauer sprang sogar auf und entriss den Demonstranten ihr Banner, wofür er viel Applaus erhielt. Schäuble selbst blieb ruhig und ließ die Jugendlichen die Aktion durchführen - mit dem Kommentar: "Bleiben Sie ruhig liegen. Ich sage allerdings, morgen Mittag um 12.00 Uhr muss ich hier die Sitzung des Bundestags eröffnen, und bis dahin sollten Sie sich entfernt haben."

"Jugend und Parlament" ist eine Veranstaltung vom 1. bis zum 4. Juni, bei der 300 Jugendliche aus Deutschland parlamentarische Verfahren nachstellen und so die Arbeit Abgeordneter kennen lernen. "Fridays for Future" ist eine Schüler- und Studierendenbewegung und setzt sich für den Klimaschutz und gegen die aktuelle Klimapolitik ein. Initiatorin ist die 16-jährige Schwedin Klimaaktivistin Greta Thunberg.