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Umstrittener Kreispolitiker Möritz tritt aus CDU aus | BR24

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Ein CDU-Politiker mit Neonazi-Tattoo: Nicht nur in Sachsen-Anhalt hat der Fall Robert Möritz für Aufsehen gesorgt. Jetzt ist dem umstrittenen Kreispolitiker der Druck offenbar zu groß geworden: Er tritt aus der CDU aus.

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Umstrittener Kreispolitiker Möritz tritt aus CDU aus

Ein CDU-Politiker mit Neonazi-Tattoo: Nicht nur in Sachsen-Anhalt hat der Fall Robert Möritz für Aufsehen gesorgt. Jetzt ist dem umstrittenen Kreispolitiker der Druck offenbar zu groß geworden: Er tritt aus der CDU aus.

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Robert Möritz bleibt nicht länger Christdemokrat - und damit auch nicht länger Mitglied im CDU-Kreisvorstand Anhalt-Bitterfeld. Der wegen seiner Neonazi-Kontakte umstrittene Politiker hat eine Austrittserklärung verfasst, aus der die "Welt" zitiert. Darin heißt es, er bitte um die "sofortige Niederlegung sämtlicher parteiinterner Funktionen und den sofortigen Austritt aus der CDU".

"Um weiteren Schaden von der Partei abzuwenden und politische Diskussionen zu befrieden, möchte ich hiermit ein persönliches Zeichen setzen. Manchmal bedarf es der Besinnung auf die wahren Prioritäten im Leben." Aus der Austrittserklärung von Robert Möritz

Ultimatum des CDU-Landesvorstands

Der Kreisvorstand hatte Möritz zuerst den Rücken gestärkt, nachdem dieser sich von seiner rechtsextremen Vergangenheit distanziert hatte. Das wiederum löste bundesweit Empörung aus.

Am Donnerstagabend nun erhöhte die CDU in Sachsen-Anhalt den Druck auf Robert Möritz. Bei einem Treffen in Magdeburg beschlossen Vertreter des Landesvorstandes und fast alle Kreischefs, Möritz dürfe nur dann in der Partei bleiben, wenn er eine Reihe von Bedingungen erfülle.

Der 29-Jährige sollte bis 27. Dezember schriftlich alle seine Aktivitäten in der rechtsextremen Szene darlegen. Außerdem sollte er erklären, dass Hakenkreuze und andere NS-Symbolik unvereinbar seien mit den Grundsätzen der Landes-CDU. Auch seinen Posten als Beisitzer im CDU-Kreisvorstand sollte Möritz erst einmal ruhen lassen.

Neonazi-Tattoo, Uniter-Mitgliedschaft, Demo-Ordner ...

Aus verschiedenen Gründen stand Robert Möritz in der Kritik: Er trägt ein Tattoo aus mehreren übereinander liegenden Hakenkreuzen - bei Rechtsextremisten sehr beliebt. Außerdem war er Mitglied im umstrittenen Verein Uniter, dem Verbindungen ins rechtsextreme Milieu nachgesagt werden. Und: Möritz erklärt, bei einer Demonstration von Neonazis Ordner gewesen zu sein.