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Linke profitieren von Wahldebakel - CDU stürzt ab

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Umfrage: Linke profitieren von Wahldebakel - CDU stürzt ab

Das Debakel bei der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen hat vor allem der CDU geschadet. Das ergab eine Umfrage für den MDR. Deutlich zulegen in der Gunst der Wähler konnte hingegen die Linke.

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Nach dem Debakel um die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten hat die Linke laut einer Umfrage deutlich zugelegt. Die Partei des ehemaligen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow kommt bei einer Blitzumfrage von Infratest dimap auf 39 Prozent, wie der MDR Thüringen als Auftraggeber der Umfrage mitteilte. Das sind acht Prozentpunkte mehr als bei der Landtagswahl im Oktober. Mit SPD (zehn Prozent) und Grünen (fünf Prozent) käme das ehemalige rot-rot-grüne Regierungsbündnis demnach auf eine Mehrheit.

CDU verliert in Umfragen deutlich

Großer Verlierer des Wahl-Eklats von Erfurt wäre bei einer Landtagswahl nun die CDU - sie stürzt den Angaben zufolge auf 13 Prozent ab. Bei der Wahl im Oktober erreichten die Konservativen noch 21,7 Prozent. Die FDP von Kemmerich, die im Oktober nur knapp die Fünf-Prozent-Hürde genommen hatte, würde mit vier Prozent den Einzug in den Landtag verpassen. Die AfD würde sich hingegen leicht von 23,4 auf 24 Prozent verbessern.

Hohe Zufriedenheitswerte für Ramelow

Die Linke konnte ihre Werte seit der Ministerpräsidenten-Wahl am vergangenen Mittwoch in verschiedenen Umfragen verbessern. Die höchsten Zufriedenheitswerte erreichte Ramelow. 67 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit zufrieden. Unzufrieden sind dagegen 65 Prozent der Befragten mit der Arbeit von Thüringens CDU-Landespartei- und Fraktionschef Mike Mohring, bei FDP-Mann Kemmerich sind es 51 Prozent.

Wahldebakel schadet dem Ansehen Thüringens

Zudem gehen rund drei Viertel davon aus, dass die Vorkommnisse rund um die Ministerpräsidentenwahl dem Ansehen Thüringens geschadet haben. 20 Prozent glauben das nicht. Darüber hinaus haben 73 Prozent der Befragten wenig (56 Prozent) oder gar kein Vertrauen (17 Prozent) in die Parteien. Nur 22 Prozent haben sehr großes (ein Prozent) oder großes (21 Prozent) Vertrauen in die Parteien.

Für die Umfrage hat Infratest dimap vom 7. bis 10. Februar 1.007 Wahlberechtigte in Thüringen telefonisch befragt.