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Jeder zweite Deutsche macht sich Sorgen um den eigenen Lebensstandard und eine mangelnde Absicherung im Rentenalter
© pa / dpa / Christian Ohde
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Jeder zweite Deutsche macht sich Sorgen um den eigenen Lebensstandard und eine mangelnde Absicherung im Rentenalter

Um 18 Prozentpunkte auf 56 Prozent sei der entsprechende Wert gegenüber dem Vorjahr gestiegen, sagte Bernhard Lorentz, einer der beiden Autoren der Studie, für die im November gut 1.000 Verbraucher befragt worden seien.

"Die Rente ist aus Sicht vieler Deutscher keineswegs mehr sicher." Bernhard Lorentz, Ernst & Young

Deutlich gestiegen sei auch die Angst vor höheren Lebenshaltungskosten und steigenden Energiepreisen. Jeweils rund 70 Prozent der Befragten hätten deswegen Angst vor finanziellen Einschnitten.

Paritätischer Gesamtverband: Angst vor Altersarmut ist begründet

Der Paritätische Gesamtverband erklärte unter Verweis auf die Befragung, die gestiegene Angst der Deutschen, im Alter zu verarmen, sei mehr als begründet. Um Altersarmut wirksam zu bekämpfen, fordert der Verband ein umfassendes Maßnahmenpaket: von einer Anhebung des Rentenniveaus auf 53 Prozent bis zur Erhöhung der Regelsätze in der Altersgrundsicherung von 424 Euro auf 628 Euro.

Nach dem eigenen Armutsbericht des Gesamtverbandes sind ein Viertel der erwachsenen Armen in Deutschland in Rente oder Pension und nach Einschätzung des Paritätischen wird die Altersarmut weiter zunehmen:

"In den nächsten Jahren werden viele Langzeitarbeitslose und Menschen aus dem Niedriglohnsektor ins Rentenalter kommen. Für viele von ihnen ist der Weg in die Altersarmut vorprogrammiert." Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands

Verbesserungen im Rentenbereich reichen nicht aus

Die aktuellen Neuregelungen bei den Erwerbsminderungsrenten und der so genannten Mütterrente stellten zwar Verbesserungen dar, reichten aber bei weitem nicht aus, um dem Problem gerecht zu werden und Altersarmut wirksam zu vermeiden.