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Uganda: Seltener Berggorilla vermutlich von Wilderern getötet | BR24

© picture alliance/Zoonar

Extrem vom Aussterben bedroht: Die Berggorillas

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    Uganda: Seltener Berggorilla vermutlich von Wilderern getötet

    Nur noch etwa 1.000 Berggorillas gibt es im Grenzgebiet von Uganda, Ruanda und dem Kongo. Einer von ihnen wurde jetzt vermutlich von Wilderern getötet. Die Behörden machen aber auch die Corona-Pandemie für den Tod des Tiers mitverantwortlich.

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    25 Jahre alt war das Tier namens Rafiki, das im Bwindi-Regenwald, einem Nationalpark im Südwesten Ugandas, das Oberhaupt einer Familie von 17 Berggorillas war. "Wir haben seine Leiche mit tiefen Wunden von einem Speer gefunden", sagte John Gesa, Sprecher der Ugandischen Wildschutzbehörde UWA. Er wurde also vermutlich von Wilderern getötet.

    Population hatte sich erholt

    Zuletzt hatte es dabei eher positive Nachrichten zu den vom Aussterben bedrohten Tieren gegeben. Vor gut einem Monat hatte die UWA mitgeteilt, dass zwei Berggorilla-Babys geboren worden seien. Und generell habe sich die Population in den vergangenen Jahren etwas erholt, so die Weltnaturschutzunion IUCN. Rund 1.000 Tiere soll es aktuell noch geben.

    Naturschützer machen Corona mitverantwortlich

    Seit dem Covid-19-Lockdown gebe es in den Parks mehr Wilderei, so John Gesa. Zum einen, weil die für den Tierschutz wichtigen Tourismus-Einnahmen ausblieben, zum anderen, weil viele Menschen in Uganda laut Gesa die Städte verlassen hätten. Sie seien in ihre Heimatdörfer zurückgekehrt, hätten dort aber oftmals keine Arbeit oder Beschäftigung und würden wildern.

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