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"Übertriebener Optimismus ist fehl am Platz" | BR24

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"Übertriebener Optimismus ist fehl am Platz"

Prof. Ottmar Edenhofer, Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, warnt im radioWelt-Interview auf Bayern 2 vor zu hohen Erwartungen an den Klimagipfel in Paris.

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Im Interview mit der radioWelt auf Bayern 2 sagte Ottmar Edenhofer zur bevorstehenden Klimakonferenz in Paris: "Es wird eine Einigung geben, dass man Klimaschutz betreiben will. Man wird sich auch wahrscheinlich auf ein globales Ziel festlegen, auf dieses berühmte 2-Grad-Ziel. Trotzdem ist aus meiner Sicht übertriebener Optimismus fehl am Platz."

"Die freiwilligen Selbstverpflichtungen, die die Staaten jetzt auf den Tisch gelegt haben, die führen dazu, dass bis zum Jahr 2030 die Emissionen weiter steigen werden.", sagte Prof. Ottmar Edenhofer

Ottmar Edenhofer forderte im radioWelt-Interview weitergehende Schritte der Staaten: "Sie müssten weit über das hinausgehen. Freiwillige Selbstverpflichtung bedeutet, dass eigentlich jeder machen kann, was er will. Das ist aus meiner Sicht das größte Problem."

Trotzdem sieht Edenhofer den Klimagipfel in Paris aber als wichtigen Schritt: "Es wird wichtig sein, dass Paris einen Prozess in Gang setzt, wo aus diesen freiwilligen Selbstverpflichtungen echte Verpflichtungen werden. Und das geht nach meinem Dafürhalten nur, wenn die Staaten sich dazu durchringen, dass sie sich nach Paris auf einen gemeinsamen CO2-Preis einigen. Denn nur wenn es einen solchen CO2-Preis gibt, wird es nicht mehr rentabel sein, dass neue Kohlekraftwerke gebaut werden."

Abschließend sagte Edenhofer: "Wir befinden uns doch in einer ziemlichen Bredouille."